SPD Cochem-Zell
Mindestlohn stand im Mittelpunkt
Cochem. Die ersten Gäste der von der SPD-Kreisvorsitzenden Heike Raab initiierten, neuen Reihe „SPD-Kreisvorstand mit Gästen“ waren der DGB-Kreisvorsitzende Jürgen Zimmer und sein Vorstandsteam in Begleitung von Edith Sauerbier von der Koblenzer Geschäftsstelle. Hauptthemen waren der seit dem 1. Januar geltende Mindestlohn und die Ausbildungssituation im Landkreis Cochem-Zell.
An vielen Orten im gesamten Land gab es gemeinsame Aktionen von DGB und SPD zum Mindestlohn. Zimmer und Sauerbier begrüßten ausdrücklich das von der SPD initiierte Gesetz: „Wir erhalten ausschließlich positive Resonanz, was dieses Thema angeht.“ Die Teilnehmer waren sich einig, dass mit diesem Bundesgesetz neben dem Tariftreue-Gesetz des Landes Rheinland-Pfalz ein wichtiger Schritt in Richtung fairer Bezahlung gemacht wurde. Dies sei aber laut Sauerbier nur ein erster Schritt, denn von 8,50 Euro könne noch keiner leben.
Die Diskussion über den regionalen Arbeitsmarkt konzentrierte sich auf die Ausbildungssituation. Raab berief sich bei ihrem Bericht auch auf die eigene Erfahrung. Als sie im Sommer als Ausbildungspatin einen jungen Menschen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützte, seien noch etwa 100 Ausbildungsplätze im Angebot gewesen. Diese Erfahrung deckte sich mit den Berichten aus den verschiedenen Betrieben der Vorstandsmitglieder. „Wir brauchen dringend Fachkräfte in unserer Region“, sagte auch Dieter Mainzer, Betriebsrat bei der Huhtamaki in Alf. Deshalb wollen und müssen die Betriebe auch ausbilden. Die Bereitschaft hierfür sei groß.
Viele junge Leute hätten allerdings eine geringe Vorstellung von den Berufen. Dem soll in Form von Ausbildungsmessen entgegengewirkt werden. Vor allem für junge Mitbürger sei eine gute und sichere Ausbildung sehr wichtig, fügte Benedikt Oster (MdL) an.
In unmittelbarem Zusammenhang mit der Ausbildungschance von Jugendlichen stand für die Gruppe von SPD und DGB auch die Mobilität im Kreis. Der ÖPNV sei eine wichtige Komponente bei der Ausbildungsplatzwahl. Besonders die Berufsschulstandorte seien oft sehr weit entfernt, berichtete der JUSO-Kreisvorsitzende Markus Müller. Mehr modulare Ausbildung und Blockunterricht könne hier Entlastung schaffen.
Die Anregungen wollen die SPD-Vorstandsmitglieder aufnehmen, in die Gremien tragen und damit einen Beitrag zur guten Entwicklung des regionalen Arbeitsmarktes leisten. Die Gesprächsreihe soll demnächst mit weiteren interessanten Gästen und Themen fortgesetzt werden.
Pressemitteilung
der SPD Cochem-Zell
