Jens Münster zum Rettungshubschrauber Wittlich
Verlängerte Einsatzzeiten sind ein Fortschritt – aber noch keine verlässliche Nachtversorgung
aus Sinzig
Der CDU-Abgeordnete Jens Münster begrüßt die Verlängerung der Einsatzzeiten des Rettungshubschraubers in Wittlich als wichtigen Fortschritt für die notfallmedizinische Versorgung im ländlichen Raum und fordert zugleich eine 24/7-Absicherung.
Wittlich. Zur angekündigten Verlängerung der Einsatzzeiten des Rettungshubschraubers in Wittlich erklärt der Cochem-Zeller CDU-Landtagsabgeordnete Jens Münster: „Für die Menschen in unserer Region ist jede Verbesserung der notfallmedizinischen Versorgung ein Gewinn. Die Ausweitung der Einsatzzeiten in Wittlich ist deshalb ein richtiger Schritt.“
Zugleich macht Münster deutlich, dass damit die strukturellen Herausforderungen im ländlichen Raum noch nicht gelöst seien: „Verlängerte Randzeiten sind ein Fortschritt – sie ersetzen jedoch keine echte, verlässliche Nachtversorgung. In einem Flächenland mit langen Wegen und anspruchsvoller Topografie brauchen wir perspektivisch eine 24/7-Absicherung.“
Mit der veränderten Krankenhausstruktur und zunehmend längeren Transportwegen steige die Bedeutung einer leistungsfähigen Luftrettung weiter an. „Gerade bei Schlaganfällen, Herzinfarkten oder schweren Unfällen zählt jede Minute. Deshalb müssen wir die Luftrettung strategisch weiterentwickeln – orientiert am tatsächlichen Bedarf im ländlichen Raum.“ Münster betont: „Ich habe nie behauptet, dass eine solche Lösung von heute auf morgen umgesetzt werden kann oder kostenfrei ist. Aber notwendige strukturelle Verbesserungen dürfen nicht dauerhaft vertagt werden. Die Menschen im Kreis Cochem-Zell, an der Mosel, in der Eifel und im Hunsrück haben Anspruch auf eine verlässliche medizinische Notfallversorgung – auch nachts.“
Notwendigkeit langfristiger Luftrettungsplanung im ländlichen Raum erkennen
Abschließend unterstreicht Münster: „Die aktuelle Entscheidung zeigt, dass eine sachliche Debatte und klare Forderungen Bewegung in wichtige Fragen bringen können. Jetzt gilt es, die nächsten Schritte verantwortungsvoll vorzubereiten.“
