Weltkriegsbombe in Koblenz wurde sicher entschärft
08.04.: Koblenz: 500-Kilo-Bombe erfolgreich entschärft
Koblenz. Eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde erfolgreich in der Mosel bei Koblenz entschärft.
Die 500 Kilogramm schwere Bombe war am Gründonnerstag bei Baggerarbeiten im Rhein in der Nähe der Pfaffendorfer Brücke entdeckt worden.
Aufgrund der großen Anzahl von Menschen, die im Falle einer Entschärfung am Fundort hätten evakuiert werden müssen, entschied man, die Bombe mit einem Baggerschiff in den Gülser Moselbogen zu verlegen. Diese Methode hatte sich bereits bei einem ähnlichen Fund im April des Vorjahres bewährt.
Am Mittwochmorgen mussten rund 1100 Personen im Umkreis von 1000 Metern um den neuen Entschärfungsort in den Stadtteilen Lay und Güls ihre Wohnungen verlassen. Die Evakuierung verlief planmäßig, wobei nur drei Personen mit gutem Zureden überzeugt werden mussten, den Evakuierungsbereich zu verlassen.
Nachdem das Areal um 9.45 Uhr freigegeben worden war, konnte der Kampfmittelräumdienst auf dem Baggerschiff mit der Entschärfung beginnen. Um 10.11 Uhr kam die Mitteilung, dass die Bombe erfolgreich entschärft worden war. An der Aktion waren etwa 200 Einsatzkräfte beteiligt.
Bürgermeisterin Ulrike Mohrs äußerte sich lobend über den Einsatzverlauf und dankte allen Beteiligten für die erfolgreiche Entschärfung. Sie hob die gute Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Behörden und Organisationen hervor und bedankte sich bei den Bürgern in den betroffenen Stadtteilen für ihre Geduld und ihr Verständnis. Dieses Ereignis verdeutliche einmal mehr den starken gesellschaftlichen Zusammenhalt in Koblenz. BA
Die am 8. April im Gülser Moselbogen entschärfte amerikanische 500-Kilogramm-Fliegerbombe vor ihrer Verladung durch den Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz. Foto: Stadt Koblenz/Andreas Egenolf
Sascha Hummrich (links) und Marco Ofenstein vom Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz (rechts) sorgten für die erfolgreiche Entschärfung der amerikanischen Fliegerbombe in Koblenz. Foto: Stadt Koblenz/Andreas Egenolf
