Politik | 14.11.2013

Zwei Fragen an den Oberbürgermeister

50 Jahre Städtepartnerschaft Koblenz-Nevers wurde gefeiert

„Durch erneute Unterschriften unter die Partnerschaftserklärung haben wir symbolisch den Fortbestand unserer Städtebeziehung erklärt.“

Von links nach rechts: Koblenzer Ratsmitglied Gerhard Voell, Oberbürgermeister der Stadt Koblenz Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, Senatorin in Frankreich Anne Emery-Dumas, Bürgermeister der Stadt Nevers Florent Sainte Fare Garnot, Finanzdezernent der Stadt Nevers Patrice Corde, nach Unterzeichnung der Bekräftigung der Städtepartnerschaft anlässlich des 50. Geburtstages im Herzogpalast Nevers.privat

Blick aktuell: 50 Jahre Städtepartnerschaft Koblenz-Nevers wurden am vergangenen Wochenende in der französischen Partnerstadt gefeiert. Sie sind auch nach Nevers gereist, wie war es?

Prof. Dr. Hofmann-Göttig

Es war sehr schön und beeindruckend zu erleben, wie auch auf Seiten der Stadt Nevers diese Partnerschaft wirklich gelebt wird. Die Verbindung mit Nevers ist unsere älteste Städtepartnerschaft und sie ist auch heute noch unglaublich vital. Das kann man ja nicht immer von allen Beziehungen zwischen zwei Städten behaupten, aber im Fall von Koblenz und Nevers passt es einfach.

Und trotz des Wissens über die vielen Fäden, die über fünf Jahrzehnte nun zwischen den beiden Städten geknüpft wurden, war es dennoch auch für meinen französischen Amtskollegen Florent Sainte Fare Garnot, mit 34 Jahren der jüngste Bürgermeister Frankreichs, erstaunlich, wie voll der Saal des Herzogspalastes zur Feier des 50. Jahrestages der Städtepartnerschaft am Samstag wurde. Durch erneute Unterschriften unter die Partnerschaftserklärung haben wir symbolisch den Fortbestand unserer Städtebeziehung erklärt. In meiner Festrede habe ich den Wert dieser alten Städtepartnerschaft herausgestellt und deren starkes Fundament, aus bürgerschaftlichem Engagement auf beiden Seiten bestehend, hervorgehoben. Auch wenn wir von der Größe der Städte eigentlich nicht vergleichbar sind, Nevers hat rund 37.000 Einwohner, so gibt es doch unter anderem mit der Lage an zwei Flüssen, hier Rhein und Mosel, dort Loire und Nièvre, der römischen Vergangenheit, dem Weinanbau aber auch einer Art Oberzentrumsfunktion der Stadt Nevers, Parallelen zu Koblenz. Persönlich habe ich mir ein umfassendes Bild der vielen Aktivitäten an diesem Jubiläumswochenende machen können. Hierbei wurde ich von unserem Nevers-Experten im Stadtrat, Gerhard Voell, hervorragend unterstützt, während sich unsere Verwaltungsmitarbeiterin für die Städtepartnerschaften, Brigitte Finkemeier, wunderbar um die vielen Koblenzer Gruppen, die zum 50. Geburtstag anreisten, kümmerte.

Blick aktuell:

Was konkret hat die Verbindung zu Nevers so stark gemacht und über 50 Jahre lebendig gehalten?

Prof. Dr. Hofmann-Göttig:

Wie in meiner Rede in Nevers betont, ist die Basis einer Städtepartnerschaft, nicht nur mit Nevers, sondern generell, die bürgerschaftliche Verbindung zwischen Partnerstädten. Und diese funktioniert eben zwischen Koblenz und Nevers besonders gut. Lobend muss man hier die beiden Freundschaftskreise mit ihren Vorständen Marie-France Poulin aus Nevers und auf Koblenzer Seite Bernard Mayé hervorheben. Sie halten das Fundament der Städtepartnerschaft stabil und sind Wegbereiter für den vielfältigen Austausch zwischen unseren Städten.

Am Festwochenende waren beispielsweise Schülerinnen und Schüler des Max-von-Laue-Gymnasiums in Nevers, der Fotoclub Koblenz, Koblenzer Künstler und Musiker, sowie junge Artisten des Circus Bambini der JuKuWe. Ansonsten gibt es über das ganze Jahr verteilt, zahlreiche Begegnungen, so im Schulaustausch, bei Betriebspraktika von Auszubildenden, bei Vereinen, Institutionen, Konzerten oder Kunstausstellungen und eben ganz einfach von Bürgern. All dies macht genau diese Städtepartnerschaft so stark und hat sie 50 Jahre begleitet. Im Nachgang meiner Reise nach Nevers kann ich übrigens die Stadt auch für einen privaten Besuch herzlich empfehlen. Nevers, mit seinen beiden Flüssen, insbesondere natürlich der Loire, liegt in einer wunderschönen Landschaft in Burgund und verfügt über eine sehenswerte Altstadt und viele historische Gebäude - mit rund 740 Kilometer ist es nicht direkt um die Ecke, aber die Reise lohnt wirklich.

Weitere Infos unter

www.Hofmann-goettig.de

Von links nach rechts: Koblenzer Ratsmitglied Gerhard Voell, Oberbürgermeister der Stadt Koblenz Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, Senatorin in Frankreich Anne Emery-Dumas, Bürgermeister der Stadt Nevers Florent Sainte Fare Garnot, Finanzdezernent der Stadt Nevers Patrice Corde, nach Unterzeichnung der Bekräftigung der Städtepartnerschaft anlässlich des 50. Geburtstages im Herzogpalast Nevers.Foto: privat

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