Politik | 20.02.2015

Beschäftigte der Justiz demonstrieren in Koblenz

Beamtenbund ruft zum Warnstreik auf

Grafik: DJG

Koblenz. Die Einkommensrunde 2015 für die Beschäftigten der Länder hat am 16. Februar begonnen. Die Arbeitgeber haben von Anfang an erklärt, dass für sie die Forderungen des "dbb beamtenbund und tarifunion“ sowie der Deutschen Justiz-Gewerkschaft Rheinland-Pfalz (DJG) nicht diskutabel sind und es einen Abschluss in dieser Höhe nicht einmal im Ansatz geben werde. Die Hauptforderungen sind unter anderem eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 5,5 Prozent, jedoch um mindestens 175 Euro, eine Erhöhung der Ausbildungsentgelte um 100 Euro, eine Laufzeit von 12 Monaten, eine dauerhafte Übernahme aller Auszubildenden im Länderbereich, sowie die Schaffung einer Entgeltordnung für Lehrkräfte. Zur Unterstützung der Forderungen sind alle Beschäftigten der Justiz zu einem Warnstreik bzw. einer Demo am Dienstag, den 24. Februar zu einer bewegten Mittagspause in Koblenz ab 12 bis ca. 13.30 Uhr am Clemensplatz aufgerufen. Mit dieser Veranstaltung wollen die Verantwortlichen die Ministerpräsidentin, Malu Dreyer an ihr im vergangenen Jahr gegebenes Versprechen erinnern, den Deckel der Beamtenbesoldung zu lüften und die Beamtinnen und Beamten nach vier Jahren wieder vernünftig und leistungsgerecht zu entlohnen. Desweiteren fordert die Interessenvertretung für Beamte und Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst eine Erhöhung des Nachtarbeitszuschlags in Krankenhäusern auf 20 Prozent, eine Übertragung der Tarifeinigung auf den Beamtenbereich, 30 Tage Urlaub für alle Auszubildenden, den Wegfall der sachgrundlosen Befristung, eine Verbesserungen bei der Übergangszahlung im Justizvollzugsdienst und die Aufnahme von Verhandlungen zur Verbesserung der Eingruppierungsstruktur und zur Tarifpflege.

Pressemitteilung

dbb beamtenbund und tarifunion / Deutsche Justiz-Gewerkschaft Rheinland-Pfalz

Grafik: DJG

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