Geplanter Wegfall zahlreicher Parkplätze sorgt für Kritik
CDU-Ortsverband Süd kritisiert Umbaupläne für die Mainzer Straße
aus Koblenz
Koblenz. Der CDU-Ortsverband Süd sieht die geplante Umgestaltung der Mainzer Straße kritisch und spricht sich insbesondere gegen den vorgesehenen Wegfall zahlreicher Parkplätze aus. Im Zusammenspiel mit den bereits laufenden Veränderungen in der Südallee könnten in der Südlichen Vorstadt insgesamt mehrere hundert Stellplätze entfallen.
„Die Parkplatzsituation ist bereits heute angespannt. Viele Menschen sind auf ihr Auto angewiesen und suchen schon jetzt oft lange nach einem freien Stellplatz. Vor diesem Hintergrund können wir nicht nachvollziehen, warum weitere Parkplätze zugunsten einer zusätzlichen Radverkehrsachse wegfallen sollen“, erklärt der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Süd, Rudolf Kalenberg.
Der Ortsverband betont ausdrücklich, dass notwendige Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen an der Mainzer Straße unterstützt werden. Dazu zählen insbesondere die Erneuerung der Fahrbahndecke sowie Verbesserungen an Kreuzungsbereichen und der allgemeinen Verkehrssicherheit.
Kritisch bewertet die CDU Süd jedoch die Prioritätensetzung bei der Verkehrsplanung. „Nur wenige Meter parallel zur Mainzer Straße entsteht mit der Südallee bereits eine moderne Fahrradstraße. Deshalb stellt sich die Frage, weshalb an dieser Stelle erneut erhebliche Summen in eine weitere Radverkehrsachse investiert werden sollen, während gleichzeitig dringend benötigte Parkmöglichkeiten wegfallen“, so Dr. Fabian Freisberg, Mitglied des Stadtrates und des Ortsverbandes.
Auf Initiative unter anderem der CDU wurde der Tagesordnungspunkt bereits in der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Mobilität (ASM) vertagt. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Planungen zu überarbeiten und erneut vorzulegen.
„Das war ein wichtiges Signal. Die bisherigen Planungen haben viele berechtigte Fragen offengelassen. Die überarbeiteten Vorschläge werden wir erneut sehr kritisch begleiten“, erklärt Ratsmitglied Sebastian Gratzfeld.
Gleichzeitig spricht sich der CDU-Ortsverband Süd dafür aus, bestehende Ideen zur Schaffung zusätzlicher Stellplätze wieder stärker in den Fokus zu rücken. Bereits in der Vergangenheit wurden Modelle für ein nächtliches Parken im Parkhaus des Stiftsklinikums oder Kooperationen mit Einzelhändlern diskutiert, etwa ein nächtliches Parkangebot auf den Flächen des EDEKA Kreuzberg.
„Wenn Parkraum wegfällt, muss gleichzeitig auch über pragmatische und alltagstaugliche Alternativen gesprochen werden. Solche Ansätze sollten aus unserer Sicht ernsthaft geprüft werden“, ergänzt die stellvertretende Vorsitzende Alicia König.
Der CDU-Ortsverband Süd fordert die Stadtverwaltung auf, die Auswirkungen der Planungen auf die Anwohnerinnen und Anwohner stärker zu berücksichtigen und die bisherigen Konzepte entsprechend zu überarbeiten.
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