Allgemeine Berichte | 19.02.2014

5. alkoholfreie Rosenmontags-Jugenddisco der Stadt Koblenz

Disco als Konzept zur Alkoholprävention

Termin: 3. März, von 12 bis 17.30 Uhr, in der Diskothek Agostea

Sie alle machen sich auf die eine oder andere Art stark für die alkoholfreie Rosenmontags-Jugenddisco.BSB

Koblenz. Zur Vorstellung der Veranstaltung, die die Stadt zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval (AKK) und dem Förderverein „Lionsclub Koblenz-Rhein/Mosel“ anbietet, fand sich in diesem Jahr als Novum sogar das amtierende Koblenzer Prinzenpaar, Prinz Markus I. vom Närrischen Circus Waschem mit ihrer Lieblichkeit Confluentia Gaby im Rathaus ein. Die Schirmherrin der Rosenmontags-Jugenddisco, Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein, sah darin ein Zeichen ihrer Verbundenheit mit der Aktion, die einen wichtigen Baustein zur Alkoholprävention für Kinder und Jugendliche darstellt. Weil Hammes-Rosenstein davon zutiefst überzeugt ist, hofft sie, möglichst alle 12- bis 17-Jährigen mit dem Angebot zu erreichen. Im letzten Jahr waren rund 1.400 junge Narren in der „Agostea Nachtarena“, ein attraktiver Party-Ort für Jugendliche. Würde die Veranstaltung, wie früher einmal geplant, in einer Schulsporthalle stattfinden, wäre die Akzeptanz sicher nicht annähernd so groß. Doch so ist sie mittlerweile gut bekannt und beliebt, wird weiter kommuniziert per Facebook & Co. Um die Erwartungen der Jugendlichen nicht zu enttäuschen, steht das Agostea-Team also auch dieses Jahr bereit, ihnen eine schöne Party zu dem Motto „Olau – Let’s Dance - alkoholfrei und Spaß dabei“ zu bieten. Neben dem Wichtigsten, der Musik, wird das alt-bewährte Programm mit Styling- und Fotoecke, Air-Brush-Tattoos und einer Kostümprämierung neu aufgelegt. An der Saft-Cocktailbar können „Safer Sex on the Beach“ oder „Ipanema“ zu sehr moderaten Preisen gekauft werden. DJs von bigFM und aus dem Hause Agostea legen auf, was bei den jungen Gästen gerade so angesagt ist. Unmittelbar nach dem Rosenmontagszug, kurz bevor die Disco für die Jugendlichen zu Ende ist, werden noch das amtierende Kinderprinzenpaar Prinz Timon I und Prinzessin Melissa I und natürlich auch die Koblenzer Tollitäten mit einem kleinen Hofstaat auf einen Besuch vorbeikommen. Für die Gestaltung des Programms und damit während der Veranstaltung wirklich alles in geordneten Bahnen läuft, werden 15 Mitarbeiter des Jugendamtes und das Agostea-Team vor Ort sein. Alkohol soll die ganze Zeit über nicht sichtbar sein, wie der „Nachtarena“-Geschäftsführer Andreas Heimberger zugesichert habe. Zudem werden Kontrollen durchgeführt, denn alkoholisierte Jugendliche und solche, die Alkohol mitführen, erhalten absolut keinen Zutritt.

Feiern geht auch ohne Alkohol

Geboren ist die Veranstaltung im Jahr 2008 unter der Regentschaft von Karnevalsprinz „Dieter der Närrische Fuhrmann“ (Dieter Balter) mit einem gemeinsamen Projekt von Jugendamt und Lions als „Kowelenzer Faasenacht kreativ und präventiv“. Mit ihm sollte gezeigt werden, dass schönes Feiern auch ohne Alkohol möglich ist. Diese Form von Prävention gegen Alkoholmissbrauch sei zu einem Erfolgskonzept geworden, sagte Hammes-Rosenstein, für das besonders auch die Eltern dankbar seien, und das sie in vielfältiger Weise unterstützen. Prinz Markus I (Markus Thiel), dessen Sohn der amtierende Kinderprinz Timon I ist, bestätigte das. Seine Kinder wisse man bei der Veranstaltung im Agostea wirklich gut behütet. Besonders schön ist: Die Rosenmontags-Disco kostet die Stadt keinen einzigen Euro, finanziert werden die benötigten 15.000 Euro komplett über Sponsoren. Hauptsponsor und Finanzier sind, wie in jedem Jahr, die Lions, die 6.000 Euro beisteuern, wie Detlef Schöning, Vorstand des Lions-Fördervereins, erklärte. Um die Jugend-Disco garantieren zu können, müsse die Restsumme eingeworben werden. Keine leichte Aufgabe, wie er sagt, denn die Gemeinde derer, die sich engagieren, sei in Koblenz nicht übermäßig groß. Doch viele Sponsoren stünden ihnen schon über Jahre treu zur Seite - keine Selbstverständlichkeit. Und deren soziales Engagement sei sehr, sehr hoch, bekräftigte Thiel die Aussage.

Koblenz in der Vorreiter-Rolle

Das auf diese Weise funktionierende Koblenzer Konzept, mit dem ein deutliches Zeichen zur Alkoholprävention gesetzt wird, hat bundesweit Beachtung und Anklang gefunden. Andere Städte seien ihm, zumindest in Teilen, sogar gefolgt, sagte Schöning. Auch Heinz Kölsch, Vizepräsident der AKK, zeigte sich glücklich darüber, dass die Idee aus dem Jahr 2007 trotz mancher Bedenkenträger Realität geworden ist. Dass Koblenz mit dieser Veranstaltung eine Vorreiter-Rolle gespielt habe, mache ihn stolz. Bedenkt man, dass jährlich rund 26.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland im Krankenhaus behandelt werden, weil sie zu viel Alkohol getrunken haben, ist es in Koblenz mit der Einführung der Rosenmontags-Jugenddisco vielleicht gelungen, dieser Zahl ein klein wenig entgegen zu wirken. Thiel: „Wir hoffen, dass das Konzept aufgeht und wir noch viele Jahre Spaß daran haben“.

Sie alle machen sich auf die eine oder andere Art stark für die alkoholfreie Rosenmontags-Jugenddisco.Foto: BSB

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