Allgemeine Berichte | 15.08.2013

Tierschutzverein Koblenz braucht Geld für neues Tierheim

Ein „Traum“ geht in Erfüllung

Spatenstich erfolgt noch in diesem Jahr - Charity-Veranstaltung am 9. September

Für ein gemeinsames Ziel: Vorstandsmitglieder Sabine Schmidt, Annette Grimm, Gisela Kroppenberg, Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig und Tierheimleiterin Kirstin Höfer.  UKO

Koblenz.Auf einem guten Weg ist das neue Koblenzer Tierheim, das im Stadtteil Rübenach „Oben auf den Birken“ am Rande des Güterverkehrszentrums entstehen wird. Die Stimmung beim Tierschutzverein Koblenz und Umgebung ist optimistisch, denn nach jahrelanger Suche ist die Standortfrage abgehakt. Die Finanzen bleiben jedoch ein Dauerthema, denn das neue Tierheim soll eine gute Ausstattung erhalten, wenngleich brauchbare Dinge aus dem alten Tierheim mitgenommen werden. Bei einem Pressegespräch im Rathaus informierte der Tierschutzverein über den Stand der Planungen, und eine spektakuläre Künstleraktion im September.

Schirmherr des Neubauprojekts ist Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig. Ihm hat der Tierschutzverein viel zu verdanken. Zu Beginn des Pressegesprächs wies der Oberbürgermeister auf die Bedeutung des Tierschutzes hin und er lobte die Arbeit des Vereins, der wirkungsvoll und mit viel Energie die anstehenden Aufgaben angehe. Hofmann-Göttig erinnerte auch an die Situation im alten Tierheim, die für

Menschen und Tiere unwürdig sei.

Neues Tierheim bleibt innerhalb der Stadtgrenzen

Im September 2011 machte der Stadtrat mit seinem „Ja zum Standort“ den Weg für das neue Tierheim frei; im folgenden Oktober segnete auch die Mitgliederversammlung des Tierschutzvereins den Standort ab. Im Februar 2012 wurde der Kaufvertrag für das 24.000 Quadratmeter große Grundstück unterschrieben. Wobei es dem Oberbürgermeister wichtig war, dass das neue Tierheim innerhalb der Koblenzer Stadtgrenzen beheimatet bleibt und es nicht, wie es eine Zeit lang möglich schien, in einer angrenzenden Kommune entsteht.Im August 2012 lag die Baugenehmigung für das neue Tierheim vor, einen Monat später die Förderbewilligung des Landes über 700.000 Euro. Im November war dann klar, dass das Gebäude barrierefrei errichtet wird, im Gebäude wird es auch einen Treppenlifter geben. Eine Million Euro sind gesammelt worden, es wird aber, so der Oberbürgermeister, mehr Geld gebraucht. Das Tierheim werde so gebaut, dass die zur Verfügung stehenden Mittel für den Bau reichen. Jetzt gehe es darum, weitere Mittel zu generieren, und der Oberbürgermeister bedankte sich bei kommerziellen und privaten Spendern für die bereits erfolgte Unterstützung. Doch es bedürfe weiterhin finanzieller Unterstützung nach dem Motto „jede Spende zählt“.

Die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Gisela Kroppenberg, ging in ihrer Rede auf die Qualitäten des neuen Heims ein, das als Tierschutzzentrum konzipiert ist. Es wird unter anderem ausgestattet mit Katzen- und Hundezimmern, einem Kleintiergehege, Volieren und Terrarien und einem Bereich für Quarantäne. Und das Tierheim braucht großzügige Verhältnisse, denn jedes Jahr wird durchschnittlich 350 Hunden, 500 Katzen, 250 Kleintieren und 300 Wildtieren geholfen. Darüber hinaus hält der Tierschutzverein den Tierrettungsdienst vor, den Tierbesitzer alarmieren können, deren eigene Tiere in Not geraten sind. Das neue Tierheim soll ein zweckmäßiger Bau werden, der den neuesten Anforderungen an die Tierhaltung, an wirtschaftliche Arbeitsabläufe und an eine möglichst umweltschonende Bauweise gerecht wird. Das Augenmerk soll künftig stärker den Besuchern des Tierheims gelten, denn der Neubau wird einen Seminar- und Versammlungsraum enthalten, in dem die Projekte mit Kindern, Schülern und Senioren optimiert werden können.

Spatenstich noch in diesem Jahr

Im November oder Dezember wird, so die Vorsitzende, der erste Spatenstich für das neue Tierheim erfolgen; mit dem Rohbau im Dezember oder Januar begonnen. Wenn alles gut läuft, soll der „Traum“ im Herbst 2014 in Erfüllung gehen. Bis dahin, und wohl darüber hinaus, braucht der Tierschutzverein Spenden, um die große Aufgabe bewältigen zu können. Ein Zugpferd dieser Bemühungen soll eine Charity-Veranstaltung mit dem international bekannten Street-Artisten Edgar Müller werden. Am 9. September werden Müller und sein Team die Arbeiten auf dem Vorplatz der Kastor-Kirche aufnehmen, und am folgenden Samstag wird das Kunstwerk mit einer Rede des Oberbürgermeisters für die Öffentlichkeit freigegeben.

Eine „Arche für Koblenz“

Auf einer Fläche von rund 300 Quadratmetern wird die „Arche für Koblenz“ entstehen, eine Erinnerung an das erste Tierheim in Koblenz, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts seine Arbeit aufnahm. Der Clou des Werkes ist der 3-D-Effekt, der beim Betrachter die Illusion von Tiefe erzeugt. Eine Speziallinse, die einen fast 180-Grad-Blick ermöglicht, wird den Effekt verstärken.

Die Entstehung der „Arche für Koblenz“ kann online weltweit verfolgt werden.

Für ein gemeinsames Ziel: Vorstandsmitglieder Sabine Schmidt, Annette Grimm, Gisela Kroppenberg, Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig und Tierheimleiterin Kirstin Höfer. Foto: UKO

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