Allgemeine Berichte | 06.12.2015

Sporterlebnistag für Flüchtlinge beim Hockeyclub Rot-Weiß Koblenz

Ein unvergessliches Event für alle Teilnehmer

Zwei 17-jährige des Hockeyclubs organisierten Flüchtlingsprojekt

Mehr als 70 afghanische, persische und syrische Flüchtlinge erlebten gemeinsam mit den zahlreichen Aktiven des Hockeyclubs Rot-Weiß Koblenz bei Hockey und Fußball eine willkommene Abwechslung des eintönigen Alltags der Erstaufnahmeeinrichtung. Axel Kuhlmann

Koblenz. Dass Sport über Sprachen hinweg die beste Möglichkeit zur Integration darstellt, zeigte das Flüchtlingsprojekt des Hockeyclubs Rot-Weiß Koblenz in der Turnhalle der IGS. Die beiden 17-jährigen Jugendspielerinnen Alina Rinke und Laura Scherer waren überwältigt von der Resonanz auf ihre Einladung. Mehr als 70 afghanische, persische und syrische Flüchtlinge, teils mit ihren Familien und teils alleine und aller Altersklassen aus der Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Asterstein folgten ihrem Aufruf und dazu zahlreiche Helfer aus den Reihen der Aktiven des Hockeyclubs, um für alle einen unvergesslichen Tag zu bereiten. In der Halle waren die Berührungsängste schnell abgebaut und viele erlebten den ersten Kontakt zum Hockeysport. Beim Fußballturnier der Nationen gab es spannende Spiele und am Schwungtuch ein Angebot für die ganze Familie. Es fanden immer wieder zahlreiche Gespräche untereinander statt, meist auf Englisch oder sogar auf Deutsch, und es war eine fröhliche Stimmung mit- und untereinander in der Sporthalle. Eine große Hilfe dabei war auch die Übersetzerin Hanan und deren Eltern. Für Verpflegung gab es tagsüber ein großes Buffet aus den Spenden der Eltern der Hockeykinder und zahlreichen Aktiven. Den Abschluss bildete am Nachmittag ein gemeinsames Essen, von den Vereinsmitgliedern vorbereitet und der Bäckerei Höfer unterstützt. Auch dank der finanziellen Förderung dieses ehrenamtlichen Projektes des Hockeyclubs Rot-Weiß Koblenz durch den Landessportbund zur Durchführung konnten alle Teilnehmer viele neue und unvergessliche Erlebnisse mit nach Hause nehmen. Am Ende des Tages sang ein Flüchtlingsmädchen vor allen ein englisches, arabisches und kurdisches Lied. Bei den letzten beiden Liedern sangen und klatschten dann alle spontan mit und erzeugten so eine schöne Stimmung der Zusammengehörigkeit.

Das Ziel, den Flüchtlingen ein Gefühl von Geborgenheit zu schenken wurde bei allen aufgrund der Idee und Initiative sowie des unermüdlichen Einsatzes von Laura und Alina erreicht. Die sportlichen Aktivitäten bildeten eine willkommene Abwechslung des eintönigen Alltags in der Unterkunft, die tragischen Erinnerungen traten so für einige Stunden in den Hintergrund und es gelang ihnen, den Teilnehmern ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. „Und morgen und übermorgen machen wir wieder so einen Tag?!“ mit einem Lachen sowie „Ich danke euch, ihr seid wundervolle Menschen“ und „Ich wünschte so ein Tag wäre jeder Tag!“ waren Lohn genug für die vorangegangene Arbeit.

Laura Scherer (re.) und Alina Rinke (2. v. li.) bereiteten den Flüchtlingen eine willkommene Abwechslung beim gemeinsamen Sporterlebnistag.

Laura Scherer (re.) und Alina Rinke (2. v. li.) bereiteten den Flüchtlingen eine willkommene Abwechslung beim gemeinsamen Sporterlebnistag.

Alle Nationen hatten viel Spaß beim gemeinsamen Sporterlebnistag für Flüchtlinge, organisiert von Laura Scherer (oben, 3. v. re.) und Alina Rinke (oben, 4. v. li.) Jugendspielerinnen des Hockeyclubs Rot-Weiß Koblenz.

Alle Nationen hatten viel Spaß beim gemeinsamen Sporterlebnistag für Flüchtlinge, organisiert von Laura Scherer (oben, 3. v. re.) und Alina Rinke (oben, 4. v. li.) Jugendspielerinnen des Hockeyclubs Rot-Weiß Koblenz.

Mehr als 70 afghanische, persische und syrische Flüchtlinge erlebten gemeinsam mit den zahlreichen Aktiven des Hockeyclubs Rot-Weiß Koblenz bei Hockey und Fußball eine willkommene Abwechslung des eintönigen Alltags der Erstaufnahmeeinrichtung. Fotos: Axel Kuhlmann

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