Allgemeine Berichte | 17.12.2014

Koblenzer Pfadfinder bringen Friedenslicht

Frieden in allen Sprachen

Feier mit Weihbischof Jörg Michael Peters in der City-Kirche

Die Pfadfinder der Pfadfinderschaft St. Georg entzünden das Friedenslicht.Bischöfliche Pressestelle

Koblenz. Eine kleine Flamme für den Frieden: Junge Leute der Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) aus dem Bezirk Koblenz haben wieder das Friedenslicht von Wien nach Koblenz gebracht. Bei der Aktion wird jedes Jahr im Advent eine kleine Flamme in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem entzündet und von dort nach Wien gebracht. Pfadfinder aus aller Welt bringen das Friedenslicht von Wien in ihre Heimat, um es dort den Menschen weiterzugeben. In Koblenz feierten die Pfadfinder am dritten Advent einen ökumenischen Gottesdienst mit dem Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters und Superintendent Rolf Stahl in der City-Kirche Koblenz. An der Flamme des Friedenslicht zündeten zahlreiche Gottesdienstbesucher ihre Kerzen an. In vielen Teilen Europas ist es inzwischen Brauch, dass an Heilig Abend Kerzen brennen, die an dieser Flamme entzündet wurden. In diesem Jahr lautet das Motto der Aktion „Friedenslicht“, an der sich außer den Pfadfindern der DPSG auch die des Verbands Christlicher Pfadfinder beteiligen, „Der Friede sei mit Dir - Shalom - Salam“. In der Citykirche wurde auf den Friedensgedanken gleich mehrfach Bezug genommen: Einige der rund 300 Besucher sprachen das Wort Frieden in verschiedenen Sprachen aus, von Ungarisch über Latein, Arabisch bis hin zu Aramäisch, der wahrscheinlich von Jesus gesprochenen Sprache. Weihbischof Jörg Michael Peters erinnerte in seiner Ansprache daran, dass zurzeit leider gerade in der Region des Heiligen Landes, im Nahen Osten, sehr viel Unfriede herrsche. Das Friedenslicht stehe als Zeichen der Solidarität und des Gebets für die Menschen, die unter Krieg, Armut und Hunger zu leiden hätten. Außerdem wurde daran erinnert, dass besonders die Pfadfinder mit ihren internationalen Verbindungen viel zum Austausch zwischen den Kulturen und zur Verständigung beitragen. Das geschehe im Sinne des Gründers der Pfadfinder, Robert Baden-Powell, der den Pfadfindern den Auftrag gab, die Welt immer ein bisschen besser zu machen. Nach dem ökumenischen Gottesdienst in der Citykirche zog eine Prozession der Pfadfinder und der Kirchenbesucher zur Synagoge im Rauental, um das Friedenslicht dorthin zu bringen: Begleitet wurde die Prozession von einer Musikgruppe von Pfadfindern aus Tel Aviv.

Aktion findet seit 1986 statt

Die Aktion Friedenslicht geht auf die Initiative „Licht im Dunkel“ des Österreichischen Rundfunks ORF aus dem Jahr 1986 zurück. Seit diesem Jahr entzündet ein Kind aus Österreich in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem das Friedenslicht. In Wien wird dann diese Friedensflamme am Samstag vor dem dritten Advent an viele Pfadfinder weitergegeben, die es in die verschiedensten Länder weitertragen. Koblenzer Pfadfinder nehmen seit nunmehr 21 Jahren an der Aktion „Friedenslicht“ teil.

Weihbischof Jörg Michael Peters beim ökumenischen Gottesdienst.

Weihbischof Jörg Michael Peters beim ökumenischen Gottesdienst.

Die Pfadfinder der Pfadfinderschaft St. Georg entzünden das Friedenslicht.Fotos: Bischöfliche Pressestelle

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