Allgemeine Berichte | 07.10.2026, 10:13 Uhr

Start-up Innovationen Fördern

KickStart-Förderung der Hochschule Koblenz: 8 innovative Start-up-Ideen erhalten bis zu 7.500 Euro

Aktuell fördert die Hochschule Koblenz acht neue KickStart-Teams, die ihre innovativen Ideen mit bis zu 7.500 Euro weiterentwickeln können: Torben Müller, Prof. Dr. Lukas Scheef, Valentina Basaez, Malte Keuntje, Majid Akchihce, Mohamed Amine Sadik, Dominik Eidt, Til Wendland und Leonard Biron (v. l.). Es fehlen Maja Wimmer, Lily Divo, Andrii Ikaliuk, Leonie Schnitker, Prof. Dr. André Steimers und Sophie-Theres Lamberti.
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KOBLENZ/REMAGEN. Im Rahmen des Förderprogramms KickStart@HSKO der Hochschule Koblenz sind im August acht neue Projektteams gestartet. Das Programm richtet sich insbesondere an Studierende und unterstützt sie dabei, innovative Geschäftsideen durch die Entwicklung eines Prototyps voranzutreiben und Gründungsideen weiterzuentwickeln. Dafür erhalten die Teams innerhalb eines fünfmonatigen Förderzeitraums jeweils bis zu 7.500 Euro. Unterstützt werden sie daneben mit individuellem Coaching durch das StartUpLab-Team sowie dem Zugang zu den Kreativ- und Makerspaces an den Standorten Koblenz und Remagen der Hochschule – inklusive modernster Werkzeuge, Maschinen und digitaler Infrastruktur.

„In unserer Hochschule stecken enormes unternehmerisches Potenzial und eine beeindruckende Innovationskraft. Das zeigen die insgesamt 36 KickStart-Projekte, die wir seit Beginn des StartUpLab-Programms Ende 2023 mit Unterstützung des Bundesforschungsministeriums fördern konnten“, sind sich Prof. Dr. Wolfgang Kiess und Prof. Dr. Thomas Wilhein einig, die beiden Prototyping-Verantwortlichen im Leitungsteam des StartUpLab-Projekts. „Wir sind stolz darauf, wie viele innovative Ideen aus unserer Hochschule heraus entstehen und mit großem Engagement weiterentwickelt werden. Mit KickStart schaffen wir den nötigen Freiraum, um aus ersten Ideen konkrete Vorhaben zu machen und den Schritt in Richtung Gründung zu gehen.“

Damit innovative Ideen der Hochschulangehörigen auch zukünftig zum Leben erweckt und auf ihrem Weg in Richtung Gründung begleitet werden können, arbeitet das Team derzeit an einem Konzept zur Verstetigung der KickStart-Förderung. „Dafür suchen wir Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft, die gemeinsam mit uns auch über das offizielle Projektende hinaus in kreative Köpfe, mutige Ideen und unternehmerische Initiative investieren möchten. Denn von guten Ideen, erfolgreichen Gründungen und einem lebendigen Innovationsökosystem profitieren nicht nur unsere Hochschule und die Gründenden selbst, sondern das gesamte nördliche Rheinland-Pfalz. Gemeinsam können wir dazu beitragen, den Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken sowie Innovationen und die Firmen von morgen schon heute auf den Weg zu bringen.“

Informationen zum Thema Gründung und StartUpLabs finden Interessierte unter https://www.hs-koblenz.de/studierende/startup. Das StartUpLab freut sich über Kontaktaufnahme unter startuplab@hs-koblenz.de.

Die geförderten Projekte im Überblick

Atemschutzmaske

Mit dem Ziel, die Sicherheit im Einsatz zu erhöhen, entwickeln Maja Wimmer und Lily Divo aktuell eine intelligente Atemschutzmaske für Feuerwehrkräfte. Sensoren überwachen wichtige Werte wie Puls, Temperatur und Atemluft. Werden kritische Werte erreicht, wird die Feuerwehrkraft sofort gewarnt. Gleichzeitig können die Daten in Echtzeit an die Einsatzleitung übertragen werden, um Gefahren frühzeitig zu erkennen.

EasySimRobotics

Majid Akchiche, Dominik Eidt, Andrii Ikaliuk und Mohamed Amine Sadik tüfteln an einer KI-gestützten Software zur einfachen Planung und Simulation von Robotern. Mit einem digitalen Zwilling können Roboter und ihre Aufgaben können zunächst virtuell getestet und optimiert werden, bevor sie in der Realität zum Einsatz kommen – und das möglichst ohne Programmierkenntnisse.

Kids-ID

Prof. Dr. Lukas Scheef, Leonie Schnitker und Prof. Dr. André Steimers arbeiten an einer alternativen Lösung zum Altersnachweis für Apps und Internetdienste, die möglichst wenige persönliche Daten erfasst und weder Ausweis noch Gesichtserkennung benötigt. Mit Hilfe der Sensoren eines normalen Smartphones oder Tablets kann KidsID verschiedene Merkmale der Hand zur Bestimmung des Alters analysieren. Ein KI-unterstütztes System wertet diese Informationen aus und schätzt daraus die entsprechende Altersgruppe.

Konex

Valentina Basaez entwickelt eine digitale Plattform, die deutsche Importeure und ihre lateinamerikanischen Lieferanten gemeinsam bei der Erfüllung neuer EU-Regularien, wie zum Beispiel CBAM oder EUDR, unterstützt. Konex übersetzt juristisch geprüfte regulatorische Anforderungen erstmalig in einfache, sektorspezifische Handlungsschritte auf Spanisch und erstellt daraus wiederverwendbare, verifizierte Lieferantenprofile.

Schalten und steuern, wo kein Netz ist

Malte Sebastian Keuntje erprobt derzeit ein vielversprechendes System, über dessen konkrete Inhalte aufgrund laufender patentrechtlicher Prüfungen zum jetzigen Zeitpunkt noch keine näheren Angaben gemacht werden können.

MediBox

Leonard Biron und Til Wendland kombinieren mit ihrem Projekt MediBOX eine gut ausgestattete Hausapotheke mit einer App. Der Anwender wird dabei unterstützt, Beschwerden einzuschätzen, bekommt die richtige Anwendung der in der Box enthaltenen Medikamente und Hilfsmittel erklärt und erhält eine Empfehlung, ob eine Selbstversorgung ausreicht oder medizinische Hilfe notwendig ist.

SprayJet

Mit SprayJet entwickelt Torben Müller ein automatisches Sprühsystem für Weinberge in Steillagen. Ein Wagen wird per Seilwinde durch die Reben gezogen und bringt Pflanzenschutzmittel gezielt aus. Dadurch müssen Menschen nicht mehr direkt im Spritznebel arbeiten, was den Pflanzenschutz sicherer und gesundheitsschonender macht.

Windbatics

Sophie-Theres Lamberti arbeitet an einem intelligenten Schutzsystem für Fledermäuse an Windkraftanlagen. Mithilfe von Sensoren und KI sollen Fledermäuse erkannt werden, sodass die Anlage nur bei tatsächlicher Kollisionsgefahr gedrosselt oder abgeschaltet wird. So werden Fledermäuse geschützt, ohne Windkraftanlagen unnötig lange stillzulegen.

Weitere Themen

Aktuell fördert die Hochschule Koblenz acht neue KickStart-Teams, die ihre innovativen Ideen mit bis zu 7.500 Euro weiterentwickeln können: Torben Müller, Prof. Dr. Lukas Scheef, Valentina Basaez, Malte Keuntje, Majid Akchihce, Mohamed Amine Sadik, Dominik Eidt, Til Wendland und Leonard Biron (v. l.). Es fehlen Maja Wimmer, Lily Divo, Andrii Ikaliuk, Leonie Schnitker, Prof. Dr. André Steimers und Sophie-Theres Lamberti. Foto: Hochschule Koblenz/Claudia Klemt

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