Politik | 03.10.2014

Kinderrechte-Kongress der Universität Koblenz-Landau in Koblenz

„Kinderrechte gehören ins Grundgesetz“

Diese Auffassung vertrat Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei einem zweitägigen Kongress der Uni Koblenz

Im Auditorium Maximum der Uni Koblenz hörten zahlreiche Kongressteilnehmer den Vortrag von Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Koblenz. Etwa 200 Teilnehmer besuchten den Kinderrechte-Kongress der Universität Koblenz-Landau in Koblenz. Damit hat die Uni einen wichtigen Beitrag zur „Woche der Kinderrechte“ geliefert, die von der Mainzer Landesregierung ins Leben gerufen wurde. Der zweitätige Kongress in der Uni Koblenz bestand unter anderem aus 18 Praxis-Spotlights, fünf Fachforen, einigen Infoständen und vier Fachvorträgen von Prof. Dr. Ulrike Urban-Stahl (Berlin), Prof. Dr. Jörg Maywald (National Coalition), Prof. Dr. Christian Schrapper (Koblenz) und als Hauptrednerin Ministerpräsidentin Malu Dreyer.  Sie wurde nach einem Einführungsfilm vom Präsidenten der Uni Koblenz-Landau Prof. Dr.  Roman Heiligenthal und Prof. Schrapper im Auditorium Maximum begrüßt.  „Kinderrechte sind in der Kinderkonvention der Vereinten Nationen formuliert und seit dem Jahr 2000 auch Teil unserer Landesverfassung. Es ist höchste Zeit, dass sie ebenso im Grundgesetz verankert werden“, forderte die Ministerpräsidentin. Denn die Rechte im Grundgesetz stellten als Wertordnung einen Grundkonsens dar, ohne den in einer pluralen Gesellschaft ein Zusammenleben nicht möglich wäre. In diesen Grundkonsens gehörten auch die Rechte der Kinder, unterstrich die Ministerpräsidentin. Bislang gehe es im Grundgesetz überwiegend um das Verhältnis von Staat und Eltern. Kinder seien aber eigenständige Persönlichkeiten mit ganz spezifischen Bedürfnissen und Interessen, die es rechtlich zu schützen und durchzusetzen gelte.

Landeskinderschutzgesetz in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz seien dem Auftrag der Landesverfassung Taten gefolgt. „Wir haben das erste Landeskinderschutzgesetz bundesweit eingeführt. Wir haben in den Kitas, früher als andere, Bildungs- und Erziehungsstandards auf den Weg gebracht. Unbegleitete Flüchtlingskinder werden bei uns frühzeitig von der Jugendhilfe betreut. Flüchtlingskinder gehen auch in die Kita und Schule. Wir machen eine aktive Arbeit, um Kinderrechte bekannt zu machen. In Schulen sind Kinderrechte im Lehrplan verankert. In der Jugendhilfe und der Jugendarbeit spielt beispielsweise die Partizipation eine besondere Rolle“, erklärte Malu Dreyer. Die Ministerpräsidentin betonte, dass Veranstaltungen zu Kinderrechten sehr wichtig seien, weil so ein Bewusstsein für das Thema geschaffen werde: „In Rheinland-Pfalz leistet das beispielsweise die jährliche Woche der Kinderrechte mit landesweiten Veranstaltungen und die Kinderrechtefachtagung des Kinder- und Jugendministeriums“, sagte Malu Dreyer, die nach ihrem Vortrag als Dankeschön einen großen Blumenstrauß erhielt. Die Universität Koblenz-Landau hatte den Kinderrechte-Kongress in Kooperation mit der OUTLAW-Stiftung (ihr Zweck ist die Förderung und Unterstützung junger Menschen und Familien in ihren Rechten auf Entwicklung und Bildung) und der Fachhochschule Münster veranstaltet. So nahmen auch Führungskräfte, Mitarbeiter der freien und öffentlichen Jugendhilfe sowie Lehrende und Forschende an Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen an dem Kongress in Koblenz teil. Auf dem Campus demonstrierte eine kleine Gruppe für eine Entschädigung von ehemaligen Heimkindern, die in West- und Ostdeutschland zu Opfern wurden. Zum Ende des Kongresses hatten die Organisatoren eine Stadtführung durch Koblenz unter dem Thema „Kunst und Kinderrechte“ mit Thomas Muth vom Jugendamt Koblenz, einem an den Kunstprojekten beteiligten Künstler sowie Kindern und Jugendlichen und eine Schiffstour angeboten.         

Im Auditorium Maximum der Uni Koblenz hörten zahlreiche Kongressteilnehmer den Vortrag von Ministerpräsidentin Malu Dreyer.
Für eine Entschädigung von ehemaligen Heimkindern, die zu Opfern geworden waren, demonstrierte am Rande des Kongresses eine kleine Gruppe. HEP

Für eine Entschädigung von ehemaligen Heimkindern, die zu Opfern geworden waren, demonstrierte am Rande des Kongresses eine kleine Gruppe. Fotos: HEP

Im Auditorium Maximum der Uni Koblenz hörten zahlreiche Kongressteilnehmer den Vortrag von Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Koblenz blüht 2026
Oster-Anzeige
Doppelseite PR/Anzeigen
Anlagenmechaniker
Rund ums Haus
Angebotsanzeige (April)
Stellenanzeige Personalreferent/in
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Stellenanzeige
Empfohlene Artikel
Der Knotenpunkt Burgstraße Ostallee.
175

Lahnstein. Die Bürgerinitiative (BI) „Zurück zur ursprünglichen Verkehrsführung“ nimmt Stellung zu einem jüngst veröffentlichten Leserbrief in der lokalen Presse, in dem eine verbindliche Festlegung des Stadtrates auf die Ringlösung gefordert wird. Den Gegnern wird vorgeworfen, es mangele ihnen an seriösen Alternativen, sie würden wesentliche Punkte ausblenden und die Probleme der früheren Verkehrsführung ignorieren.

Weiterlesen

Wie gewohnt entwickelten sich während der Präsentation lebhafte Gespräche: Gemeinsam versuchte man, die Bilder zeitlich einzuordnen und die darauf abgebildeten Personen zu identifizieren.
18

Urbar. Kürzlich lud die FREIE LISTE – Bürger für Urbar e.V. erneut zum „ahle Bilda gugge“ ins Urbarer Bürgerhaus ein.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2258

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Dauerauftrag
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Alles rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Titel
Koblenz blüht
Ostergruß
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
SB Standesamt
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Dauerauftrag 2026
Unterstützeranzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige Kita