Allgemeine Berichte | 13.08.2026, 00:44 Uhr

Klimakundgebung Koblenz

Klimakundgebung in Koblenz fordert effektiven Hitzeschutz und Klimaschutz

Hitzetote im Juni-Juli.
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Koblenz. Die tödliche Hitzewelle geht weiter, sie ist fossilgemacht, und wird weiter befeuert, mit Hilfe von Mächtigen und Regierungen.

Dem Aufruf von Health for Future, Fridays und dem BUND folgten am vergangenen Montag über 100 Demonstranten auf dem Zentralplatz, um Hitzeschutz, aber vor allem Klimaschutz durch effektive Gesetze zu fordern.

„Vor allem die Perspektive ist beängstigend, dass die Hitze, Dürre und Brände weiter zunehmen werden, Gesundheit und Leben akut bedrohen und Lebensgrundlagen zerstören. Bei zwei Grad Erwärmung werden nach Prognosen Südspanien und Süditalien zur Wüste“, so der Arzt Dr. Thomas Bernhard, der seit langem bei Health for Future für Klima und Gesundheitsschutz kämpft.

Den Zusammenhang zwischen Opfern der Hitze und Armut stellte Thorsten Becker vom BUND heraus, und weiß: Reiche haben einen bis 100mal höheren CO2-Ausstoß, können sich besser schützen als die Schwachen der Gesellschaft. „Klimaschutz gelingt daher nur mit gerechter Lastenverteilung und Unterstützung der Ärmsten, z.B. in überhitzten Dachwohnungen“. Markus Mann, Unternehmer und Stromproduzent von Erneuerbaren Energien im Westerwald, betont die Notwendigkeit einer sicheren Energie der Zukunft ohne weitere Erwärmung durch Fossile Rohstoffe. „Waldbrände, trockene Flüsse und zerstörte Natur untergraben auch die Grundlagen der Wirtschaft und werden unermesslich viel kosten. Elektromobilität geht überall, wir müssen es nur machen und brauchen in der Wirtschaft keine Bremse für Erneuerbare“. Die Vorwürfe gehen an eine zaghafte Politik, die auf Seiten der Fossilindustrie steht und Initiativen für eine fossilfreie Zukunft behindert.

Die Veranstalter beschlossen, die Montagskundgebungen in der Hitzezeit wöchentlich zu wiederholen.

Dr. Thomas Bernhard, aktiv bei Health for Future und BUND Koblenz

Hitzetote im Juni-Juli. Foto: T. Bernhard

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