Politik | 04.09.2026, 12:42 Uhr

Grüne Koblenz

Mehr Klimaschutz.Mehr Baumschutz.Mehr Hitzeschutz.Nicht weniger.

Alexandra Kaatz, Fraktionsvorsitzende.
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Koblenz. Die Koblenzer GRÜNEN kritisieren die Entscheidungen und Diskussionen der jüngsten Stadtratssitzung zu zentralen Fragen des Klima-, Baum- und Hitzeschutzes.

Insbesondere die Entscheidung, das gemeinsam von Verwaltung und ehrenamtlich Engagierten des Koblenzer Klimaentscheids erarbeitete Strategiepapier zum Klimaschutz lediglich zur Kenntnis zu nehmen, stößt bei Partei und Ratsfraktion auf Unverständnis.

„Nach den Hitze- und Dürresommern der vergangenen Jahre sollte eigentlich niemand mehr darüber diskutieren müssen, ob Klima- und Hitzeschutz zu den zentralen Aufgaben unserer Stadt gehören“, erklärt Janina Luipers, Kreisvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Koblenz.

„Klimaschutz, Baumschutz und Hitzeschutz sind keine abstrakten Themen. Es geht ganz konkret darum, wie lebenswert Koblenz in Zukunft bleibt. Umso unverständlicher ist es, wenn ein gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern entwickeltes Klimaschutzpapier am Ende lediglich zur Kenntnis genommen wird.“

Das Strategiepapier war in den vergangenen Monaten gemeinsam von den ehrenamtlich Engagierten des Koblenzer Klimaentscheids und der Stadtverwaltung erarbeitet worden. Nach ursprünglicher Beschlusslage sollte der Stadtrat darüber beschließen. Eine Mehrheit entschied sich jedoch dafür, das Papier lediglich „zur Kenntnis zu nehmen“.

Auch beim Thema Baumschutz sehen die GRÜNEN weiterhin dringenden Handlungsbedarf. Tausende Koblenzerinnen und Koblenzer haben das Bürgerbegehren zur Wiedereinführung einer Baumschutzsatzung unterstützt. In der Stadtratssitzung wurde über dessen Zulässigkeit entschieden. Während die GRÜNEN zustimmten, enthielten sich CDU, Freie Wähler, FDP, WGS und AfD. Das Bürgerbegehren wurde damit zugelassen.

Alexandra Kaatz, Vorsitzende der GRÜNEN Stadtratsfraktion, erklärt: „Dass so viele Menschen ihre Zeit investieren und Unterschriften sammeln, um den Schutz unserer Bäume wieder auf die politische Tagesordnung zu bringen, verdient Respekt. Wir haben der Zulassung selbstverständlich zugestimmt. Jetzt muss es darum gehen, die nächsten Schritte hin zu einem wirksamen Baumschutz in Koblenz zu gehen. Gerade in einer immer heißer werdenden Stadt sind große, gesunde Bäume keine Nebensache, sondern ein wesentlicher Teil der Daseinsvorsorge.“

Für Diskussionen sorgte zudem der Hitzeaktionsplan der Stadt. Dabei ging es unter anderem um die Möglichkeit, im öffentlichen Raum oder bei Außenveranstaltungen kostenlos gesponserte Sonnencreme zur Verfügung zu stellen.

Kaatz ergänzt: „Bei einem Hitzeaktionsplan sollte die entscheidende Frage sein: Was hilft den Menschen an besonders heißen Tagen? Wenn Maßnahmen dem Gesundheitsschutz dienen und dabei sogar ohne zusätzliche Kosten für Stadt und Bürgerinnen und Bürger umgesetzt werden können, sollten wir pragmatisch nach Lösungen suchen, statt uns in Grundsatzdebatten zu verlieren.“

Die Koblenzer GRÜNEN appellieren deshalb an die anderen demokratischen Fraktionen im Stadtrat, die Herausforderungen durch Klimawandel und zunehmende Hitze gemeinsam entschlossener anzugehen.

Luipers abschließend: „Wir werden auch nach diesem Sommer weiter für konsequenten Klima-, Baum- und Hitzeschutz kämpfen. Und wir stellen uns an die Seite der Menschen, die sich ehrenamtlich dafür engagieren. Dieses Engagement ist ein Gewinn für unsere Stadt und sollte von der Politik ernst genommen und unterstützt werden.“

Pressemitteilung Grüne Koblenz

Janina Luipers, Kreisvorsitzende

Janina Luipers, Kreisvorsitzende Foto: Picture Colada

Alexandra Kaatz, Fraktionsvorsitzende. Foto: Pictures Colada

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