Lokalsport | 28.08.2015, 13:55 Uhr

Mehr Zeit, um volles Potential auszuschöpfen

Mehr Zeit, um volles Potential auszuschöpfen
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Koblenz/Weibern. Das öffentliche Interesse der Region an den Handballerinnen der 2. Bundesliga, den „Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern“, ist groß. Bei der Pressekonferenz am Dienstag in der Conlog Arena zur Saisoneröffnung waren rund zehn Vertreter der Medien erschienen. Auf der Seite der Vulkan-Ladies hatten sich Geschäftsführer Manfred Sattler, Geschäftsleitungsmitglied und Präsident des Handball-Verbandes Rheinland Peter-Josef-Schmitz sowie Sportdirektor Jan Reuland und Trainer Caslav Dincic versammelt. Aus den Reihen der Spielerinnen waren Evelien Grob und Annika Ingenpaß hin zu gestoßen.

Gemeinsam wagte man eine Bestandsaufnahme und warf einen Blick in die bevor stehende Saison. Auch der mögliche Wiederaufstieg in die 1. Liga wurde Thema.

„Wünschenswert ist es natürlich schon, wieder in die 1. Bundesliga auf zu steigen. Dies ist aber sicherlich nicht unser gestecktes Ziel für diese Saison.“ So positionierte sich Geschäftsführer Manfred Sattler auf die Frage, ob man den Ehrgeiz habe, wieder in der 1. Liga spielen zu wollen. In seiner Funktion als Präsident des Handball-Verbandes Rheinland räumte Peter-Josef-Schmitz ein: „Natürlich ist es enttäuschend, Erstligisten zu verlieren. Dass die Vulkan-Ladies und die Trierer Miezen abgestiegen sind, freut keinen.“ Doch auch bei Schmitz dominiert die optimistische Grundhaltung. „Man muss den Blick fürs Ganze bewahren - immerhin können wir uns mit Mainz 05 und Bretzenheim auch auf zwei weitere Lokal - Derbies in der 2. Liga freuen.“

Zuversichtlich in die Zukunft

Insgesamt blickt man bei den Vulkan-Ladies dem Saisonstart zuversichtlich entgegen - auch wenn die Spielerinnen bisher nicht bei allen Testspielen ihr volles Potential ausschöpfen konnten.

Auf die Frage, ob der Verein denn Einbußen im Bereich der Sponsoren erlitten habe, gab es eine moderate Antwort. „Die Sponsoren stehen zu uns. Nur 2 Abgänge, dafür wurden aber bereits neue Sponsoren gewonnen.“ Bezüglich der Besucherzahlen ist Sattler optimistisch, eventuell sogar die Zahlen der letzten Saison zu halten. „Ein überzeugenderes Auftreten der Spielerinnen mit Siegen in der 2. Liga könnte durchaus auch größere Publikumsströme anziehen“. Sportdirektor Jan Reuland und Trainer Caslav Dincic analysieren die Lage näher am Parkett mit dem Blick für die handballerischen Details.

Neu Aufstellung ist zufriedenstellend

In der erst seit wenigen Wochen zusammen trainierenden Mannschaft mit den 13 Spielerinnen entsprechen alle den Wunschvorstellungen von Sportdirektor und Trainer. Bei der Zusammenstellung des Kaders legten Reuland und Dincic einerseits besonderen Wert auf eine physisch große und stabile Verteidigung. „Andererseits ist auch ein wurfstarker Rückraum wichtig“, bemerkt Reuland. Dies konnte bisher nur teilweise realisiert werden. Da die Isländerin Birna Haraldsdottir noch vor den ersten Testspielen Mitte Juno wegen einer Verletzung ausschied, und der Vertrag einvernehmlich aufgehoben wurde.

Laut Trainer Caslav Dincic braucht die Mannschaft noch etwas Zeit, um sich mehr einzuspielen. Eine Neufindung ist immer viel Aufwand und geht nicht von heute auf morgen. Im Detail sieht er als notwendige Strategie: „Die Rückraum-Mitte muss noch besetzt werden - am besten wäre es, dafür zwei Spielerinnen einsetzen zu können. Barbara Laszlo, Diana Sabljak und Dora Varga kommen dafür infrage.“ Auch steht noch die endgültige Besetzung für die Innenverteidigung aus. Der Serbe und frühere Aufstiegstrainer Dincic sondiert die Möglichkeiten - Annika Ingenpaß, Monika Odrowska oder Hildigunnur Einarsdottir zieht er für die Funktion in Erwägung. Der vorübergehende Verlust der am Kreuzband verletzten Torhüterin Branka Zec ist schon zu spüren.

Darüber, dass die Feldspielerdecke mit elf Spielerinnen recht dünn ist, sind sich die Verantwortlichen einig. Dennoch ist es laut Geschäftsführung nicht unbedingt vorgesehen, weitere Spielerinnen zu verpflichten. Natürlich wird das Management handeln, so Manfred Sattler, wenn ein Zuwachs an Spielerinnen wegen Verletzungen notwendig würde.

Das Team arbeitet zusammen

Um eine Prognose für die Saison zu wagen, darf man laut Jan Reuland die hohe Professionalisierung in der 2. und 3. Liga und das daraus resultierende hohe Niveau der nicht außer Acht lassen. „Die teils engen Ergebnisse in den Testspielen und auch vom LOTTO-Cup zeigen an, wo wir stehen. Wir werden schon zu tun haben“, wirft er einen Blick in die Zukunft.

Die Spielerinnen Evelien Grob und Annika Ingenpaß geben ihren Eindruck von der Situation der Mannschaft ab. „Die Mannschaft ist auf einem guten Weg. Wir geben alles“, erläutert Evelien Grob. Dass unter diesen sich noch etwas fremden Spielerinnen bereits ein guter Teamgeist herrscht, zeigt sich bereits. Torhüterinnen Grob bemerkt, dass sie und Vanessa Gerken sich im Tor gegenseitig beraten und unterstützen wollen.

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