Politik | 24.10.2013

Neubau des Städtischen Hallenbades zur Stärkung des Oberzentrums Koblenz

Koblenz. Seit mehr als einem Jahr ist das Koblenzer Stadtbad in der Weißer Gasse wegen Einsturzgefahr nun schon geschlossen. Wer dennoch außerhalb der Freibadsaison dem Schwimmsport nachgehen möchte, ist gezwungen, sich mit Schulklassen, Vereinen und anderen Freizeitschwimmern das kleine Beatusbad zu teilen.

„Dies kann jedoch bestenfalls eine Übergangs- aber keine Dauerlösung sein“, gibt Monika Sauer, sportpolitische Sprecherin der CDU-Stadtratsfraktion zu bedenken. Um die große Nachfrage der Schwimmer abzudecken, sei das Beatusbad schlichtweg ungeeignet. CDU-Fraktionsvorsitzende Anne Schumann-Dreyer bekennt sich daher klar zu einem neuen städtischen Hallenbad: „Dass ein solcher Bedarf besteht, bestätigen auch die mit einer entsprechenden Prüfung beauftragten Experten. Wir haben uns in der Fraktion inzwischen ausgiebig mit der am 5. September im Sportausschuss vorgestellten Machbarkeitsstudie befasst und sind zu dem Ergebnis gekommen, einen Neubau zu befürworten.“ Dabei sei man sich durchaus der hohen Hürden bewusst, die angesichts der angespannten Haushaltslage und der Zwänge der Haushaltskonsolidierung zu überwinden wären, zumal der Stadtrat für den Fall eines Neubaus bereits 2010 beschlossen hatte, von einer Kooperation mit einem privaten Investor abzusehen. Die CDU-Fraktion werde daher in der Stadtratssitzung am 31. Oktober erneut auf den Rückbau des Stadtbades in der Weißer Gasse drängen, wie es im Beschluss vom 9. November 2012 bereits festgelegt worden sei. Gleichzeitig wolle man die Verwaltung beauftragen, für die frei werdende Fläche ein Interessenbekundungsverfahren einzuleiten.

Durch die aus der Vermarktung des Geländes erzielten Erlöse sollen einerseits die mit dem Rückbau verbundenen Kosten aufgefangen und andererseits eine Anschubfinanzierung für das neu zu errichtende Hallenbad gewonnen werden. „Aufgrund der außerordentlich guten Lage, die sich harmonisch in das Landschaftsbild an der Mosel einfügt, sei durch die Veräußerung des Grundstücks eine nicht unerhebliche finanzielle Grundlage für den Neubau zu erwarten“, so CDU-Ratsmitglied Stephan Otto.

„Darüber hinaus regen wir an, eine entsprechende Mitfinanzierung durch das Land zu prüfen“, so Schumann-Dreyer weiter. Schließlich werde durch den ersatzlosen Abriss des landeseigenen Hallenbades auf dem Oberwerth, welches ausschließlich Sportstudenten und Vereinen vorbehalten gewesen sei, das Angebot des Hochschulstandortes Koblenz weiter geschwächt. Deshalb soll der Ausschuss für Hochschulfragen sich ebenfalls mit der Thematik befassen, schlägt Ratsmitglied Claudia Probst vor.

Hier habe die Landesregierung die Möglichkeit, die Qualität der immer wieder von ihr hervorgehobenen Förderung des Hochschulstandortes Koblenz deutlich zu steigern und dem Oberzentrum sowie der ganzen Region zusätzlichen Auftrieb zu geben. „Wir haben uns jedenfalls lange genug mit dem Thema beschäftigt. Jetzt müssen Entscheidungen getroffen werden. Die Verwaltung wartet anscheinend nur noch auf ein Signal des Rates“, so Anne Schumann-Dreyer abschließend.

Pressemitteilung

CDU Stadtratsfraktion Koblenz

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