Politik | 31.07.2026, 08:12 Uhr

Moselufer schützen

Petition für Moselufer-Ausbau-Stopp und Baum-Erhalt in Koblenz-Moselweiß

Moselufer Moselweiß

Koblenz-Moselweiß. Mit einer Petition auf openPetition fordert die Interessengemeinschaft Moselufer Moselweiß einjähriges Moratorium für die vom Koblenzer Stadtrat beschlossene Ausbauvariante des Projekts „Moselweiß Moselufer – Ausbau Rad- und Gehweg“. Ziel ist es, Zeit für eine ergebnisoffene Prüfung von Alternativen, eine echte Bürgerbeteiligung und den Schutz des wertvollen Baumbestands am Moselufer zu gewinnen.

Die Initiative betont ausdrücklich, dass sie den Radverkehr und den Ausbau einer sicheren Radverkehrsinfrastruktur unterstützt. Die Kritik richtet sich nicht gegen den Radverkehr, sondern gegen die derzeit geplante Ausführung des Projekts.

Nach den vorliegenden Planungen müssten entlang des Moselufers mindestens 27 prägende, 50 bis 80 Jahre alte einheimische Bäume gefällt sowie natürliche Ufervegetation entfernt werden. Nach Auffassung der Interessengemeinschaft würde dies erhebliche Auswirkungen auf das Stadtklima, die Artenvielfalt, die Aufenthaltsqualität und den Charakter eines der wichtigsten Naherholungsgebiete für die Stadtteile Moselweiß und Rauental haben. Auch zeigt die der Interessengemeinschaft vorliegende unabhängige fachliche Stellungnahme zur Bewertung der betroffenen Bäume, dass es sich um einen überwiegend vitalen und verkehrssicheren Baumbestand mit durchaus positiver Entwicklungsperspektive handelt. (die Stellungnahmen ist auf der Internetseite einzusehen)

Darüber hinaus sieht die Initiative Defizite im bisherigen Planungsprozess. Bemängelt werden unter anderem das Fehlen einer frühzeitigen Bürgerbeteiligung, die aus ihrer Sicht unzureichende Prüfung von Alternativen sowie mögliche Nutzungskonflikte zwischen Fußgängerinnen und Fußgängern sowie dem künftig deutlich stärkeren Radverkehr.

Mit der Petition werden der Oberbürgermeister und der Stadtrat der Stadt Koblenz aufgefordert,

* ein einjähriges Moratorium für die beschlossene Ausbauvariante zu beschließen,

* ein transparentes, dialogorientiertes Beteiligungsverfahren mit den Bürgerinnen und Bürgern durchzuführen,

* alternative Lösungen – insbesondere eine Tempo-30-Regelung auf der B49 mit möglicher Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn – umfassend zu prüfen,

* bis zum Vorliegen eines unabhängigen Baumgutachtens keine Bäume auf der Projektstrecke zu fällen sowie

* den Moseluferweg dauerhaft als naturnahen Erholungs- und Begegnungsraum zu erhalten.

„Das Moselufer verbindet Natur, Erholung und Lebensqualität. Diese Qualitäten dürfen bei der Planung einer modernen Verkehrsinfrastruktur nicht verloren gehen. Wir sind überzeugt, dass es Lösungen gibt, die sowohl den Radverkehr stärken als auch den wertvollen Baumbestand und den Charakter des Moselufers erhalten“, erklärt die Interessengemeinschaft Moselufer Moselweiß.

Mit dem Start der Petition ruft die Initiative alle Bürgerinnen und Bürger aus Koblenz und der Region dazu auf, sich an der Diskussion über die Zukunft des Moselufers zu beteiligen und die Forderungen zu unterstützen.

Weitere Informationen zur Petition und zum Projekt finden Interessierte auf der Internetseite der Interessengemeinschaft unter https://moselufer.moselweiss.de sowie über https://moselweiss.de

https://www.openpetition.de/knrkj

Weitere Themen

Moselufer Moselweiß Foto: Selbst

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Werbeplan 2026
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Imageanzeige
Premium-Titel 2
Michelsmarkt
Bee Gees Musical Koblenz
Empfohlene Artikel
Acht Stationen hatte die Sommer-Tour des SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Thorsten Rudolph. Unter anderem besuchte er auch die ADAC-Luftrettung in Koblenz.
24

Region Koblenz. Wie gut ist unsere Region auf Krisen, Gefahren und neue Bedrohungen vorbereitet? Dieser Frage ist der Koblenzer SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Thorsten Rudolph in den vergangenen Wochen bei seiner Sommer-Tour unter dem Titel „Sicherheit in unserer Region“ nachgegangen. Nach acht Stationen zieht er Bilanz: „Die Sicherheitslage hat sich grundlegend verändert – und deshalb muss auch der...

Weiterlesen

CDA Kreis Koblenz, Herbert Dott, Vorsitzender
107

Koblenz. Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) Kreis Koblenz begrüßt den von der Bundesregierung vorgelegten Aktionsplan gegen Sozialleistungsmissbrauch. Die geplanten Maßnahmen sollen insbesondere den Datenaustausch zwischen Behörden verbessern, Kontrollen erleichtern und organisierte Strukturen hinter Scheinarbeitsverhältnissen und sogenannten Schrottimmobilien stärker ins Visier nehmen.

Weiterlesen

Nach der Führung durch den Bundestag stellte sich die Gruppe noch für ein Erinnerungsfoto auf.
33

Koblenz. Berliner Geschichte, Reichstagskuppel und Politik aus erster Hand: Ein spannendes Programm erwartete die Gäste aus Koblenz und den Landkreisen Mayen-Koblenz und Rhein-Lahn, die auf Einladung des Wahlkreisabgeordneten Josef Oster (CDU) in die Bundeshauptstadt gereist waren. „Das sind immer besonders schöne Anlässe, wenn Besuch aus der Heimat kommt“, so Josef Oster, der sich beim politischen...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Marktmeister Lars Rittgen hat die Pläne für den Michelsmarkt und den Wochenmarkt stets im BlickFotos: WAMFO.DE
330

BLICK aktuell sprach mit Marktmeister Lars Rittgen über die Vorbereitungen zum Michelsmarkt und über die Wochenmärkte in Andernach

„Bevor der Michelsmarkt beginnt, ist die Arbeit längst in vollem Gange“

Andernach. Der Michelsmarkt gehört zu Andernach wie die Stadtmauer, der Geysir und der Rhein. Wenn sich im Herbst die Innenstadt mit Fahrgeschäften, Buden, Händlern und zahlreichen Besuchern füllt, wirkt vieles selbstverständlich. Doch bevor sich die ersten Karussells drehen und die Marktstände öffnen, steckt bereits eine Menge Arbeit dahinter.

Weiterlesen

Die Wallstraße in Sinzig.  Foto: ROB
845

Der Verkehr in der Wallstraße ist für manchen Anwohner ein Problem - aber nicht nur da gibt es Probleme, wie uns nun ein Leser schreibt

Leserbrief: Gefährlicher Straßenverkehr in Sinzig

Als Anwohner der Ausdorferstraße kann ich den Bericht über die Wallstraße voll und ganz bestätigen. Jeden Abend hören wir, wie Autos mit quietschenden Reifen durch den Kreisel rasen.

Weiterlesen