Termine | 27.08.2026, 14:48 Uhr

Offene Denkmäler Lahnstein

Sechs Wahrzeichen öffnen am Tag des offenen Denkmals in Lahnstein

Die Johanniskirche in Niederlahnstein.
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Besichtigungen bei freiem Eintritt am 13. September

Lahnstein. An jedem zweiten Sonntag im September wird Geschichte in ganz Deutschland lebendig: Zum bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“, der von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert wird, öffnen historische Bauwerke und Kulturstätten ihre Türen – sechs davon in Lahnstein.

Von mittelalterlichen Bauwerken bis hin zu eindrucksvollen sakralen Stätten eröffnet sich den Besuchern eine große Vielfalt historischer Orte. Der Eintritt ist kostenfrei, vielerorts ergänzen Führungen das Programm. Dabei geht es nicht allein um Baustile und architektonische Besonderheiten, sondern auch um die Geschichten hinter den alten Gemäuern: Ereignisse, Menschen und Begebenheiten, die die Denkmäler über Jahrhunderte geprägt haben.

Eine Premiere gibt es in diesem Jahr auf dem Friedhof in der Allerheiligenbergstraße: Erstmals öffnen dort zwei historische Gruftkapellen ihre Türen für Besucher. Die im neugotischen Stil errichteten Kapellen der Familien Daniel Douqué und Wilhelm Douqué stammen aus den Jahren 1890/91 und befinden sich in der obersten Grabreihe des Niederlahnsteiner Friedhofs.

In den vergangenen Monaten haben Josef Maldener und Roman Wambach vom Förderkreis Allerheiligenberg die beiden Kapellen ehrenamtlich umfassend gereinigt und damit viele ihrer historischen Details wieder sichtbar gemacht. So sind die Texte auf den Bodenfliesen wieder lesbar und auch die Motive der Fenster im Inneren können wieder deutlich betrachtet werden.

Geöffnet ist von 10.00 bis 12.00 Uhr sowie von 14.00 bis 16.00 Uhr.

Die Johanniskirche an der Lahnmündung in Niederlahnstein ist die älteste Emporenbasilika am Mittelrhein. Sie wurde um 1136 erbaut, der Turm bereits um 950 begonnen. Geöffnet ist von 11.00 bis 17.00 Uhr Führungen bieten die Mitglieder des Fördervereins Johanniskirche e.V. zu jeder vollen Stunde an. Die letzte Führung beginnt um 16.00 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Vor dem Kircheneingang gibt es zudem einen Infostand mit Weinausschank.

Der Hexenturm am Salhofplatz wurde vor 700 Jahren als nordöstlicher Turm der mittelalterlichen Stadtmauer erbaut. Seit 1965 wird er als Heimatmuseum und für Trauungen genutzt. Während die Wehrplatte in 25 Metern derzeit wegen Bauarbeiten gesperrt ist, kann der restliche Turm in einer Führung um 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr besichtigt werden. Das Erdgeschoss (Verlies) mit der Abteilung Vor- und Frühgeschichte ist von 13.30 bis 16.00 Uhr zur Besichtigung geöffnet.

Das an die Stadtmauer angebaute Fachwerkhaus Stadtmauerhäuschen in der Hintermauergasse 19, dessen Zimmer bis in die Mauernischen reichen, wurde um 1700 erbaut und war noch bis 1971 bewohnt. Heutzutage befindet sich hier ein Museum für die Wohnkultur des frühen 20. Jahrhunderts. „Erster Schultag“ zeigt der Förderkreis anhand von Bildern, Schultüten und Schreibmaterial, wie sich Aussehen und Ausstattung sowie die Einschulung der Schüler verändert haben.

Die Besichtigung des Hauses ist bis zum Speicher, dem mittelalterlichen Wehrgang, möglich. Dort steht die Dauerausstellung „Alles Backstein oder was?“ zur 2000-jährigen Geschichte von Ziegelsteinen. Geöffnet ist das Stadtmauerhäuschen von 13.30 bis 17.30 Uhr.

Auch Teile von Schloss Martinsburg, Schlossstraße 1, sind zu besichtigen. Der Bau der einstigen Zollburg wurde Ende des 13. Jahrhunderts begonnen und diente rund 500 Jahre den Mainzer Erzbischöfen als Zollstelle und Nebenresidenz. Führungen beginnen um 11.00, 14.00 und 15.30 Uhr und dauern ca. 75 Minuten. Vom Innenhof hat man auch Zugang zum Lahnsteiner Fastnachtsmuseum. Das vom Carneval Comité Oberlahnstein geführte Museum ist am Denkmaltag von 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Hier ist alles zu sehen, was die fünfte Jahreszeit nicht nur in Lahnstein zu bieten hat.

Am ehemaligen Güterbahnhof Oberlahnstein steht seit 1899 der dazugehörige Wasserturm, der bis zur Elektrifizierung in den 1960er Jahren die Dampflokomotiven mit Wasser versorgt hat. Der Turm befindet sich noch im Originalzustand und wird von seinem Besitzer für Ferienwohnungen hergerichtet. Geöffnet ist von 10.00 bis 18.00 Uhr. Führungen finden nach Bedarf statt, zur Stärkung gibt es Kaffee und Kuchen.

Pressemitteilung Stadt Lahnstein

Das Stadtmauerhäuschen in Oberlahnstein.

Das Stadtmauerhäuschen in Oberlahnstein. Foto: Eva Dreiser / Stadt Lahnstein

Erstmal sind in diesem Jahr die Douqué-Kapellen geöffnet.

Erstmal sind in diesem Jahr die Douqué-Kapellen geöffnet. Foto: Sammlung Stadtarchiv Lahnstein

Die Johanniskirche in Niederlahnstein. Foto: Simon Pilarski

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