Fußball Regionalliga Südwest – Saison 2014/15
TuS Koblenz verliert Spiel und Spieler
TuS Koblenz unterliegt beim Spitzenreiter in Offenbach trotz einer ordentlichen ersten Halbzeit
Offenbach. „Fußball verkehrt“, so zumindest lassen sich die ersten 45 Minuten der Partie der TuS beim OFC zusammenfassen. Aber am Ende war das Ganze dann doch standesgemäß. Der Tabellenführer siegte am Schluss, vor 7.191 Zuschauern, sicher mit 3:0 und kann damit seine Spitzenposition ausbauen. Noch mehr als die Niederlage schmerzt der Verlust von Felix Lietz der Mitte der ersten Halbzeit mit der Trage aus dem Stadion gebracht wurde und wohl erst einmal ausfällt. Zu Spielbeginn lief alles zunächst wie erwartet. Bereits nach gut einhundertzwanzig Sekunden führten die Gastgeber. Eine maßgeschneiderte Flanke von Fabian Bäcker verwertete Benjamin Pintol zur Führung und warf damit alle Planungen der Schängel über den Haufen. Und die Gastgeber machten zunächst noch weiter Druck. Zwar störten die Koblenzer Offensivkräfte die Hessen bereits schon in der eigenen Hälfte aber diese wiederum nutzten dann, mit langen Bällen, den freien Raum in der Schängel-Abwehr und brachten somit das Tor regelmäßig in Gefahr. Aber je länger die Partie dauerte desto besser konnte die TuS sich auf diese Angriffsvariante einstellen und kam auch dann öfter vor von Daniel Endres. So auch bei einem Kopfball von Eldin Hadzic nach knapp 20 Minuten. Dass es dann drei Minuten später plötzlich 2:0 für den Tabellenführer der Regionalliga Südwest stand, war wieder einmal der individuellen Klasse der Offenbacher Offensivkräfte zu danken, die jede Chance zu einem Treffer nutzen können. Nach einem Eckball von Martin Röser war es Markus Müller der, erneut, vollkommen freistehend, einschieben konnte. „Genau das ist halt der Unterschied. Der OFV verfügt über Offensivqualitäten, von denen wir nur träumen können“, zeigte sich Petrik Sander beeindruckt und merkte das das seine Mannschaft gerade in den letzten zwanzig Minuten der ersten Halbzeit selbst einige Gelegenheiten hatte diese aber nicht nutzte. Und da gab es einige. Allein in den letzten sechs Spielminuten hatten die Schängel, einschließlich eines Lattentreffers, gleich mehrfach den Anschlusstreffer auf dem Fuß. Doch diese blieben allesamt ungenutzt, sodass, Rico Schmidt zwar vom Spielstand her zufrieden sein konnte, aber nicht von der Gesamtvorstellung seines Teams. „Wir hatten von allem in den letzten zwanzig Minuten aufgehört Fußball zu spielen und haben es dann als Koblenz stärker wurde, nicht mehr geschafft, einen Gang einzulegen. So kamen diese zu Gelegenheiten, wo mehr als einmal der Anschlusstreffer durchaus hätte fallen können. Hier hatten wir Glück, das unsere Nachlässigkeit nicht bestraft wurde“. Und dass, obwohl die TuS drei Minuten nach dem zweiten Treffer mit der Schulterverletzung von Felix Lietz einen weiteren Rückschlag hinnehmen mussten. Dieser hatte bis zu diesem Zeitpunkt ordentlich gespielt und war nach einem Kopfballduell unglücklich auf seine Schulter gefallen und diese dabei wohl ausgekugelt. Doch von dieser Koblenzer Offensive war nach der Pause nicht mehr viel zu sehen. Schmidt schien in seiner Kabinenansprache die richtigen Worte gefunden zu haben denn fortan bestimmte fast ausschließlich der OFC das Spielgeschehen. Und als dann Fabian Becker (74.) eine Vorlage von Markus Müller Schulte zum dritten Treffer nutzte war die Partie dann endgültig entschieden. „So wie die Mannschaft nach dem Wechsel aufgetreten ist stelle ich mir das vor“, freute sich dann auch Schmidt über die konzentrierte Vorstellung seiner Jungs nach dem Wechsel.
Kickers Offenbach: Endres, Gjasula, Modica, Schwarz, Pintol (82.von der Burg), Bäcker, Maier, Roeser (52.Vetter), Schulte, Mangafic, Müller (82.Scheu).
TuS Koblenz: Vollborn, Hickl, Marx, Laux, Lietz (28.Fritsch), Steuke Softic, Boskovic, Hadzic (77.Dzaka), Qoutschalla, Hauk.
