CDU-Direktkandidat holte den Wahlkreis 200 Koblenz im Handstreich
Überwältigende Mehrheit für Dr. Fuchs
SPD-Mann Pilger errang 30,8 Prozent und zieht über die Landesliste in den Bundestag ein
Koblenz/Region. „Noch nie hatte ein Kandidat im Wahlkreis 200 ein solch gutes Ergebnis. Das ist unglaublich, ich freue mich.“ Das erklärte am Wahlabend der CDU-Kandidat für den Wahlkreis Koblenz Dr. Michael Fuchs. Das Ergebnis kann sich in der Tat sehen lassen: Von fast 140 000 gültigen Stimmen entfielen etwas mehr als 67 000 Erststimmen, also 48 Prozent, auf Dr. Michael Fuchs, der wieder Bundestagsabgeordneter wird: „Ich danke allen Freunden und Helfern und werde meine Politik, mit der ich der Wirtschaft in Deutschland helfe, fortführen, weil das auch Arbeitsplätze schafft“, sagte Dr. Fuchs, der als Direktkandidat den Wahlkreis 200 (Koblenz) im Handstreich holte. Dass er diesen Erfolg am Wahlabend mit seinen Freunden in Moselweiß kräftig feierte war logisch. Aber nicht nur bei den Erststimmen punktete die CDU, auch bei den Zweitstimmen errang sie 45 Prozent, also 63 417 Stimmen.
Der Direktkandidat der SPD, Detlev Pilger, der am Wahlabend nicht erreichbar war, erhielt etwas mehr als 43 000 Stimmen, was 30.8 Prozent bedeutete. Noch schlechter waren die Zweitstimmen mit nur 27,1 Prozent. Der grüne Kandidat Josef Winkler kam auf 8 Prozent, Bettina Lau von den Linken auf 4,9 und FDP und Piraten hatten gerade mal 2,7 und 2,8 Prozent bei den Erststimmen. Bei den Zweitstimmen verbesserte sich die FDP jedoch auf 5,4 Prozent.
Selbst in der SPD-Hochburg Koblenz Stadt erreichte Dr. Fuchs sogar 45,1 Prozent der Erststimmen, während Detlev Pilger auf 31.8 Prozent kam. Das Top-Ergebnis hatte der CDU-Kandidat in der VG Untermosel mit satten 57,1 Prozent, gefolgt von der VG Vallendar mit 54,8 Prozent. Das schlechteste Ergebnis gab es in der VG Bad Ems mit immer noch 42,8 Prozent. SPD-Kandidat Detlev Pilger „fuhr“ die beste Zahl mit 35,8 Prozent in der VG Loreley ein, das schlechteste mit 24,4 Prozent in der VG Untermosel.
Bei den Zweitstimmen war das Bild ähnlich, hier auch wieder die Untermosel mit 52,7 Prozent CDU an der Spitze und Bad Ems mit 40.6 Prozent am Ende. Die SPD erhielt im Wahlkreis 200 die meisten Zweitstimmen in der VG Loreley mit 33,4 Prozent und die wenigsten in der VG Untermosel mit nur 21.8 Prozent.
Die Wahlbeteiligung stieg gegenüber 2009 leicht von 70,6 auf 72,1 Prozent. Dr. Fuchs gewann 3,9 Prozent, der SPD-Kandidat immerhin 2,7 Prozent hinzu gegenüber der Bundestagswahl 2009. Absturz beim FDP-Kandidaten, diesmal war es Prof. Dr. Martin Kaschny, um 6,9 Prozent. Die AfD hatte keinen Kandidaten, kam aber bei den Zweitstimmen direkt auf 4,7 Prozent. Die Grünen verloren gegenüber 2009 bei den Zweitstimmen 1,7 Prozent und landeten bei 7,7 Prozent der Wählerstimmen.
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