Allgemeine Berichte | 26.03.2013

Die Stadt Linz lud in die Stadthalle ein

Auftaktveranstaltung „Belebung der Innenstadt“

Zahlreiche Ideen werden nun gebündelt und bis zum zweiten Treffen für Arbeitskreise zusammengefasst

Eifrig diskutiert wurde an den runden Tischen die Idee zur Belebung der Innenstadt. DL

Linz. Freudig überrascht war der erste Beigeordnete Johannes Hundrieser über die Resonanz auf die Einladung von Stadtbürgermeister Adi Buchwald, an der Auftaktveranstaltung „Linz gestalten - Leben in der Altstadt“ teilzunehmen und Ideen für ein zukunftweisendes Konzept zu sammeln. Abgesehen von etlichen Ratsmitgliedern und Vertretern der Linzer Werbegemeinschaft um Martin Flöck waren Mitte vorheriger Woche rund 100 Linzer in die Stadthalle gekommen.

„Für uns ist die Altstadt Heimat, für unsere Besucher ist die ‚Bunte Stadt am Rhein‘ seit jeher eines der beliebtesten Reiseziele. Aber - darauf darf man sich nicht ausruhen“, so Johannes Hundreiser. Auch an Linz würden Entwicklungen wie in vielen anderen Städten auch nicht vorbeigehen. Leerstände, der Verfall historischer Bausubstanz, Verschlechterung von Straßen und Plätzen sowie damit verbundene Begleiterscheinungen würden eine deutliche Sprache sprechen. „Nichts ist so wichtig auf der Welt wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist“, zitierte der erste Beigeordnete Johannes Hundrieser die Schriftsteller Victor Hugo. Die Idee, eine solche Veranstaltung ins Leben zu rufen, schien zeitgemäß, hatten doch augenscheinlich viele Linzer erkannt, dass es fünf vor zwölf war. Da es aber mit einer Idee nicht getan war, den Stillstand, der bekanntlich Rückschritt bedeutet, aufzuheben, bat der Stellvertreter des erkrankten Stadtchefs die Bürger, sich in Gruppen an sechs runden Tischen zusammenzusetzen und etwa eine Stunde lang ihre Vorstellungen zu fixieren. „Jede noch so kleine Idee kann wichtig sein für die Stadt“, motivierte Johannes Hundrieser die Linzer. Gleichzeitig wies er darauf hin, seinen Namen und die Anschrift sowie die bevorzugten Themen auf dem Anmeldezettel „Ich bin dabei“ anzugeben, der in der mehrseitigen Broschüre beigelegt war. In dieser waren die zehn Punkte aufgelistet und beschrieben, die von der SPD-Ratsfraktion des Stadtrats vorgelegt worden waren und die von allen Fraktionen grundsätzlich begrüßt und als wertvolle Initiative begrüßt worden waren.

Auf großen Plakaten wurden die Ideen von den Gruppen jeweils fixiert und dann von einem Sprecher dem Plenum vorgetragen. Von einer Stadt für Familien, ohne Barriere, da vor allem Ältere die Altstadt beleben, aber auch mit Spielgeräten für die Kinder auf dem Marktplatz sowie einer Betreuung in der Stadthalle an Samstagen und verkaufsoffenen Sonntagen war die Rede. Für ein Museum, ein Mittelaltermarkt und eine historische Verweilstation sowie für die Möglichkeit, das Leben in sanierten Fachwerkhäusern vor Ort kennenzulernen, wurde ebenso geworben, wie für ein Musikfestival, für die Sanierung von Straßen und Plätzen, eine Hundewiese sowie eine Förderung des Radtourismus. „Die Tourismus-Information wird all diese Ideen sammeln und zusammenfassen, so wir bei der nächsten Veranstaltung am Mittwoch 24. April, Arbeitsgruppen bilden können. Deutlich geworden ist aber schon heute, wie vielfältig wir ans Werk gehen können“, freute sich Johannes Hundrieser. Dabei sollten die Linzer nicht übersehen, dass sie das Rad nicht neu erfinden müssen. Unkel hat im zurückliegenden Jahr mit finanzieller Unterstützung von Mainz einen entsprechenden Prozess in Gang gesetzt. Von dem könnte man in Linz profitieren, auch wenn die Probleme in der kleineren Kulturstadt am Rhein mit Bauruinen an exponierter Stelle augenfälliger sind.

Eifrig diskutiert wurde an den runden Tischen die Idee zur Belebung der Innenstadt. DL

Eifrig diskutiert wurde an den runden Tischen die Idee zur Belebung der Innenstadt. Fotos: DL

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Dauerauftrag
Daueranzeige
Dauerauftrag 2025
Alles rund ums Haus
Schulze Klima -Image
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
fit für`s Alter?
Rund ums Haus
Anzeige Lange Samstage
Empfohlene Artikel
Trophäe Deutscher Tierschutzpreis.
13

Region. Menschen, Vereine oder Projekte, die sich für den Tierschutz stark machen, können sich zwischen dem 1. April und 17. Mai 2026 für die Auszeichnung mit dem Deutschen Tierschutzpreis bewerben oder von anderen vorgeschlagen werden. Der Deutsche Tierschutzbund verleiht den Preis - unterstützt von den Tiernahrungsmarken Whiskas und Pedigree - am 19. November bei einer feierlichen Gala im Berliner Humboldt Carré.

Weiterlesen

So könnte der Innenraum der alten Kirche als Stadthalle aussehen.
336

Linz am Rhein. Der Regionalverband Unteres Mittelrheintal des Vereins Stadtbild Deutschland e.V. spricht sich für eine vertiefte Prüfung der Umnutzung des ehemaligen Kirchengebäudes in Linz am Rhein zu einer modernen Stadthalle aus. Ziel ist es, die vorhandene bauliche Substanz sinnvoll weiterzuentwickeln und gleichzeitig einen nachhaltigen Mehrwert für das Stadtbild sowie das kulturelle Leben zu schaffen.

Weiterlesen

Symbolbild.
29

Region. Der März erfreute nicht nur meteorologisch mit warmen Tagen zum Frühlingsanfang, er sorgte auch auf dem regionalen Arbeitsmarkt für eine anhaltende Belebung. Im Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Rhein-Wied-Westerwald, der die Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Rhein-Lahn und Westerwald umfasst, waren im März 17.876 Menschen ohne Beschäftigung gemeldet. Das sind 385 weniger als im Februar, jedoch 240 mehr als im Vorjahr.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
8

Ergebnisoffene Sondierungsgespräche der Sparkasse Westerwald-Sieg und Sparkasse Neuwied für eine Fusion werden nicht weiterverfolgt

Fokus der Sparkassen liegt auf eigenständiger Weiterentwicklung

Region. Nach intensiver und ergebnisoffener Prüfung haben die beteiligten Häuser (Sparkasse Westerwald-Sieg und Sparkasse Neuwied) entschieden, die Gespräche über eine mögliche Fusion nicht weiterzuführen.

Weiterlesen

Die Erwachsenengruppe ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.  Foto: privat
8

Die Magic Dancers Remagen stellen sich vor:

Ein traditionsreicher Verein mit Herz und Leidenschaft

Remagen. Die Magic Dancers Remagen sind ein traditionsreicher Verein mit Herz, Leidenschaft und einer besonderen Geschichte. Gegründet im Jahr 1993, gingen sie ursprünglich aus einer Aerobic-Gruppe hervor. Über die Jahre entwickelten sie sich stetig weiter und sind seit 2025 als eigenständiger Verein organisiert. Heute stehen die Magic Dancers für Gemeinschaft, Kreativität und tänzerische Vielfalt – und das generationenübergreifend.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag Imageanzeige
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht 2026
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Koblenz blüht
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Anzeige KW 14
Unterstützeranzeige