Stadtsoldatencorps „Rut-Wiess“ aus Linz
Begeisternde Manövertour
Dreitägiger Aufenthalt in Speyer wusste die zahlreichen Mitgereisten zu entzücken
Speyer. Das traditionelle Manöver des Stadtsoldatencorps „Rut-Wiess“ führte die Kameraden um Kommandant Markus Paffhausen dieses Jahr zum Brezelfest nach Speyer. Die Anfahrt erfolgte mit dem Linzer Busunternehmen Romahn. Die Teilnehmer der dreitägigen Reise waren bereits auf der Hinfahrt eine lustige und ausgelassene Truppe. Nachdem der Trupp in Speyer angekommen war und die Zimmer bezogen hatte, konnten die ersten Eindrücke von einer der ältesten Städte Deutschlands aufgenommen werden, um dann in der Hausbrauerei Domhof gemeinsam das Abendessen einzunehmen. Die Teilnehmer bevorzugten die regionalen Spezialitäten wie „Saumaache, Läwwerknepp, Grieweworscht oder Gebreedelde“. Anschließend saßen alle im Biergarten des Domhofs bei lauwarmem Sommerwetter. Zur späteren Stunde empfingen die Anwesenden hier das erst jetzt angereiste Funkenmariechen Hanna Bahles, das mit tosendem Beifall empfangen wurde. Das erzeugte bei den Gästen im Biergarten große Fragezeichen, warum so viele junge und jung gebliebene Männer eine einzige hübsche junge Dame so huldigten. Für manch neugierigen Gast konnte das Geheimnis schnell gelüftet werden.
Der zweite Tag stand zunächst zur freien Verfügung. So besuchten einige das weit über die Grenzen hinaus bekannte Technikmuseum oder die zurzeit stattfindende Titanic-Ausstellung. Auch ein Fastnachtsmuseum gab es zu besichtigen. Dominant und erhaben erhebt sich auch der Dom mitten im Stadtzentrum. Hier sind acht deutsche Kaiser und Könige begraben. Ein Besuch dieses großartigen Bauwerks war für viele ein Muss. In unterschiedlichen Gruppierungen verteilt spulte so jeder sein eigen gestricktes Programm ab und fand sich mittags in den vielen Cafés oder Restaurants wieder.
Dann stand am frühen Abend der Höhepunkt des Manövers an - das Brezelfest, das größte Volksfest am Oberrhein. Treffpunkt war ein großes Bierzelt, in dem Plätze reserviert waren. Zunächst nahmen die Ausflügler an einer heiligen Messe teil und erhielten eingangs eine frische Brezel und einen silbernen Brezelanhänger. Nach dem kirchlichen Segen konnte für die Stadtsoldatenkameraden das Fest beginnen: Bei fetziger Musik und frischem Festbier war die Stimmung ausgelassen. Manch ein Kamerad wagte ein Tänzchen mit dem Funkenmariechen.
Auch die Stimmung auf dem Festplatz war grandios. Sowohl bei der Oldie-Band wie auch bei den Fahrgeschäften vergnügten die Gäste sich. Mit viel Schwung und Muskelkraft und einer Portion Ehrgeiz hat Peter Frings den jungen Kameraden zeigen können, wie eine Überschlagschaukel funktioniert. Auf dem Autoscooter fuhren die Meisten zu später Stunde nicht mehr sicher und konnten zu dieser Zeit eine Fahrt ohne anzustoßen nicht mehr gewährleisten. An diesem Abend waren noch viele Nachtschwärmer unterwegs, die sich noch lange vergnügten. Am Tag der Rückreise waren die Strapazen des Brezelfestes nicht zu übersehen. Doch im Bus mit Zwischenstopp im Haus an den Fichten oberhalb von Sankt Martin waren alle wieder vergnügt und fit.
Diese schöne Manövertour organisierte mit viel Liebe zum Detail das ortskundige Mitglied Norbert Salz. Unterstützt wurde er von Siggi Bündgen und Anti Wilsberg. Alle Kameraden zeigten sich bei den Organisatoren mit kräftigem Applaus erkenntlich. Für Funkenmariechen Hanna Bahles, die von ihren Kameraden gut behütet wurde, war es die letzte Tour. Für die kommende Session werden die Stadtsoldaten ein neues Funkenmariechen präsentieren. In Linz am späten Nachmittag angekommen gingen alle wieder ihrem gewohnten Alltag entgegen. Doch alle Teilnehmer erinnern sich gerne an eine sehr gelungene und gut organisierte Manövertour.
Bei feinstem Sommerwetter war natürlich auch Zeit für ein gemeinsames Gruppenfoto. Foto: privat
