Orsberg feierte am Wochenende Sankt-Josephs-Kirmes
Der Berg rockte um ein strahlendes junges Königspaar
Höhepunkt des Festes war am Samstagabend der Königsball mit Stefan Krupp und Johanna Boendgen
Erpel. Mit dem Aufstellen des Kirmesbaums auf dem Platz an der kleinen St.-Josephs-Kapelle eröffnete der Junggesellenverein Orsberg um seine Vorsitzenden Kai Kirschbaum und Oliver Kröll am späten Freitagnachmittag die traditionelle Kirmes des Erpeler Höhenortsteils. Wie in den Jahren zuvor erbebte bei der anschließenden Party nicht nur das Festzelt auf der Gemeindewiese, hatte man für den fetzige Auftakt der Kirmes doch wieder das Motto „Der Berg rockt!“ ausgegeben.
Am Samstagnachmittag trudelten dann mit den Rheinbreitbacher, Unkeler und Erpeler Junggesellen die ersten Gastvereine auf dem Festplatz an, um die Orsberger bei ihrem Königszug zu unterstützen. Nahezu gleichzeitig erschienen auch Vertreter des Sankt-Josephs-Bürgervereins um die Vorsitzende Iris Rosen und das Tambourcorps „Frei weg“ Selhof um die Vorsitzenden Ingo Olbermann und Juergen Heck, das dieses Jahr die musikalische Begleitung des Königszugs übernahm. Zu diesem war aus Bruchhausen auch der Bundesmeister aller Klassen, Bastian Lindlohr, eingetroffen, bevor Hauptmann Kai Kirschbaum und Leutnant Oliver Kröll das Kommando zur Aufstellung gaben, wobei sich Bürgermeisterin Cilly Adenauer als Orts-Chefin bei ihrem Erpeler Junggesellenverein einreihte.
Zunächst den Berg hinab schwenkte die Festgesellschaft schließlich Richtung Kapellenplatz ein, um traditionell am Ehrenmal der Toten der beiden Weltkriege zu gedenken. Allzu weit bis zum Königshaus war es danach nicht mehr, konnte man von diesem aus doch unmittelbar auf den Festplatz blicken. Erwartet wurde der Tross dort bereits ungeduldig von Stefan Krupp, der beim Königsschießen des Orsberger Junggesellenvereins vor einem Monat die Nachfolge seines Bruders Daniel als König angetreten hatte. Als Königin hatte er sich die Unkelerin Johanna Boendgen an seine Seite geholt, während die beiden Majestäten von den Ehrenpaaren Michelle Welsch und Andreas Kuhsel sowie Lisa Bremer und Frederik Römer unterstützt wurden.
Offiziere und Fähnriche standen Spalier am Königshaus
Am Königshaus angekommen, machten die Offiziere der Vereine dem Sextett ihre Aufwartung, während die übrigen Junggesellen zusammen mit den Musikern und den zahlreichen Zaungästen davor fürstlich bewirtet wurden. Dann endlich intonierte das Tambourcorps den Präsentiermarsch, zu dem die Fähnriche mit ihren Fahnen und die Offiziere mit gezogenen Säbeln ein breites Spalier bildeten. Durch das schritten zunächst die beiden Ehrenpaare ins Freie, bevor sich auch Stefan Krupp und Johanna Boendgen strahlend der begeistert applaudierenden Menge zeigten. Nachdem die Majestäten ausgiebig gefeiert worden waren, erfolgte der Befehl, ihnen zu Ehren die Fahnen zu schwenken, was sich die Fähnriche, allen voran der junge Orsberger Michel Klein, nicht zweimal sagen ließen.
Rauschender Königsball bis in die Morgenstunden
Nachdem die „Frei weg“-Musiker die letzten Takte des Rheinischen Schwenkmarsches hatten verklingen lassen, stellte sich der Königszug wieder auf, um auch die letzten Meter zum Festzelt zurückzulegen. In diesem warteten nicht nur die Orsberger, sondern auch die Band „Second Hand“ bereits auf die jungen Majestäten, um für diese zum Königswalzer aufzuspielen. Im Dreivierteltakt tanzten Stefan Krupp und Johanna Boendgen um die Fahnen der Junggesellenvereine, bevor sich ihnen die Ehrenpaare anschlossen, die damit zusammen den Höhepunkt der Orsberger Sankt-Josephs-Kirmes, den Königsball, eröffneten, der erst in den frühen Morgenstunden des Kirmessonntags ein Ende finden sollte.
Strahlend schritten Stefan Krupp und Johanna Boendgen durch das Spalier der Junggesellen-Offiziere.
