Allgemeine Berichte | 14.10.2015

Flüchtlingsfamilien zu Besuch bei der Frauenbegegnungsstätte UTAMARA

Erfahrungen und Erinnerungen geteilt

Auch ein Spaziergang zur Erpeler Ley stand auf dem Programm. privat

Kasbach-Ohlenberg. Von ehrenamtlichen HelferInnen organisiert, besuchten Flüchtlingsfamilien die Frauenbegegnungsstätte UTAMARA. Die Familien, die aus den von Kurden besiedelten Gebieten in Syrien geflüchtet sind, leben seit mehreren Monaten in einer Sammelunterkunft in Koblenz. Der Ausflug sollte den Familien vor allem eine Auszeit bieten. Nach einem Spaziergang auf die Erpeler Ley und einem gemeinsamen Mittagessen lernten die Familien die Arbeit der Frauenbegegnungsstätte kennen. Die Mitarbeiterinnen von UTAMARA stellten die muttersprachliche Beratung, Schutzmöglichkeiten für Frauen und die Angebote zur Gewaltprävention vor. Sie teilten auch ihre eigenen Erfahrungen mit - von den Schwierigkeiten und den Möglichkeiten, sich hier in Europa eine neue Lebensperspektive aufzubauen.

Gegenseitiger Respekt ist wichtig

Es wurde deutlich gemacht, dass es wichtig ist, die Sprache zu lernen, die Lebensart und Gepflogenheiten und ebenso die Werte und Rechte kennenzulernen. Die eigene kulturelle Identität zu bewahren und zugleich ein Teil der Gesellschaft zu werden sei eine große Herausforderung, zugleich aber auch eine Verantwortung gegenüber den Kindern, die hier aufwachsen werden. Für beide Seiten sei es nicht immer einfach, Vorurteile zu überwinden, offen und im gegenseitigen Respekt aufeinander zuzugehen, doch es sei Voraussetzung, um zusammen als Gemeinschaft zu leben.

Zum Abschluss des Tagesausfluges wurde gemeinsam Tee getrunken, Lieder gesungen und Erinnerungen geteilt.

Frauenbegegnungsstätte

UTAMARA e.V.

Auch ein Spaziergang zur Erpeler Ley stand auf dem Programm. Foto: privat

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