Übung der Feuerwehr Unkel
Gewappnet fürs Jahrhundert-Hochwasser
Hochwasser-Veteran Uwe Schumacher unterwies seine Kameraden im Stegbau
Unkel. In Venedig heißt es „Aqua alta“, wenn das Wasser der Lagune über Markusplatz und Piazzetta schwappt. In Unkel wird bei „Land unter“ gegen „Huhwasser“ angekämpft, sobald Vater Rhein sein Bett verlässt und die Füße der Madonnenstatue auf der Promenade an der Burg Unkel umspült. Wie die märchenhafte Stadt an der Adria hilft sich auch die Kulturstadt am Rhein in solchen Fällen mit dem Stegbau, wenn auch nicht ganz so oft und in so großem Ausmaß. Wie das in Unkel geschieht, konnte vorige Woche bei einer Übung der Unkeler Feuerwehr gesehen werden, die der stellvertretende Wehrführer Uwe Schumacher angesetzt hatte.
Voll beladen mit drei Meter langen Bohlen und 24 Stahlpfosten war der Bauhof-Wagen, der am Spätnachmittag am nördlichen Entree der Altstadt, dem Neven DuMont-Platz vorfuhr. „Peter Zehnpfennig und Helmut Horschel vom Bauhof haben diese Konstruktionen gebaut, nachdem bei dem Hochwasser Weihnachten 1993 die Holzbohlen, die damals noch auf Hohlblocksteinen durch die Straße führten, von den Fluten weggeschwemmt worden waren“, erinnerte Uwe Schumacher. Eine wahre Glanztat, wurde die kleine Stadt wie alle Rheinanwohner doch nur rund zwölf Monate später im Januar 1995 von einem Jahrhunderthochwasser heimgesucht.
„Geschwindigkeit ist keine Hexerei“
„Das ist jetzt fast 20 Jahre her und inzwischen sind alles junge Leute im Löschzug. Ich bin der Einzige, der damals diesen Steg noch mit aufgebaut hat“, begründet der stellvertretende Wehrführer die Übung. Bei der sollten seine Kameraden praktische Erfahrungen beim Aufbau der Konstruktion sammeln, um für den Notfall nach dem Motto „Geschwindigkeit ist keine Hexerei“, gerüstet zu sein. Ausgiebig wurde der erste Pfosten begutachtet, bevor dieser in eine der Halterungen versenkt wurde, die in drei Meter Abstand in die Pflasterung der Frankfurter Straße eingelassen worden sind. „Von diesem aus führt noch eine einzelne Bohle in die Bank, damit die Leute auch bei Hochwasser an ihr Geld kommen“, so Uwe Schumacher. Außerdem befinde sich an dieser Stelle auch der Bootsanlegeplatz, von dem aus die Leute im „Seeches“ versorgt würden, ergänzte Helmut Horschel. Und auch der Pendelverkehr zum Bahnhof starte dort.
Da waren längst die übrigen 23, in drei Höhen bis zu einem Meter verstellbaren Trägerpfosten montiert. Nun galt es nur noch, sie mit jeweils drei Meter langen Holzbohlen zu verbinden und fertig war der Steg, auf dem die Bürger selbst bei Hochwasser trockenen Fußes bis zur Änderungsschneiderei „Anayurt“ gelangen könnten. Etwas mehr als eine halbe Stunde hatte der Stegbau nur gedauert, allerdings war dabei nur die Zeit vor Ort berücksichtigt. „Im Falle einer Hochwasserwarnung mit einem so großen Ausmaß, dass ein Steg gebaut werden muss, müssten wir ja zunächst die Holzbohlen und die Pfosten auf den Bauhof-Wagen laden“, so Uwe Schumacher, während seine Kameraden bereits wieder mit dem Abbau begannen.
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