Allgemeine Berichte | 14.10.2015

24. Ausstellung von „Unkeler Kreativ“

Ideenreichtum vieler Köpfe und Hände

An die 40 Künstler zeigen im Sitzungssaal des Verwaltungsgebäudes Ergebnisse ihrer kreativen Arbeit

Viel Beachtung fanden Arbeiten aus nahezu allen Bereichen der bildenden Kunst und des Kunsthandwerks. DL

Unkel. Dicht gedrängt standen die Besucher im Foyer des Unkeler Verwaltungsgebäudes, wollten sie doch auf keinen Fall die Eröffnung der Ausstellung verpassen. „Mit Stolz und Freude begrüße ich Sie zu der 24. Auflage dieser herrlichen Veranstaltung, die ein fester Bestandteil des lokalen Kulturlebens ist“, so Stadtbürgermeister Gerhard Hausen, der namentlich den Hausherrn, VG-Chef Karsten Fehr, und die Organisationschefin Danny Niemayer willkommen hieß. Sein besonderer Willkommensgruß galt aber den jüngsten Künstlern, den Kindern der beiden Unkeler Kindergärten. Und schon luden Scheurener Sankt Pantaleon-Kinder die Besucher mit ihrem Tanz auf die „Regenbogenleiter“ ein, bevor sich die Sankt Marien-Kinder zur Gitarre als die „Matschgeister von Scheuren bis Heister“ vorstellten. Damit spielten die Unkeler Nachwuchskünstler natürlich auf ihre Tonarbeiten an, die wie die Sonnen- und die Weitermalbilder mit Katzen der Scheurener im Foyer zu bewundern waren. Verkauft wurden dort auch, wie in jedem Jahr, selbstgebastelte kleine Kunstwerke der großen Aussteller, die den entsprechenden Erlös im Folgejahr den Kindergärten für ihre kreative Arbeit spenden. So erhielten die beiden Einrichtungen dieses Jahr je 300 Euro.

Künstlerische Vielfalt wurde geboten

Erst nachdem die Vorführungen beendet waren, konnte man die dort ausgestellten Arbeiten bewundern, wie etwa den „Leuchtturm“ und die Giraffe, die Kreativ-Erstausstellerin Gabi Faßbender wie einen „Fahnenmast“ und „Fische“ auf zwei Meter hohe Messlatten gemalt hatte, während ihr Hakenleisten für andere Motive als Bilduntergrund gedient hatten. An der Eingangswand zum großen Sitzungssaal waren die dunklen Tonskulpturen von Hildegard Neunkirchen zu bewundern, die sich dieses Mal den Lausbubenstreichen von Max und Moritz nach Wilhelm Busch gewidmet hatte. So waren neben den „Hauptdarstellern“ auch ihre Opfer „Witwe Bolte“, „Schneider Böck“, und „Lehrer Lämpel“ zu sehen.

Doch auch die Strafe deutet sich an, war „Bauer Mecke“ mit den beiden in einen Sack gesteckten Unverbesserlichen doch bereits unterwegs zur Mühle. „Als älterer Künstler muss man sich zugunsten der jüngeren Aussteller etwas zurücknehmen, sonst würde die Veranstaltung Gefahr laufen, sich mit der Zeit totzulaufen“, erklärte Klaus Sroke, der dieses Mal nur mit vier zarten Aquarellen mit der zur Jahreszeit passenden „Pilzzeit“ und dem „Oktober“ in dem Stellwand-Karree vertreten war, auf das die Besucher direkt beim Betreten des Sitzungssaals stießen. Wie er aus Bad Honnef nach Unkel angereist, allerdings erstmals zu der Ausstellung, war Renate Dax, die sich jeweils abstrakt und naturalistisch mit den Motiven „Rheinverlauf“ und „Lorch“ am Rhein auseinandergesetzt hatte. „Von ihr können Sie sich morgen von 14 bis 15 Uhr auch in die Aquarellmalerei einführen lassen, während nächsten Sonntag Susanne Blank, die auch unsere Website weiterentwickelt und die Einladungskarten entworfen hat, ab 14 Uhr zur Life Painting-Aktion ‚Tierporträts“ in Aquarell einlädt.

Kunst zum Mitmachen

Am Samstag, 17. Oktober kann man ab 14 Uhr mit Cilli Adenauer Armbänder knüpfen und Kunstricken, während heute Doris Heß ab 14 Uhr Erwachsene und Kinder zur Stoff- und Porzellanmalerei einlädt“, erklärte Dany Niemayer. Auch die Freizeitkünstlerin aus Heister war mit ihren großen Seidetüchern „Bärchen“ sowie „Alle Kinder dieser Welt“ und den Seidenmalerei-Glückwunschkarten erstmals bei „Unkeler Kreativ“ vertreten. Das traf auch auf die Rheinbreitbacherin Liliya Stockhausen zu, die nicht nur etwa mit der „Hl. Matrona“ und den „Hl. Peter und Ferronnyia“ kleinformatige Bilder im Ikonenstil ausstellte, sondern auf einem langen Tisch auch selbst genähte Stoffpuppen, wie die „Hippies“ und die „Bräute“ präsentierte. Mit Farbstiften hatte Ausstellungs-Ersttäterin Liesel Walbröhl „Blaue Trauben“ und scharlachrote „Kirschen“ gezeichnet, um direkt daneben mit einem großen „Traubenmädchen“ sowie mit einer Schildkröte, einer Eule und einem Hahn „Zentangle“, den entspannenden Zeichentrend mit sich wiederholenden Mustern vorzuführen.

Auch die Tierwelt war vertreten

Bestaunt wurde vor allem auch das große Puppenhaus, das von Waltraud Fischkandl hinsichtlich seiner vielen Bewohnern als „Villa Maus“ vorgestellt wurde. Konkurrenz machen konnten dieser bei den jüngsten Ausstellungsbesuchern lediglich die samtweichen Kuscheltiere von flauschigen Eulen über Igelchen bis hin zu knuddeligen Teddybären, die der Züchter Wolfgang Schütz neben Kissen, warmen Mützen und Schals aus den Fellen seiner Kaninchen genäht hat. „Die Freude und die Genugtuung, sich mit einem bestimmten Material und einem Thema kreativ auseinanderzusetzen, kann man nur begrüßen. So hat das Zusammenspiel und der Ideenreichtum vieler Köpfe und Hände auch dieses Jahr wieder und dies bereits zum 24. Mal eine bunte Vielfalt von Werken hervorgebracht“, schwärmte Gerhard Hausen, bevor er allen Ausstellern einen anregenden Besuch und den Gästen der Ausstellung Spaß beim Betrachten der vielfältigen Angebote wünschte, die natürlich auch erworben werden können. Möglich ist das noch im Unkeler Verwaltungsgebäude, Linzer Straße 4, bis einschließlich Sonntag, 18. Oktober, täglich von 11 bis 18 Uhr.

Von den kuscheligen Hasen und Eulen aus Kaninchenfell konnten sich die kleinen Ausstellungsbesucher kaum trennen.

Von den kuscheligen Hasen und Eulen aus Kaninchenfell konnten sich die kleinen Ausstellungsbesucher kaum trennen.

Viel Beachtung fanden Arbeiten aus nahezu allen Bereichen der bildenden Kunst und des Kunsthandwerks. Fotos: DL

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