Allgemeine Berichte | 09.10.2026, 12:12 Uhr

Wanderausstellung Flutkatastrophe Linz

MemoriAHR Ausstellung zur Flutkatastrophe im Ahrtal in Linz erleben

Ausstellung MemoriAHR - Linz
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Linz. Erinnerungen bewahren, Schicksale sichtbar machen und für die Zukunft sensibilisieren – unter diesem Leitgedanken wurde am Donnerstagabend, 8. Oktober 2026, die Wanderausstellung „MemoriAHR – Weg der Erinnerung für die Zukunft“ in der Galerie Markt9 auf dem Linzer Marktplatz eröffnet.

Die Ausstellung erinnert an die verheerende Flutkatastrophe vom 14. /15. Juli 2021 und gibt den Menschen aus den betroffenen Orten eine Stimme.

Stadtbürgermeister Helmut Muthers begrüßte die Gäste zur Ausstellungseröffnung. Im Anschluss stellte Annette Holzapfel, Initiatorin der Bürgerinitiative, die das Projekt MemoriAHR ins Leben gerufen hat, die Entstehung und Hintergründe der Ausstellung vor.

In ihrem Beitrag stellte Holzapfel die Entstehung und die Hintergründe des Erinnerungsprojekts vor. Dabei wurde deutlich, wie viel persönliche Erfahrung und gemeinschaftliches Engagement in der Ausstellung stecken: Sämtliche Texte für die 144 Informationstafeln des Stelenwegs sowie die Erlebnisberichte der virtuellen Ausstellung wurden von den 31 Mitgliedern der Bürgerinitiative und mehr als 70 Menschen aus den betroffenen Orten verfasst. So entstand ein Erinnerungsprojekt, das die Ereignisse der Flutnacht und ihre Folgen aus der Perspektive der Menschen dokumentiert, die sie selbst erlebt haben.

In der Galerie sind insgesamt 38 Informationstafeln zu sehen, die sich mit der Flutkatastrophe beschäftigen. Sie geben Einblicke in die Ereignisse jener Nacht, die Schicksale der Betroffenen und die weitreichenden Folgen der Katastrophe.

Ein weiterer bewegender Programmpunkt des Abends war die Lesung von Ute Raschpichler-Saad, Autorin des Buches „Schlafend in die Katastrophe“ und ehemalige Linzer Stadtführerin. In ausgewählten Passagen aus ihrem Buch schilderte sie ihre persönlichen Erfahrungen während und nach der Flutkatastrophe. Ihre Schilderungen machten die dramatischen Ereignisse und die tiefgreifenden Veränderungen im Leben der Betroffenen auf eindrückliche Weise nachvollziehbar.

Für die musikalische Begleitung sorgten Miriam Brackelsberg und Ralf Müllenschläder von Band M, die die Ausstellungseröffnung mit einfühlsamen musikalischen Beiträgen umrahmten und dem Abend einen würdevollen Rahmen verliehen.

Die Wanderausstellung MemoriAHR ist nicht nur ein Rückblick auf die Flutkatastrophe, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Erinnerungskultur. Sie bewahrt persönliche Geschichten, macht die Auswirkungen der Katastrophe sichtbar und regt dazu an, sich mit den Ereignissen und den daraus gewonnenen Erkenntnissen auseinanderzusetzen.

Die Ausstellung „MemoriAHR – Weg der Erinnerung für die Zukunft“ kann noch bis einschließlich Sonntag, 25. Oktober 2026, kostenlos in der Galerie Markt9 auf dem Linzer Marktplatz besucht werden.

Öffnungszeiten:

• Freitag: 16:00 bis 19:00 Uhr

• Samstag und Sonntag: 14:00 bis 19:00 Uhr

Katharina Frings

Eröffnung Ausstellung MemoriAHR - Linz

Eröffnung Ausstellung MemoriAHR - Linz Foto: Heinz-Werner Lamberz

Ute Raschpichler-Saad, Autorin und Betroffene der Flutkatastrophe

Ute Raschpichler-Saad, Autorin und Betroffene der Flutkatastrophe Foto: Heinz-Werner Lamberz

v.l. Andreas Schmickler (Grafiker), Annette Holzapfel (Initiatorin), Angelika Furth (Organisatorin), Ute Raschpichler-Saad (Autorin), Helmut Muthers (Bürgermeister Stadt Linz)

v.l. Andreas Schmickler (Grafiker), Annette Holzapfel (Initiatorin), Angelika Furth (Organisatorin), Ute Raschpichler-Saad (Autorin), Helmut Muthers (Bürgermeister Stadt Linz) Foto: Heinz-Werner Lamberz

Ausstellung MemoriAHR - Linz Foto: Heinz-Werner Lamberz

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