Mit der Realisierung der Freibad-Sanierung geht es stramm voran
Die Unkeler Christdemokraten unterstützten das Projekt mit einem Scheck über 500 Euro
Unkel. Fleißig Rebensaft gebracht, hatte die CDU unter die Besucher des Wein- und Heimatfestes 2011 an ihrem Stand, dessen Erlös für den Förderverein „Freibad Unkel“ vorgesehen war. Mit reichlich Verspätung waren die Christdemokraten um ihren Vorsitzenden Knut von Wülfing nun Anfang des Jahres am Schwimmerbecken aufmarschiert, um den Vorstandmitgliedern des Fördervereins, an der Spitze Katja Lorenzini, einen Scheck in Höhe von 500 Euro zu überreichen. „Der Termin ist zwar recht spät aber nicht ohne Bedacht gewählt“, so der CDU-Vorsitzende. Zum einen habe man das Projekt recht kritisch hinsichtlich seiner Erfolgsaussichten betrachtet. „Da jetzt aber feststeht, dass es kein zurück mehr gibt, wollen wir mit der finanziellen Unterstützung, die Mitglieder des Fördervereins noch zusätzlich motivieren, sich auch für den Betrieb des Freibades zu engagieren und so mit einem positiven Schub in das neue Jahr starten“, so Knut von Wülfling, der sich gleich die Unterstützung seines Kreisvorsitzenden, des Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel gesichert hatte.
„Auch ich war selbst nach der erneuten Förderzusage aus Mainz immer noch mehr als skeptisch hinsichtlich eines Erfolges. Angesichts der hier an den Tag gelegten Beharrlichkeit und der ungebrochenen Zuversicht bin auch ich inzwischen überzeugt, dass man demnächst wieder im Unkeler Freibad schwimmen kann“, so der Politiker aus dem nahen Windhagen. Er sei zwar nicht Mitglied im Förderverein, habe sich für den jedoch in seinem Bekanntenkreis stark gemacht und so einen Spender gewonnen, der das Projekt mit einer Zuwendung in Höhe von 1.500 Euro fördern werden, sagte er zu.
Im Herbst rollen die Bagger an
„Wir freuen uns, dass nun auch die CDU nach etlichen kontroversen Diskussionen voll und ganz hinter dem Projekt steht. Von daher schmälert der später Termin unsere Freude keineswegs“, erklärte Katja Lorenzini. Es ist äußerst wichtig, dass alle in der VG die Freibad-Wiedereröffnung mittragen würden. Und mit der geht es stramm voran. So hat der Förderverein bei der Unternehmensgruppe „monte mare“ bereits den Bauantrag in Auftrag gegeben. „Auch wenn ich mein versprechen, dieses Jahr vom Fünfmeterturm zu springen, nicht einhalten kann, wenn alles wirklich glatt läuft, rollen im Herbst die Bagger an. Falls uns dann der Winter keinen Strich durch die Rechnung macht, können wir im Frühjahr das sanierte Freibad eröffnen, spätestens aber nach den Sommerferien“, zeigte sich Geschäftsführer Werner Henneker mehr als zuversichtlich.
„Auch die Listen, die seit unserer Mitgliederversammlung Mitte November im Scheurener Hof aushängen, haben sich schon gut gefüllt“, ergänzte Katja Lorenzini. Noch bis nach Karneval, also knapp sechs Wochen haben die Mitglieder Zeit, sich für einen der sechs Funktionsbereiche „Technik“, „Immobilien/Grundstück“, „Personal/Planung“, „Finanzen und Eintrittsgelder“, Koordination und Abstimmung mit der VG, „Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit“ sowie „Projektleitung“ verantwortlich zu erklären. Ausgerechnet für den wichtigen Ressort der Bauüberwachung haben sich bislang aber leider zu wenige Freiwillige gemeldet. „Falls sich das nicht ändert, werden wir Profis einkaufen müssen, wobei uns das Geld kosten wird, Mittel, die an anderer Stelle fehlen würden“, bedauerte die Vorsitzende. DL
