Politik | 17.12.2013

Grußwort

Mutig gegen den Strom schwimmen

Adi Buchwald.privat

Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Besucher und Freunde unserer Stadt Linz am Rhein, liebe Linzerinnen und Linzer!

Kennen Sie „Selfie?“ Dieser Begriff bezeichnet den Trend, mit der Handykamera Bilder von sich selbst zu schießen und in das digitale Netz zu stellen. Der besondere Anreiz der „Selfies“ liegt darin, dass der Fotograf die Kontrolle darüber hat, wie er sich präsentieren will. Das ist menschlich und verständlich. Wer möchte nicht in dem Licht erscheinen, das er für sich selbst als das Angemessene erachtet?! Nun haftet solchen Ausprägungen eines Mitteilungsbedürfnisses ja nichts grundsätzlich Schlechtes an. Im Gegenteil - es ist Kommunikationsvehikel: Man sieht ein Lebenszeichen und erfährt etwas über den Anderen. Die andere Seite der Medaille namens Selbstverwirklichung ist der Tanz um das Goldene Ich in den frostigen Sälen der Ellenbogengesellschaft. Vervielfältigt steigert sich der Egotrip zu ritualisierter Ekstase.

Das gilt als Form des Computer-Terrors etwa für die sogenannten „Shitstorms“ mit dem Heraushauen gleichgeschalteter Unverschämtheiten in Richtung südlich der Gürtellinie. Es trifft in Schule und Beruf beim „Mobbing“ zu und im gesellschaftlichen Alltag wird dieses Trio oftmals von der „politischen Korrektheit“ komplettiert, die alles, was nicht in das angepasste Schema passt, an die Wand stellt. Kaum ist das Angriffsziel ausgemacht, wird ungefiltert drauf geprügelt. Dabei wäre es mutig, gegen den Strom zu schwimmen, anstatt sich feige einzureihen.

In diesen Tagen ist einer der größten Persönlichkeiten der Zeitgeschichte verstorben: Nelson Mandela. Warum wurde er zum Giganten der Geschichte? Weil er das Selbstbewusstsein besaß, gegen Ungerechtigkeit aufzustehen. Weil er gleichzeitig das eigene Ego hintenanstellte und für seine Mitmenschen und die Herzens-Sache, für die er eintrat, 27 Jahre im Gefängnis saß. Weil er kein passendes Bild von sich vermitteln wollte, sondern den Auslöser auf den Dienst an der Freiheit, am Frieden und an Gerechtigkeit richtete. Und weil er nach seinem Triumph über die Apartheid nicht verbittert und böse den Gegner von Einst unter der Gürtellinie angriff, sondern zur Versöhnung aufrief. Solche Menschen werden jenseits aller „Schwarz-Weiß-Malerei“ gefeiert, denn sie leben weiter, auch wenn sie tot sind. Dass ein jeder ein kleines Stück der „Lichtgestalt“ Nelson Mandela in sich tragen kann, erhoffe ich für Sie und uns Alle!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien und den Menschen, die Ihnen sonst sehr lieb und teuer sind, frohe und gesegnete Weihnachten, einen guten Rutsch in´s neue Jahr und ein glückliches Jahr 2014!

Ihr Adi Buchwald,

Bürgermeister der

Stadt Linz am Rhein

Adi Buchwald.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2025
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Doppelseite PR/Anzeigen
Ostergruß
fit für`s Alter?
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Stellenanzeige Personalreferent/in
Empfohlene Artikel
Besuch der Leubsdorfer Schützen im Bundestag.
31

Leubsdorf. Auf Einladung der heimischen Bundestagsabgeordneten Ellen Demuth unternahm die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Leubsdorf eine viertägige politische Bildungsreise in die Bundeshauptstadt Berlin. Die Teilnehmer erhielten dabei spannende Einblicke in die Arbeit der Bundespolitik und besuchten zentrale Orte des politischen Geschehens.

Weiterlesen

Ellen Demuth, MdB.  Foto: Tjark Thönßen
31

Kreis Neuwied. Ellen Demuth, direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Neuwied-Altenkirchen, begrüßt die Pläne der Bundesregierung, das Kindergeld künftig ohne Antrag auszuzahlen. Familien sollen dadurch spürbar entlastet und Verwaltungsverfahren deutlich vereinfacht werden.

Weiterlesen

Wie bereiten sich die Abgeordneten auf ihre politische Arbeit vor?  Foto:pixabay.com
241

Region. Nach einem intensiven Wahlkampf ist die Landtagswahl entschieden; doch für die gewählten Abgeordneten beginnt die eigentliche Arbeit jetzt erst so richtig. Ein Blick auf die Stunden und Tage nach dem Wahlergebnis zeigt: Zwischen Feiern, Verarbeiten und ersten politischen Schritten liegt ein enger Zeitplan.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2288

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
133

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Daueranzeige
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag Imageanzeige
Anzeige "Rund ums Haus"
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Container Anzeige
First Friday Anzeige März
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Osteraktion
Anzeige Lange Samstage
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in