Ortsteile Rottbitze und Himberg von Windkraftanlagen bedroht
Rat soll Rückgrat beweisen
Zwischenzeitlich dürfte es sich bis Bad Honnef herumgesprochen haben, dass die Verbandsgemeinde Unkel auf und um den Asberg, also an der Grenze zu Bad Honnef, Windkraftanlagen mit einer Höhe von circa 200 m und in einer Entfernung von den Ortsteilen Rottbitze von 1.530 m und Himberg 1.900 m, errichten will. Naturschutz scheint dabei keine Rolle zu spielen, denn die Anlagen sollen auf dem Gebiet des Naturparks Rhein-Westerwald, mitten in einem FFH-Gebiet und an der Grenze zum Naturpark- und Naturschutzgebiet Siebengebirge entstehen. Das nachgewiesene Vorkommen von Schwarzstorch, Rotmilan, Bussarden, Eulen, Fledermäusen und Gelbbauchunken, Wildkatzen und anderen geschützten Tieren soll dabei nur eine untergeordnete Rolle spielen. Die Feststellung des Bundesumweltamtes, dass für die Energiewende keine geschützten Flächen wie Nationalpark, Naturpark, FFH-Gebiet, Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiet in Anspruch genommen werden müssen, bleibt unbeachtet. Die ebenfalls betroffenen Nachbargemeinden Asbach und Linz wirken zum Schutz ihrer Bürger massiv und ablehnend auf die Verbandsgemeinde Unkel ein. Eine ähnlich klare und ablehnende Haltung der Stadt Bad Honnef fehlt jedoch. Der Schutz der Bürger in Rottbitze und Himberg scheint lediglich eine untergeordnete Rolle zu spielen. Die grünen Vielschreiber, Waldbegeher und besser wissenden Naturschützer halten sich merklich zurück, ihr grünes Innenleben wird offensichtlich von der gewinnbringenden und von den Stromverbrauchern finanzierten Energiewende, jedes KW fördern die Stromkunden mit derzeit 5,227 Cent, überdeckt. Die Koalition von CDU, FDP und Grünen im Stadtrat ist mit Rücksicht auf den grünen Partner offenbar nicht in der Lage konkret und eindeutig gegen die Windkrafträder in der Verbandsgemeinde Unkel Stellung zu beziehen. Der Schutz des Naturparks Siebengebirge, der seltenen und geschützten Tiere, der Landschaftsschutz der Siebengebirgs- und Rheinregion und die zu erwartenden Nachteile für den Tourismus, das alles wird mit Rücksicht auf den grünen Koalitionspartner aufgegeben. Es wird Zeit, dass man in Rat und Verwaltung langsam wach wird und sich darauf besinnt, dass man eine Schutzfunktion auch für die Bürger „auf dem Berg“ hat. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten, dass die Rücksichtnahme auf „Grün“ endlich aufgegeben und klar und unmissverständlich gegen die Windkraftanlagen votiert wird.Prof. Dr. Karlheinz Merten,
Sprecher der Bürgerinitiative
Romantischer Rhein, Bad Honnef
