SPD Ortsverein Linz
Themenreiche Mitgliederversammlung
Die SPD Linz diskutierte über unterschiedliche Themen
Linz. Frauenquote im Stadtrat - das wäre schön, aber wie zu verwirklichen, so die Vorsitzende der SPD Linz, Gezina Stuip, nach der Begrüßung der Mitglieder.
„Von 22 Mitgliedern des jetzigen Linzer Stadtrates sind sechs weiblich. Das sind 27 Prozent. Wir wollen aber, dass mehr Frauen mitarbeiten an den Beschlüssen im Rat. Da im Vergleich zu der älteren Generation die Erziehungsaufgaben immer öfters auf beide Eltern verteilt werden, muss es heute möglich sein, dass auch Frauen abends mal ins Rathaus gehen und nicht immer die Männer oder die älteren Herrschaften. Die Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Neuwied haben in ihrer Broschüre „Mehr Frauen in die Kommunalpolitik“ gezeigt, dass alle städtischen Probleme gerade auch die Frauen direkt betreffen, ob es um Kindergartenplätze, sichere Fahrradwege, Windräder, Bahnlärm, Freibad, Jugendpflege usw. geht. Sie haben ein Auge dafür, wie die Stadt familienfreundlicher gestaltet werden kann. Frauen: Traut euch“, so Gezina Stuip.
Aber auch jüngere Männer sollen angesprochen werden, damit im neuen Stadtrat alle Altersgruppen vertreten sind.
Mit dem Vorsitzenden der Werbegemeinschaft Martin Flöck wurde ausgiebig diskutiert über die gelungenen Veranstaltungen „Linz live“ an den sommerlichen Donnerstagabenden und über den diesjährigen Martinimarkt in Kombination mit „Linz leuchtet“. Martin Flöck reagierte auf die Kritik an dem Weihnachtsmarkt, indem er die vielfältigen Schwierigkeiten bei der Verwirklichung eines ansprechenden Marktes darlegte. Hochwertigkeit der angebotenen Ware sei ihm wichtig. Dies über eine Zeitspanne von vier Wochenenden zu erhalten sei nicht einfach, so Martin Flöck. Reichlich Würstchenbuden und Glühweinstände zu bekommen, wäre kein Problem, aber da legt sich die Linzer Werbegemeinschaft Beschränkungen auf zugunsten der ansässigen Gastronomen.
Als ein echter Erfolg wurde die Arbeit der sechs Arbeitsgruppen zum Thema „Linz gestalten - Leben in der Altstadt“ gewertet. Es müssten jetzt aber Taten folgen, damit sich keine Frustration breitmacht. Es sei vor allem wichtig einen Koordinator und Vermittler zwischen der Stadt und den AGs zu finden, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Dieter Lehmann. Es besteht aber die berechtigte Hoffnung, dass der auch mit den Stimmen der SPD neu gewählte erste Beigeordnete der Stadt, Dr. Jörg Faust, diese Vermittlerrolle übernehmen wird.
Letztendlich sind es die Stadträtinnen und Stadträte, die die Beschlüsse fassen, ob Haushaltsmittel zu Verfügung gestellt werden und/oder ob Fördergelder beantragt werden können. Außerdem hat der Stadtrat unter anderem auch darüber zu beschließen, wo etwas aufgestellt werden darf in der Stadt, ob es um die Spielgeräte für die Kinder oder um den Castenholtz-Brunnen geht. Vordringlich muss sich der Stadtrat seinerseits aber eine Prioritätenliste erarbeiten, denn vieles ist auf die lange Bank geschoben worden. Die wichtigste Frage wird sein: Wofür ist überhaupt noch Geld da?
Mit einer heißen Debatte über das kommende SPD-Mitgliedervotum zur eventuellen Großen Koalition ging der Abend im Winzerhaus mit Wein und Flammkuchen zu Ende.
Pressemitteilung
SPD Linz
