Sportverein 1919 Ochtendung e.V.
45 Minuten die Partie offen gehalten
Ochtendung verliert mit letztem Aufgebot nach Wiederanpfiff völlig den Faden
Ochtendung. Co-Trainer Martin Schleich, der den beruflich verhinderten Cheftrainer Bernhard Spurzem vertrat, war nicht zu beneiden. Das Ochtendunger Team pfiff aufgrund vieler Verletzungen quasi aus dem letzten Loch, und das ausgerechnet im Spiel gegen einen der drei aktuell heißesten Anwärter auf die Staffelmeisterschaft. Trotzdem war Martin Schleich optimistisch: „die SG Kempenich wird ein leichtes Spiel erwarten. Wir müssen ihre Angriffsräume eng machen und uns mit robust vorgetragenem Konterspiel in Szene setzen.“ Diese Rechnung schien aber schon bald gründlich daneben zu gehen, als die Gäste mit zwei frühen Treffern die Gastgebertaktik zum 0:2-Zwischenstand über den Haufen geworfen zu haben schienen. Doch die Blauen kamen zurück ins Spiel, als Ibrahim Ibo Ilser einen Foulelfmeter zum 1:2 verwandelte (23.) und Tobias Krings mit einem parierten Foulelfmeter einen erneuten 2-Tore-Rückstand verhinderte (25.). Von da an spielten die Ochtendunger 20 Minuten lang munter mit. Doch gleich mit Wiederanpfiff waren alle in der Pause gefassten guten Vorsätze quasi über den Haufen geworfen, als ein SG-Angreifer eine Freistoßhereingabe per Kopf ins SV-Gehäuse verlängerte. Die nun entstehende Unordnung im Spiel der Gastgeber nutzte die SG Kempenich schnell zu zwei weiteren Treffern zum 1:5-Zwischenstand (52. und 56.). Das letzte Aufgebot der Ochtendunger hatte nun natürlich nur noch Schadensbegrenzung auf dem Schirm. Und in der Tat rackerten die SV-Akteure redlich, hatten natürlich das ein oder andere Mal auch das Glück des Tüchtigen und konnten den Spielstand beim Vier-Tore-Abstand halten. „Ich bin gespannt, wie wir kommende Woche personell aufgestellt sind. Bessert sich die Lage nicht, sehe ich uns auch bei der SG 99 Andernach II nicht sehr chancenreich“, resümierte Martin Schleich.
Frauenfußball-Kreisklasse
FSG Rüber-Ochtendung - Spvgg Cochem 1:4 (0:2). Kürzlich hatten die Maifelderinnen die Mannschaft der Spvgg Cochem zu Gast. Viel hatte man sich für dieses Spiel vorgenommen, wollte man doch das harmlose Auftreten im Spiel gegen Büchel wieder gutmachen. Doch auch wie in der Vorwoche, war die FSG nicht bei der Sache. Man ließ dem Gegner von Beginn an zu viel Räume und ging nicht konsequent in die Zweikämpfe. So musste Torfrau Andrea Engels bereits nach 11 Minuten das erste Mal hinter sich greifen. Nach dem Rückstand kam man nur schwer in Gang, weil die Gäste von der Mosel die Räume eng machten und nur wenig Chancen zu Kontern zuließen. Gerade als man sich Luft verschaffte, fand ein zu kurz geratener Abstoß postwendend den Weg zum Tor zum 0:2-Pausenstand. Nach einer deftigen Pausenansprache des Trainerduos Walter/Löhr kam die FSG wie ausgewechselt aus der Halbzeit. Direkt setzte man Cochem unter Druck, sodass man zweimal die Chance auf den Anschlusstreffer hatte. Die eigenen Möglichkeiten beantworteten allerdings die Gäste in der 62. Minute mit einem Kontertreffer zum 3:0. Man überließ wieder mehr und mehr Cochem das Spiel und verfiel in den Trott der ersten Halbzeit. Die logische Schlussfolgerung war das 4:0 in der 77. Spielminute. Vieles deutete jetzt auf ein Schützenfest. Doch urplötzlich spielte man wieder so auf, wie in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit.
So konnte Anne Neeb nach einer tollen Sololeistung von Jasmin Prause zumindest den Ehrentreffer zum 4:1-Endstand erzielen. „So schlecht wie in den letzten zwei Spielen haben wir unsere Mädels diese Saison noch nicht erlebt. Nach den guten Spielen gegen Boppard, Andernach und Polch haben wir uns eigentlich mehr erhofft. Momentan funktionieren bei uns die einfachsten Dinge nicht. Das ist sehr schade, weil wir im Vergleich zur letzten Saison einen Riesenschritt nach vorne gemacht haben“ so das Fazit der insgesamt doch enttäuschten Trainer.
Vorschau
SG 99 Andernach II - SV Ochtendung I, Sonntag, 12.30 Uhr. SV Niederwerth - FSG Rüber-Ochtendung, Sonntag, 16.30 Uhr.
Pressemitteilung
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