GRÜNE besichtigten das Wasserwerk in Münstermaifeld
Besseren Einblick in die Wasserversorgung erhalten
Wasserversorgung sollte auch zukünftig kommunal organisiert werden
Münstermaifeld. Der Werkleiter Jürgen Wagner und der technische Leiter Stefan Friedsam begrüßten die Gruppe der GRÜNEN aus dem Maifeld und der Vordereifel im Wasserwerk Münstermaifeld-Metternich. Von hier aus werden die Haushalte in und rund um Münstermaifeld versorgt. Vor etwa zwei Jahren wurde das Werk in Metternich komplett saniert. 1955 erbaut, war es höchste Zeit, die Gebäudesubstanz zu sanieren und die Wasseraufbereitung mit einer modernen Aufbereitungstechnik auszulegen. Das Wasser durchläuft zunächst einen Filter, anschließend erfährt es eine UV-Bestrahlung, durch die eventuell auftretende Mikroorganismen abgetötet werden. Gespeist wird das Werk von sieben Quellen in direkter Umgebung und einer Quelle in Hatzenport. „Durch intensive landwirtschaftliche Nutzung in den Quellengebieten ist das Wasser seit jeher relativ stark mit Nitrat belastet, und das nicht nur im Maifeld, sondern bei mehr als einem Drittel des Grundwasservorkommens in Rheinland-Pfalz. Um dem entgegenzuwirken, hat das Umweltministerium das Programm „Gewässerschonende Landwirtschaft“ gestartet, erläutert Klaus Meurer, Mitglied im Verbandsgemeinderat Maifeld. In einer Pressemitteilung der Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken (GRÜNE) heißt es: „Der Schutz des Trinkwassers, unseres Lebensmittels Nr. 1, steht ganz oben auf der Agenda der Landesregierung. Dazu müssen wir in einigen Regionen des Landes die Nähr- und Schadstoffeinträge in die Gewässer reduzieren.“ Werkleiter Jürgen Wagner ist froh, dass das Gebiet rund um die Wackbornquellen/Münstermaifeld-Metternich aufgrund einer freiwilligen Zusammenarbeit mit den örtlichen Landwirten in das Programm aufgenommen wurde. Das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) wurde beauftragt, gemeinsam mit den Landwirten rund um die Quelle eine gewässerschonendere Bewirtschaftung und Düngung zu entwickeln. „Dabei sei es besonders wichtig, dass die Landwirte in ihrer Produktivität nicht eingeschränkt werden, sondern einfach nur andere Wege der Bewirtschaftung, die zu einem Rückgang der Nitrat-Belastung führen, erprobt werden“, erläutert Wagner. „Durch den Besuch haben wir einen besseren Einblick in die Wasserversorgung der Verbandsgemeinde Maifeld erhalten. Der Wasserversorgungszweckverband Eifel-Maifeld befindet sich in kommunaler Trägerschaft. Die Besichtigung hat uns darin bestärkt, dass die Wasserversorgung auch zukünftig kommunal organisiert werden sollte,“ erklärt Birgit Meyreis, Mitglied im Verbandsgemeinderat Maifeld.
Die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie sind Schutz, Verbesserung und Sanierung aller Grundwasserkörper sowie Gewährleistung eines Gleichgewichtes zwischen Grundwasserentnahme und -neubildung. Der vom Land Rheinland-Pfalz 2012 eingeführte „Wassercent“ wird für die Entnahme von Grund- und Oberflächenwasser erhoben. Die Einnahmen fließen ausschließlich in die Wasserversorgung und die Gewässerrenaturierung. Um die strengen EU-Richtlinien zur Verbesserung der Wasserqualität zu erfüllen, sind bis zum Jahr 2015 Investitionen von rund 420 Millionen nötig. Der Wasserversorgungszweckverband Maifeld-Eifel erhält derzeit mehr Zuweisungen für Investitionen aus dem Wassercent, als er hierfür zahlen muss.
Pressemitteilung BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Verbandsgemeinderat Maifeld
