Allgemeine Berichte | 11.05.2026, 13:55 Uhr

Erinnerung und Mahnung: Sechs neue Stolpersteine verlegt

Walter Marx´ Tochter Silvie Kuhn verfolgte das Geschehen und war sichtlich bewegt.
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Münstermaifeld. Vor dem Haus Krimmgasse 5 in Münstermaifeld wurden in einer bewegenden Feierstunde sechs neue Stolpersteine verlegt.

In Erinnerung an die Witwe Amalia Marx und ihre fünf Kinder. Nur ihre Söhne Ernst, Richard und Walter überlebten nach jahrelanger Flucht in Frankreich und der Schweiz.

Walter Marx´ Tochter Silvie Kuhn verfolgte das Geschehen und war sichtlich bewegt.

„Nach mehr als 80 Jahren bekommt Familie Marx mit diesen Stolpersteinen wieder einen Platz im öffentlichen Leben von Münstermaifeld.“ So kommentierte D. Rauhut von der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz die Stolperstein-Verlegung durch den Förderverein Synagoge Münstermaifeld. Neben Mitgliedern des Fördervereins und der Vorsitzenden Ulrike Elz-Eichler waren auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Jugendliche sowie der Erste Stadtbeigeordnete Michael Büchel-Schwab dabei.

Wolfgang Fuhrmann hatte über das Leben der Familie Marx geforscht und Texte geschrieben, die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums Münstermaifeld vortrugen. Für die musikalische Gestaltung sorgten Nina Simon und Leona Wetzel mit Keyboard und Gesang. „Stolpersteine sind Erinnerung. Erinnerung daran, dass nicht 6 Millionen Juden umgebracht worden sind, sondern 6 Millionen Mal ein Mensch. Sie alle tragen Namen, hatten Hoffnungen und Träume. Sie hatten Herzen voller Liebe und Wärme und waren gesegnet mit enormen Wissen und Können. Und jeder einzelne hoffte bis zuletzt, zu überleben. Stolpersteine erinnern uns an diese einzelnen Menschen. Stolpersteine sind aber auch ein Zeichen christlich-jüdischer Verbundenheit.“ So drückte es Rauhut in einer eindrucksvollen Ansprache aus und appellierte: „Es gab nie den Moment, in dem Antisemitismus und judenfeindliche Straftaten nur noch der Geschichte angehörten. Und so stehen wir heute hier und geben eine gemeinsame Verpflichtung ab: Es ist die Selbstverpflichtung, gemeinsam für die Grundwerte unserer Gesellschaft einzutreten. Die Würde des Menschen ist unantastbar! Auch die Würde jüdischer Menschen ist unantastbar!“

Pressemitteilung VGV Maifeld

Neben Mitgliedern des Fördervereins und der Vorsitzenden Ulrike Elz-Eichler waren auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Jugendliche sowie der Erste Stadtbeigeordnete Michael Büchel-Schwab dabei.

Neben Mitgliedern des Fördervereins und der Vorsitzenden Ulrike Elz-Eichler waren auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Jugendliche sowie der Erste Stadtbeigeordnete Michael Büchel-Schwab dabei. Foto: VGV Maifeld

Die sechs neuen Stolpersteine.

Die sechs neuen Stolpersteine. Foto: VGV Maifeld

Für die musikalische Gestaltung sorgten Nina Simon und Leona Wetzel mit Keyboard und Gesang.

Für die musikalische Gestaltung sorgten Nina Simon und Leona Wetzel mit Keyboard und Gesang. Foto: VGV Maifeld

Walter Marx´ Tochter Silvie Kuhn verfolgte das Geschehen und war sichtlich bewegt. Foto: VGV Maifeld

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