Allgemeine Berichte | 17.01.2014

Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e. V.

„Für die Erziehung eines Kindes braucht man ein ganzes Dorf“

Familienpaten für Andernach, Maifeld, Mayen, Mendig, Pellenz, Vordereifel sollen Familien entlasten - die Caritas sucht weitere Paten mit Lebenserfahrung

Beim ersten Treffen in Andernach stellen (auf dem Podium v. l) Andrea Feld, Gaby Guckenbiehl und Irmgard Hillesheim das neue Projekt potenziellen Paten vor.Privat

Region. Der Anfang ist gemacht: Vier potentielle Familienpaten trafen sich zu einem ersten Infoabend im Bischof-Bernhard-Stein-Haus in Andernach. Der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. möchte an seinen beiden Standorten Andernach und Mayen sogenannte „Familienpatenschaften“ ins Leben rufen, die in Andernach und in der Pellenz, in Mayen sowie in den Verbandsgemeinden Mendig und Vordereifel oder auf dem Maifeld aktiv sind. Patchworkfamilien, Alleinerziehende und Familien, die kleinere Unterstützungshilfen brauchen, die ihnen Familienpaten bieten sollen, indem sie diese begleiten und im Alltag zur Seite stehen. Für Caritasmitarbeiterin Irmgard Hillesheim, Koordinatorin in Andernach, können es „auch kleine Hilfen sein, die eine enorm große Wirkung zeigen, sodass kleine Probleme behoben werden können oder sich nicht zu großen Problemen auswachsen.“ In Schulungen werden die Ehrenamtlichen auf diese Aufgabe vorbereitet und bei ihren Einsätzen beraten und begleitet. Dass interessierte Paten einen „festen und sicheren Platz“ im Leben haben sollten, ist für Caritas-Mitarbeiterin Gaby Guckenbiehl, Koordinatorin in Mayen, unverzichtbar. Und sie nennt die vier wichtigen Eckdaten, die ein Ehrenamtler braucht: „Lebenserfahrung, Geduld, Toleranz und Einfühlungsvermögen.“ Indem Paten Familien unterstützen, tragen sie mit zum guten Klima in den Familien bei und damit auch zur positiven Entwicklung der Kinder. Andrea Feld, Koordinatorin auf dem Maifeld: „Es gibt ja dieses schöne afrikanische Sprichwort: Für die Erziehung eines Kindes braucht man ein ganzes Dorf. Und das find ich sehr gut als Motto für eine Familienpatenschaft, vor allem wenn eine Familie, eine Mutter alleine steht und die Unterstützung, wie sie noch vor 50 Jahren da war, nicht existiert.“ Für die potenziellen Familienpaten gibt es unterschiedlichste Motivationen, bei dem von der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz gefördertem Caritas-Projekt mitzumachen. So möchte ein Teilnehmer nach dem Berufsleben der Gesellschaft etwas zurückgeben.

Potenzielle Patinnen wollen stundenweise eine Betreuung übernehmen, die Freizeit von Kindern gestalten oder Menschen mit Migrationshintergrund bei Behördengängen oder Arztbesuchen begleiten. Irmgard Hillesheim betont, dass Patenschaften kein Ersatz für professionelle Hilfen sein werden: „Wo professionelle Hilfe in einer Familie notwendig ist und wo professionelle Hilfe auch installiert ist, da wird kein ehrenamtlicher Pate eingesetzt werden können.“

Die Caritas sucht weitere Paten mit Lebenserfahrung. Am 10. März um 19 Uhr findet in Mayen ein nächster Infoabend zum Kennenlernen des Projektes statt. Treffpunkt ist das Café CaTI, Caritas Mayen, im Mehrgenerationenhaus St. Matthias in Mayen, St.-Veit-Straße 14.

Interessierte erhalten weitere Informationen bei Irmgard Hillesheim für Andernach und die Pellenz, unter der Tel. (0 26 32) 25 02 26; bei Andrea Feld für Maifeld, unter der Tel. (0 26 51) 9 86 90 und bei Gaby Guckenbiehl für Mayen, Mendig und die Vordereifel, unter der Tel. (0 26 51) 49 33 63. Pressemitteilung

Caritasverband

Rhein-Mosel-Ahr e. V.

Beim ersten Treffen in Andernach stellen (auf dem Podium v. l) Andrea Feld, Gaby Guckenbiehl und Irmgard Hillesheim das neue Projekt potenziellen Paten vor.Foto: Privat

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