Waldbauverein Mayen-Koblenz e.V.
Jahreshauptversammlung
Langenfeld. Bei gut besetztem Hause konnte der Stellvertreter des ersten Vorsitzenden die zahlreichen Mitglieder, den Vorstand, die bewirtenden Hausfrauen sowie die Ehrengäste begrüßen.
Nach Grußworten durch Bürgermeister Alfred Schomisch als Hausherr sowie Verbandsbürgermeister Gerd Heilmann verlief die Versammlung nach Plan der Tagesordnung. Der Geschäftsbericht für das Jahr 2012 wurde von Manfred Fuhr vorgetragen.
Die von Christian Müller geführte Kasse weist einen positiven Stand auf. Somit wurde dem Vorstand durch die Kassenprüfer und der Versammlung Entlastung erteilt.
Das Referat von Dr. Wolfgang Schuh über aktuelle forstpolitische und forstbetriebliche Themen wurde mit großem Interesse verfolgt.
Sehr praxisnah referierte Revierleiter Axel Schneider aus Boos über die Holzmobilisierung im Privatwald. Er brachte an Beispielen die selbst durch Waldbesitzer entstehenden Schwierigkeiten zum Ausdruck, welche aufkommen können, wenn keine gemeinsame Absprache über die Werbung des Holzes festgelegt ist.
Als Fazit wurde festgehalten, dass nur genügend Masse und Abfuhrmöglichkeit finanziellen Erfolg bringen. 10.000 fm aus Privatwald wurden eingeschlagen und durch die Forstämter Ahrweiler und Koblenz verkauft. Der Bericht über die Holzmarktlage, vorgetragen von Forstamtsleiter Hans Jörg Pohlmeier, gab Aufschluss über die derzeitigen Preise in Laub- und Nadelholz.
Zurzeit ist Laubholz an einem Tiefpunkt angelangt, dabei sind Fichte und Douglasie auf gutem Preisniveau.
In der Aussprache wurde über den Anbau von Douglasie gesprochen. Seitens der Landesregierung besteht der Wunsch, bis auf Weiteres auf die nichtheimische Douglasie zu verzichten, weil die biologische Vielfalt nicht gewährleistet sei.
Die Ansicht der Waldbesitzer hierzu ist eine andere: Die Douglasie hat sich in den letzten 60 bis 70 Jahren als Brotbaum entwickelt.
Sie ist widerstandsfähig, wächst schnell und hat sich aufgrund ihrer Holzeigenschaften einen Markt erobert.
Daher fragten sich die Waldbesitzer, wie es möglich sein könne, dass die heutige Forstpolitik ein so kurzfristiges Denken entwickele. Wald brauche 2 bis 3 Generationen, um wirtschaftlich bestehen zu können.
Die diesjährige Lehrfahrt findet am Samstag, 16. Oktober statt und führt in den Westerwald zur Westerwälder Pelletfirma Mann in Langenbach. Verbindliche Anmeldungen an die Geschäftsstelle.