Allgemeine Berichte | 02.06.2026, 10:23 Uhr

KuBa-Chor Maifeld: Konzert begeistert das Publikum

Musikalisches Feuerwerk und Standing Ovations beim Chorkonzert des KuBa-Chor Maifeld

Der KuBa-Chor Maifeld und Beatboxer Saman Dee ließen den Funken nicht nur musikalisch überspringen.
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Münstermaifeld. Mehr als 450 Zuhörer gingen am vergangenen Samstag in der voll besetzten Stadthalle Münstermaifeld auf eine spektakuläre musikalische Reise:

„Liebe und andere Katastrophen“ lautete das Motto des Abends! Ein anspruchsvolles Programm hatte sich der Chor unter Leitung von Kevin Breitbach vorgenommen.

Erstmals in der Chorgeschichte fand das Konzert mit professioneller Licht- und Soundtechnik statt - dafür aber ohne instrumentales Sicherheitsnetz, denn das Programm wurde als reines A-cappella-Konzert auf die Bühne gezaubert.

Lediglich Percussion-Effekte waren eingeplant. Diese kamen allerdings nicht etwa von einem versteckten Schlagzeug - wie manch einer im Publikum zunächst vermutete und die Bühne nach dem Instrument absuchte - sondern vom bekannten Beatboxer Saman Dee, ´der sein außergewöhnliches Talent schon in zahlreichen Fernsehauftritten unter Beweis stellen konnte.

Mit „All you need is love“ war das Publikum ab Minute eins in Mitsing- und Wohlfühllaune. Petra Ritz überzeugte als Solistin gleich im ersten Stück mit ihrer mitreißenden Interpretation des Beatles-Klassikers. Beim Liebeslied „The Rose“ wurde das Publikum von den drei Solistinnen Jennifer Könntgen, Emmi Lauxen und Natascha Spira auf die rosarote Wolke 7 gehoben. Beim Metallica-Evergreen „Nothing else matters“ zeigten die Frauenstimmen, dass man auch eine der bekanntesten E-Gitarren-Einlagen der Musikgeschichte gesanglich vertonen kann. Aktuelle Hits wie „Blinding Lights“ oder der Klassiker „Don’t stop believin‘“, der aktuell ein enormes Revival erfährt, übertrugen mit enormer stimmlicher Energie die gute Laune auf das Publikum.

Neben dem einfühlsamen Solostück „Ich seh dich“ der Frauenstimmen im ersten Konzertteil, zeigten die Männerstimmen ihr komödiantisches Gesangs- und Jodeltalent vor der Pause mit dem Stück „Ruf der Berge“. Angekündigt von den Moderatoren Sarah Reth und Christoph Stoffels mit den Worten: „Liebe ist, wenn beide von der Bergwanderung zurückkommen.“ Im Publikum konnte man förmlich spüren, dass die besungene Konstellation unterschiedlicher Urlaubsvorstellungen durchaus dem ein oder anderen anwesenden Paar bekannt vorkam...

Katastrophe, Trauer und Hoffnung

Die zweite Konzerthälfte war der Katastrophe und damit der Trauer und dem Verlust eines geliebten Menschen gewidmet. Während „Engel“ von Rammstein oder der Welthit „Zombie“ eher brachial die Trauer vertonen, setzten „Summer moved on“ von A-ha und vor allem das ergreifend arrangierte Theodor-Storm-Gedicht „Wohl rief ich sanft dich an mein Herz“ auf die leisen berührenden Töne, die jeweils mit überragend vertonten Schmerzensschreien nicht weniger unter die Haut gingen.

Der letzte Konzertteil war den neuen und vielleicht sogar gute Perspektiven gewidmet, die sich auch nach einer Katastrophe ergeben können. Zunächst ging die Reise ins „Schlaraffenland“. Die moderne Vertonung eines Gedichts von Hofmann von Fallersleben überraschte vor allem mit dem vollen Körpereinsatz, der von den Sängerinnen und Sängern gefordert wurde: eine anspruchsvolle Bodypercussion wurde - trotz der heißen Außentemperaturen - konzentriert dargeboten. Der folgende weltbekannte Hit von John Miles „Music“, der von Oliver Gies anspruchsvoll für Chor arrangiert wurde, gilt als Sinnbild für die heilende Kraft der Musik und wurde vom Chor mitreißend präsentiert. So mitreißend, dass das Publikum klatschend einstieg und den Chor in den rasanten Passagen durch das Lied trug. Der letzte Song „Unwritten“ gab dem Publikum musikalisch den Rat mit auf den Nachhauseweg, die noch unbeschriebenen Seiten des Lebensbuchs zu nutzen und sich auf die wirklich wichtigen Momente des Lebens mit den Liebsten zu konzentrieren.

Mit Standing Ovations und „Zugabe“-Rufen zeigte das Publikum, dass der Chor anscheinend mit seinem neuen Konzertprogramm den richtigen Nerv getroffen hatte. Dankenswerterweise verhalfen an diesem heißen Abend Verbandsbürgermeister Max Mumm und Stadtbürgermeister Erich Krämer dem Dirigenten Kevin Breitbach mit einer gemeinsamen Fächer-Einlage zur notwendigen Kühlung, so dass die Zugabe nicht nur mit einem musikalischen, sondern auch mit echten Bühnenfeuerwerk den Abend abrundete.

Der KuBa-Chor Maifeld und Beatboxer Saman Dee ließen den Funken nicht nur musikalisch überspringen. Foto: Privat

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