Politik | 12.08.2014

SPD demontiert sich derzeit selbst

Maifeld. Ich hatte stets ein großes Herz für die SPD-ParteigenossenInnen: Patenschaft des Schulungsflugzeuges „Anne“ Spurzem, massive Unterstützung von Christoph Schnitzler bei der VB-Wahl 2001 und Weiteres. Vielen Maifeldern wird das UL-Flugzeug mit dem Schriftzug: „SPD - find ich gut“ noch in Erinnerung sein. In 2009 kandidierte ich selbst, weil seitens der SPD zunächst niemand gegen Moesta antreten wollte. Mumm stellte sich erst später zur Verfügung. Die SPD konnte sich entspannt zurück lehnen. Rita Hirsch, Zitat: „An dieser Kampagne beteiligen wir uns nicht“, Zitat Ende. Durch den Wahlkampf von „Ich tu´s“ hatte die SPD überproportional profitiert: 3 Bürgermeister fielen in ihre Hände. Als „Dank“ wurden 2009 die VG-Ausschüsse reduziert/vergrößert, um gezielt die neuen Kleinen - Stange, Mahncke, Aldemir - auszugrenzen.

Die „Wahlhelfer“ mussten sich in den nachfolgenden 5 Jahren auch noch zahlreiche Frechheiten von Dr. Puschke bieten lassen. Dies ist umso schlimmer, da er ja auch als Fraktionsvorsitzender die Meinung der SPD vertrat. Zumindest ließ der „Rest“ der SPD in all den Jahren keine Zweifel daran aufkommen. In Ochtendung des Siegertaumels-2009 mächtig, beschaffte sich die SPD mit ihrer absoluten Mehrheit neben der neuen Bürgermeisterin dann auch noch den 1. UND den 2. Beigeordneten.

Ferner einen zusätzlichen, 2. Posten bei der Komm-Aktiv. Hirsch gegenüber Mumm und Stange (als ehemaliger Mitarbeiter der Komm-Aktiv), Zitat: „Dafür braucht man doch keine Erfahrung“, Zitat Ende. Für mich sind solche Verhaltensweisen pure Raffgier von Macht. Was hat dies denn bitteschön mit dem Wählerwillen und den bisherigen, demokratischen Gepflogenheiten zu tun? - Und nun das große Gezetere, weil die SPD denkt, die Gutmütigkeit, oder die Dummheit der Kleinen sei ein Gewohnheitsrecht?

Schon 3 Wochen vor der konstituierenden Sitzung in Ochtendung fragte die SPD bei Herrn Stange an. „Ich tu`s“ beschloss mehrheitlich: Die generelle Unterstützung von SPD-Kandidaten ohne jegliche eigene Forderungen.

Dieser „Ich tu`s“-Beschluss ging der SPD 1 Woche vor der Sitzung schriftlich an Hirsch, Kalter und Lehnigk-Emden zu. Aber auch: Das ein Herr Dr. Puschke für „Ich tu´s“ in keinster Weise mehr tragbar wäre. - Die Art und Weise wie er mit dem politischem „Gegner“ umgeht ist eines.

Aber wenn man mitbekommt, wie betroffene BürgerInnen in einer Ratssitzung von diesem Herrn abgekanzelt wurden, kommt mir persönlich nur der Kaffee hoch. Ja, „Ich tu´s“ stellte zu Dr. Puschke “ - und nur zu ihm - äußerst hohe Forderungen an die SPD-Spitze. Daher ergeben sich für die SPD-Ochtendung nur 2 Varianten: 1. Die SPD-Spitze besprach das Angebot Stange mit ihren GenossenInnen und alle sind unfähig zu rechnen (10 zu 12), oder: 2. Die SPD-Spitze verheimlichte ihren Partei-GenossenInnen dieses Angebot. Mit der Folge: Die eigenen GenossenInnen innerhalb der Sitzung zusehenden Auges in ihr Verderben rennen zu lassen.

Zumindest erwecken die SPD-Leserbriefe diesen Eindruck nach außen. Dies aber kann nur die SPD selbst wissen. Ich allerdings weiß nicht, welche Variante für die SPD fataler ist?

Horst Mahncke

Ausschussmitglied im VG-Rat Maifeld

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