Fußball-Regionalliga Südwest - Saison 2014/15
TuS Koblenz gelingt zweiter Sieg in Serie
Schängel kommen durch ein Traumtor von Kevin Steuke zu ihrem zweiten Heimsieg der Saison
Koblenz. Leidenschaft, Einsatz und Laufbereitschaft. Dies alle bot die TuS Koblenz bei ihrem Spiel gegen den KSV Hessen Kassel. Und das trotz 25 Minuten Unterzahl nach einer Gelb-Roten Karte gegen Felix Lietz. Am Ende feierte die TuS ihren zweiten Heimsieg in dieser Saison dank eines sehenswerten Freistoßtreffers von Kevin Steuke der dem Team damit auch den Funken Hoffnung erhält, vielleicht doch nochmals Kontakt zum fünfzehnten Tabellenplatz aufzunehmen. Der größte Teil der knapp 1.200 Zuschauer waren nach dem Schlusspfiff in Feierlaune. Grund dafür war aber nicht nur der knappe 1:0-Sieg der Schängel gegen die Elf von Hessen Kassel, sondern auch der Auftritt der TuS im Gesamtpaket. Bereits nach zwei Minuten war der Funke vom Platz auf die Tribüne übergesprungen als Kevin Steuke mit einem Traumtor seine Mannschaft in Front gebracht hatte. Allerdings muss man hier auch eingestehen, dass Kassels Schlussmann Kevin Rauhut ein wenig mithalf, denn das Spielgerät schlug im Torwarteck ein und war somit durchaus haltbar gewesen. Der TuS war dies egal.
Mit der Führung im Rücken schien das Team nun auch über das notwendige Selbstbewusstsein zu verfügen und kam zu weiteren Möglichkeiten.
Die Größte davon vergab Akiyoshi Saito, nachdem Angelo Hauk über seine rechte Seite die Abwehrspieler wie Trainingshütchen stehen ließ und danach den Japaner mustergültig bedienen konnte. Erst Mitte der ersten Hälfte hatten die Nordhessen den Anfangsschwung der Gastgeber besser im Griff und kam auch nach einem Eckball von Tobias Becker durch Benjamin Girth zu ihrer ersten Gelegenheit. Aber dessen Kopfball entschärfte Fabrice Vollborn gekonnt. Auf der Gegenseite hatte noch bis zur Pause Stefan Hickl die Gelegenheit zum zweiten Treffer an diesem Abend. Hier allerdings war Rauhut zur Stelle und parierte glänzend. Somit blieb es bei der knappen Pausenführung. Durchaus verdient denn die Schängel hatte bis zu diesem Zeitpunkt nicht nur die größere Anzahl an Torgelegenheiten, sondern auch wesentlich mehr Spielanteile in der kampfbetonten Partie.
In der 2. Spielhälfte waren die Nordhessen der TuS überlegen
Dies sollte sich nach dem Wechsel jedoch ändern. Zumindest in Sachen Spielanteile waren die Nordhessen nun der TuS überlegen. Allerdings sprangen keine zwingenden Möglichkeiten heraus. Die TuS beschränkte sich aufs Kontern und hatte nach gut einer Stunde Pech, das Schiedsrichter Patrick Meisberger (Frankfurt) ein Foulspiel an Marco Qoutschalla im Strafraum übersah. Dafür übersah er aber nicht das Foulspiel von Felix Lietz zwei Minuten später. Der gelb vorbelastete Abwehrspieler bekam nach seiner Attacke gegen Bektasi die Ampelkarte und muss nun eine Partie aussetzen.
Von nun an kamen die Gastgeber kaum noch über die Mittellinie. Kassel erhöhte von Minute zu Minute den Druck. Das Eckenverhältnis von 8:2 spricht hierbei Bände. Allerdings stemmten sich die TuS Akteure im Kampf und Leidenschaft und am Ende nach 95 Minuten auch mit Erfolg gegen diese Angriffsversuche und retteten den knappen Erfolg über die Zeit.
TuS Koblenz: Vollborn, Matuwila, Hickl, Steuke (86. Dzaka), Laux, Saito (66. Fritsch), Boskovic, Softic (46. Hadzic), Lietz, Qoutschalla, Hauk.
Hessen Kassel: Rauhut, Friedrich (71. Lemke), Müller, Becker, Feigenspan, Schmik, Evljuskin, Bektasi, Perrey (78. Merle), Schulze, Girth (59. Schmeer).
