FWG Maifeld
Von Chancen und Risiken
Demographischen Wandel führt auch zu Veränderungen auf dem Maifeld
VG Maifeld. „Der demographische Wandel beschreibt die Bevölkerungsentwicklung nach Altersstruktur, Geburten- und Sterberate, Zuzug und Abwanderung, und Einwohnerstruktur. Die Prognose dieser Entwicklung hilft der Politik vorausschauender zu planen und diese Trends zum Beispiel bei Infrastrukturmaßnahmen, Vorhaben der Kinder-und Jugendlichenbetreuung sowie der Schulentwicklung als auch bei den Anforderungen für die älteren Generationen aufzunehmen. Aus diesem Grunde begrüße ich ganz herzlich unseren Referenten Marc Battenfeld, der als Jugendkoordinator sowie als Verantwortlicher für den Bereich Senioren/Seniorenbeitrat für die Verbandsgemeinde Maifeld diese Entwicklung bis ins Jahr 2030 gemeinsam mit Diane Regnier in einer Masterarbeit - die aktuell in Berlin mit dem Nachwuchspreis für Demographie ausgezeichnet wurde - für das Maifeld und seine Gemeinden detailliert analysiert hat und uns heute wesentliche Inhalte dazu präsentiert“ , so Frank Breitbach, Vorsitzender der FWG Maifeld. Ein herzliches Dankeschön galt auch dem Verbandsbürgermeister Maximilian Mumm, der diesen Vortrag anlässlich der offenen Mitgliederversammlung ermöglicht hat.
Der Demographische Wandel hat als Vorteil, dass er frühzeitig bekannt ist. Er hat aber auch den Nachteil, dass er langfristig zu betrachten ist und keine kurzfristigen Notwendigkeiten aufzeigt. Die Zahl der Zuhörer (40) gilt als Indiz, dass ein hohes Interesse der Bevölkerung an diesem Thema besteht. Konnte das Maifeld in den letzen Jahrzehnten einen Bevölkerungszuwachs von 40 Prozent bis etwa 2007 mit einer Einwohnerzahl von nahezu 25.000 Einwohnern verzeichnen, so ist die Einwohnerzahl in den letzten Jahren rückläufig. Weniger Zuzug geht mit einem stärkeren Anstieg der Altersstruktur einher.
Die Zahl der Kinder von zwei bis sechs Jahren entwickelt sich von 870 Kindern in 2011 auf circa 740 Kinder in 2030. Die Summe der Grundschüler entwickelt sich im gleichen Zeitraum von 890 aufetwa 690. Gleichsam steigt die Anzahl der Pflegebedürftigen (Stufe I) von 580 auf 860 Einwohner. Dies sind nur einige der interessanten Entwicklungsdaten.
Abhängig von der verkehrstechnischen Anbindung und Infrastruktur sowie weiteren Faktoren fallen diese Trends gemeindebezogen teils unterschiedlich aus. Dank der Masterarbeit konnte Marc Battenfeld auch Einblicke in die Entwicklungstrends der einzelnen Gemeinden geben. Welche Schlüsse muss die Politik daraus ziehen, um diesen Trends einerseits entgegen zu steuern und andererseits diese Trends in die politischen Weichenstellungen der Zukunft aufzunehmen. Diese Fragen beschäftigten die Teilnehmer in der anschließenden Diskussionsrunde. Dabei galt ein besonderer Blick der Infrastrukturentwicklung, dem öffentlichen Personennahverkehr, der Ärzteversorgung und dem altersgerechten Betreuungsangebot auf dem Maifeld. Ebenso wichtig waren den Teilnehmern eine möglichst sachorientierte aber auch ortsnahe Kinder- und Jugendlichenbetreuung. Der Vorstand der FWG Maifeld hat die Anregungen aufgenommen und wird diese in seine politische Arbeit einbringen.
Abschließend sprach sich Frank Breitbach bei dem Referenten für seinen hervorragenden und kurzweiligen Vortrag und allen Teilnehmern für die rege Diskussion aus. „Wir werden uns den einzelnen Themen annehmen und dazu auf unserer Homepage www.fwg-maifeld.de weiter informieren“, so die abschließenden Worte.
Pressemitteilung
der FWG Maifeld
