Politik | 21.09.2015

Gefahrenknotenpunkt in Bell

„Bermudadreieck" soll sicherer werden

Verkehrsschild und Leitpfosten an L82 unweit K56 umgenietet - Ortsbürgermeister fordert bauliche Veränderung -

„Bermudadreieck" soll sicherer werden

Bell. Für den Beller Ortsbürgermeister Bernd Merkler gehören Meldungen wie diese inzwischen schon zu seinem Arbeitsalltag. Dennoch kämpft er ebenso wie die Mitglieder des Beller Gemeinderates weiterhin für eine Entschärfung des Gefahrenknotenpunktes an der L82/K56. Nachdem "Blick aktuell" in der letzten Ausgabe bereits darüber berichtet hatte, dass die Beller Kommunalpolitiker den Bau eines Kreisels anstreben, ging an den Landesbetrieb Mobilität in Cochem eine verkehrsrechtliche Anordnung der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz mit Datum vom 9. September ein, welche an Ortsbürgermeister Bernd Merkler weitergeleitet wurde.

In dem Schreiben heißt es wörtlich: „Am sogenannten 'Bermudadreieck' in Bell hat sich ein tödlicher Verkehrsunfall ereignet. Die Unfallkommission hat sich daraufhin am 1. September vor Ort getroffen und die Verkehrssituation eingehend erörtert. Zunächst wurde festgehalten, dass an dem betreffenden 'Ast' des Knotens die Sichtverhältnisse gut sind und das VZ 205 gut sichtbar ist. Nach nochmaliger Abstimmung der Unfallkommission aufgrund einer Eingabe einer Bürgerin wird als Sofortmaßnahme zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beschlossen, das vorhandene VZ 205 „Vorfahrt gewähren“ an der Einmündung von der L82 kommend auf die K56 durch zwei VZ 206 „Halt Vorfahrt gewähren“ zu ersetzen.

Gemäß § 45 Abs. 3 der StVO ordnen wir hiermit formell die Aufstellung des VZ 206 jeweils rechts und links an der Einmündung in die K56 an. Ebenso wird die Markierung einer Haltlinie VZ 294 angeordnet.“

"Abhilfe nur durch bauliche Veränderung"

Im Gespräch mit" Blick aktuell" sagte Ortsbürgermeister Bernd Merkler zu dieser verkehrsrechtlichen Anordnung: „Diese Maßnahme hätte schon vor 20 Jahren realisiert werden können. Dennoch halte ich sie nicht für eine Lösung des Problems. Meines Erachtens kann hier nur eine bauliche Veränderung - wie zum Beispiel ein Kreisel - Abhilfe schaffen. Ich hoffe sehr, dass es sich bei der aktuellen verkehrsrechtlichen Anordnung um eine provisorische Lösung handelt."

Am Donnerstag, 17. September kam es an der L82 von Wehr in Richtung Maria Laach (K56) offensichtlich wieder einmal zu einem Zwischenfall, bei dem ein Verkehrsschild und ein Leitpfosten „umgenietet“ wurden. Auf Nachfrage bei der Polizei-Inspektion Mayen hieß es, dass keine entsprechende Unfallmeldung vorliege. Dies verwunderte Ortsbürgermeister Bernd Merkler keineswegs. „Außer den offiziell von der Polizei registrierten Unfällen passierten in der Vergangenheit etwa neun Unfälle, die offensichtlich nicht aktenkundig sind, bei denen Verkehrsschilder oder Leitpfosten umgefahren oder beschädigt wurden. So habe ich am Freitag, 18. September erneut festgestellt, dass auf der L82 ein Leitpfosten im Gelände lag. Dass dieser ebenfalls umgefahren wurde, war an den deutlich sichtbaren Reifenspuren zu erkennen, die unter anderem auch belegten, dass der Verkehrsteilnehmer von der stark beschädigten Landesstraße in die Rabatte gefahren war.“

Dass dieser Leitpfosten ebenfalls umgefahren wurde, lässt sich deutlich an den Reifenspuren erkennen, die unter anderem auch belegen, dass hier wohl ein Verkehrsteilnehmer von der L82 abgekommen und in die Rabatte gefahren ist. privat

Dass dieser Leitpfosten ebenfalls umgefahren wurde, lässt sich deutlich an den Reifenspuren erkennen, die unter anderem auch belegen, dass hier wohl ein Verkehrsteilnehmer von der L82 abgekommen und in die Rabatte gefahren ist. Foto: privat

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