Allgemeine Berichte | 12.04.2014

Mayen kennenlernen:

Das Grubenfeld!

Mayens schönste Ecken stellen sich vor: Beliebte Sehenswürdigkeiten, geschichtsträchtige Einrichtungen und weniger bekannte, aber ebenso reizvolle Örtlichkeiten. In dieser Woche: Das Mayener Grubenfeld

Das Mayener Grubenfeld bietet eine wunderbare Kulisse für einen Spaziergang. Kappest/Vulkanpark

Mayen. 7.000 Jahre Basaltabbau und Steinskulpturen - eine einmalige Mischung, dazu noch Terra Vulcania mit der Ausstellung SteinZeiten. Die Bergbaulandschaft des Mayener Grubenfeldes ist auf dem Lavastrom des Bellerberg-Vulkans, der vor 200.000 Jahren aktiv war, entstanden. Hier, nordöstlich der Stadt gelegen, findet man Bergbaugeschichte aus sieben Jahrtausenden. Antike Steinbrüche mit bizarren Basaltlavawänden, unterirdische Abbaukammern und ihre Schächte, moderne Tagebauten mit rekonstruierten Grubenkränen gibt es in dieser einzigartigen, von Menschenhand geschaffenen Kulturlandschaft zu entdecken. Im Grubengelände, der Silbersee.

Ein Info-Rundgang erzählt die Abbaugeschichte des ältesten Steinbruchgebietes in Mitteleuropa. Bis ins 20. Jahrhundert wurde auf dem Mayener Grubenfeld Basalt abgebaut. Archäologische Ausgrabungen belegen, dass bereits die Römer diesen Steinbruch nutzten, Basalt zur Herstellung ihrer Mühlsteine abzubauen. Dieser römische Steinbruch ist heute noch gut zu erkennen.

Am Zugang zum Mayener Grubenfeld befinden sich in den Gebäuden das Erlebniszentrum Terra Vulcania, die Halle mit der Ausstellung „SteinZeiten“, das Labor für experimentelle Archäologie (LEA) sowie der Forschungsbereich Vulkanologie, Archäologie und Technikgeschichte (VAT), beides Abteilungen des Römisch-Germanischen-Zentralmuseums Mainz (RGZM). Alles zusammen, ein einmaliger Wissenstandsstandort.

Ebenfalls auf dem Gelände befindet sich der Skulpturenpark LAPIDEA. Künstler aus aller Welt haben bei dem bis vor wenigen Jahren stattfindenden „Internationalen Naturstein-Sympossien - Lapidea“ jeweils innerhalb von fünf Wochen monumentale Skulpturen geschaffen. Alles aus großformatigen Rohwerksteinen des heimischen Gesteins - Basaltlava, Tuff und Schiefer. Diese von namhaften Künstlern geschaffenen Kunstobjekte sind frei zur Besichtigung und zum Erwerb auf der Area LAPIDEA ausgestellt.

Und noch etwas findet man auf dem Gelände: die größte Fledermauskolonie Europas. Arten, die schon als ausgestorben galten, sind hier gesichtet worden. Im weit verzweigten Stollensystem befindet sich der Lebensraum von mindestens 15 überwiegend streng geschützten Fledermausarten.

Das Mayener Grubenfeld ist ebenfalls eine Station an den „Straßen der Römer“ und Vulkanparkstation. Pressemitteilung der

Stadtverwaltung Mayen

Das Mayener Grubenfeld bietet eine wunderbare Kulisse für einen Spaziergang. Foto: Kappest/Vulkanpark

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