Vortrag zu Führungsverhalten in Unternehmen im Bürgerhaus Miesenheim
Unternehmen profitieren von vertrauensvoller Führungskultur
Landrat lud Managementtrainer zum Impulsvortrag nach Miesenheim ein
Miesenheim. Wie können Unternehmen eine moderne Führungskultur etablieren, die sich positiv auf das innere Unternehmensklima sowie die Wahrnehmung nach außen auswirkt? Wie können Frauen besser in Führungspositionen eingebunden werden und was müssen sie selbst dafür tun? Fragen, die Managementtrainer Martin Wehrle vor 200 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Institutionen im Miesenheimer Bürgerhaus beantwortete. Kompetent, spannend und kurzweilig berichtete der Autor des Beststellers „Ich arbeite in einem Irrenhaus“ von seinen Erfahrungen als Personalberater in verschiedenen Firmen. Die Veranstaltung stand unter dem Leitthema des „Familienfreundlichen Landkreises Mayen-Koblenz“ und wurde von der Kreissparkasse Mayen, der Sparkasse Koblenz sowie der Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein unterstützt.
Landrat Dr. Alexander Saftig freute sich, dass zahlreiche Führungskräfte aus der regionalen Wirtschaft anwesend waren: „Das Thema Führung und, wie Führung erfolgreich eingesetzt wird, bekommt im Rahmen der Fachkräftegewinnung und Fachkräftesicherung eine zunehmende Bedeutung. Jobsuchende erkundigen sich heute umfassend über das herrschende Betriebsklima, bevor sie eine Bewerbung abschicken. Mitarbeiter, die bereits im Unternehmen tätig sind, zahlen Motivation durch Leistung und gute Arbeitsergebnisse zurück. Umfragen zufolge sind Probleme mit dem direkten Vorgesetzten der häufigste Kündigungsgrund.“
Martin Wehrle stellte fest, dass niemand als „perfekte Führungskraft geboren werde“ und deshalb jeder bereit sein sollte, sein Führungsverhalten immer wieder zu reflektieren: „Vorgesetzte müssen situationsbedingt führen. Nur mit Autorität kommen sie nicht weiter. In manchen Situationen sind Entscheidungen, die unter Beteiligung der Mitarbeiter gefällt werden sinnvoll, da sie eine hohe Akzeptanz im Unternehmen besitzen. Wer mitwirken kann, wer ernst genommen wird, der ist motiviert.“
Zur guten Führungskultur gehört heute nicht zuletzt, dass das Unternehmen Möglichkeiten bietet, Beruf und Familie miteinander vereinbaren zu können. Genauso wie ein Unternehmen sich auf junge Familien einstellen muss, wird es sich mehr und mehr auch auf die Bedürfnisse der älteren Menschen einstellen müssen, soll deren enormer Erfahrungsschatz im Unternehmen gehalten werden. „Arbeitsergebnisse sind wichtig - nicht alleine die Arbeitszeit“, ist Managementtrainer Martin Wehrle überzeugt.
Kreischef Dr. Alexander Saftig freut sich, dass sich in Mayen-Koblenz viele Unternehmen mit familienfreundlicher Personalpolitik positionieren, und sichert dabei die Rückendeckung des Landkreises zu: „Wir werden weiterhin konsequent die strategisch angelegte Vereinbarkeit von Beruf und Familie verfolgen. Zentrale Bedeutung besitzt die Fortentwicklung wichtiger Rahmenbedingungen, beispielsweise der Ausbau der Kitabetreuung, der Kindertagespflege sowie das Angebot an Ganztagsschulen. Die Arbeitskreise der Fachkräfteallianz leisten gezielte praxisnahe Unterstützung. Regelmäßig loben wir Wettbewerbe aus, die besonders familienfreundliche Unternehmen auszeichnen.“ Pressemitteilung
Kreisverwaltung Mayen-Koblenz
Martin Wehrle ist bei Führungskräften als Redner und kritischer Diskussionspartner gefragt. Seine Bücher über die moderne Arbeitswelt sind Bestseller.
Starke Partner für eine familienfreundliche Region: Christoph Weitzel, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Mayen, Ulrike Schlotter-Weber, Sparkasse Koblenz, Landrat Dr. Alexander Saftig, Führungskräftecoach Martin Wehrle, Karl-Josef Esch, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Mayen und Lea Bales, Beauftragte für den „Familienfreundlichen Landkreis Mayen-Koblenz“. Fotos: privat
