Fahrradtour durch Meckenheims Geschichte
Acht Jahrtausende Historie „erfahren“
ADFC und Kulturforum präsentieren neue Broschüre
Meckenheim. Das Ambiente hätte man nicht besser wählen können: Im Herrenhaus Burg Altendorf stellten Dieter Ohm und Dr. Jörg Köpke die Broschüre der „Fahrradtour durch die Geschichte der Stadt Meckenheim“ vor. Der Vorsitzende des ADFC Meckenheim, Dieter Ohm, überreichte das handliche Heft an Dr. Jörg Köpke, den Vorsitzenden des Vereins Meckenheimer Stadtmuseum und Kulturforum.
Das Herrenhaus ist nicht nur eine Station des 25 Kilometer langen Rundweges durch Meckenheim, sondern auch ein besonders Kleinod, das zur Begegnungsstätte für Interessenten ausgebaut ist und ein sehenswertes historisches Museum geworden ist (Infos unter www.stadtmuseum-meckenheim.de). Bei der Pressekonferenz in dem schmucken Gebäude stand aber die von Dieter Ohm ausgearbeitete Broschüre im Mittelpunkt. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub und viele Sponsoren hatten es dem örtlichen Vorsitzenden ermöglicht, diese Tour auf zwei Rädern durch achttausend Jahre Historie in Meckenheim aufzulegen. Alle Stadtteile werden durchfahren. Stationen sind der Neue Markt, die Obere Mühle, St. Johannes der Täufer, Stolpersteine, Jüdische Synagoge, Kupferstich Israhel van Meckenem d.J., die verschwundene Burg an der Mühlenstraße, Stephanuskapelle, jüdischer Friedhof, Villa Schmitz, römische Wasserleitung, Pfarrkirche Sankt Petrus und Sankt Lüfthildis, Burg Lüftelberg, steinernes Kreuz an der Unterdorfstraße in der Gemarkung Ersdorf, Katholische Pfarrkirche Sankt Jakobus der Ältere sowie Herrenhaus Burg Altendorf. Auf dem Weg erfahren die Radler und Leser des Heftes, was wo gefunden wurde, was einst dort passierte und welches Gebäude dort stand, wie alt die Kirche ist und viel Wissenswertes mehr.
„Die Strecke schafft man auf dem Rad in zwei bis vier Stunden. Je nachdem, wie lange der Radfahrer an den Stationen verweilt. Die Tour ist übrigens familienfreundlich. Es gibt nur eine kleine Steigung. Es können also Kinder und Erwachsene, Sportler und weniger Trainierte die Stationen ansteuern. Wo man startet, ist natürlich jedem selbst überlassen. Wer sich intensiver um die einzelnen Punkte kümmern und sich genauer informieren möchte, kann ja auch an mehreren Tagen die historischen Stellen anschauen. Es lohnt sich“, erklärte Dieter Ohm. Der Kulturwissenschaftler hatte sich bei der Ausarbeitung darum bemüht, die achttausend Jahre alte Meckenheimer Historie in allen Facetten anzureißen, alle Stadtteile bei der Rundfahrt zu durchqueren. Zielgruppen für die Broschüre seien Schüler, Bürger der Stadt und Touristen, meinten Ohm und Dr. Jörg Köpke. Der freute sich, dass sich beim Geschichtsbewusstsein in den Köpfen Einiges verändert: „Die Menschen interessieren sich wieder mehr für die Geschichte ihrer Heimat. Weniger die Alteingesessenen, die kennen ja die Vergangenheit hier. Etliche Neubürger fragen nach, welche Historie ihre Straße, ihr Haus oder ihr Stadtteil hat, was früher in Meckenheim passierte.“
Den Wandel in Meckenheim kann der Interessent im Herrenhaus erleben oder bei der Rundfahrt. An einigen Stationen können per Telefon Informationen abgerufen werden. Die entsprechenden Audiodateien können auch als mp3-Dateien kostenfrei unter www.rheinvoreifel.tomis.mobil/ heruntergeladen werden. Mehr dazu gibt es unter www.adfc-bonn.de. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub bietet etliche Radrouten in der Region an, im Internet lassen sich ausführliche Pläne und Begleittexte finden. Dieter Ohm: „Wir führen auf Wunsch auch geleitete Radtouren durch, Interessenten können sich bei mir unter Tel. (0 22 25) 91 07 77 melden.“
