Merler Jugendwehr löscht Autobrand
Berufsfeuerwehr-Wochenende für den Nachwuchs
Merl. Richtig viel Spaß hatten die acht Jungs von der Jugendfeuerwehr Merl am „Berufsfeuerwehr-Wochenende“ in ihrer Löscheinheit. Die jungen Floriansjünger durften wie die großen Kollegen bei der Berufsfeuerwehr das gesamte Wochenende in der Wache verbringen und dort auch schlafen. Daher hieß es bereits am Freitagabend einrücken, was für viele den Geist des Abenteuers beinhaltete. Doch wie das bei der Wehr nun mal so üblich ist, an einen geruhsamen Schlaf war natürlich nicht zu denken, denn Jugendwart Christian Kemp und seine Stellvertreter Niklas Marks und Jens Hapke hatten sich eine ganze Reihe von Übungen ausgedacht, welche bis Sonntagmorgen zu absolvieren waren. Dabei konnte der Nachwuchs zeigen, was er bisher in den Übungsstunden gelernt hat.
Alarm! Ein Auto brennt
Besonders spannend wurde es am Samstagmorgen, denn während der eine oder andere noch in den Träumen lag, gab es Alarm und am Waldfriedhof wurde ein brennendes Auto gemeldet. Also rein in die Feuerwehrkluft und dann ging es auch mit dem großen Mannschaftstransporter und Blaulicht zur Unfallstelle. Dort hieß es dann erst einmal die Lage erkunden, denn der simulierte Qualm mittels Rauchbomben war deutlich zu sehen. Unter Atemschutz hieß es dann die Feuerwehrpuppe „Dolly 112“ aus dem Fahrzeug zu bergen und eine Erstversorgung durchzuführen, bevor die Person dem Rettungsdienst übergeben werden kann. Für die anderen hieß es eine Löschwasserversorgung aufzubauen, dazu mussten Schläuche an einen Hydranten angeschlossen werden und der vermeintliche Brand wurde dann mittels Schaumpistole und C-Rohr gelöscht. Im Gegensatz zu einem echten Brand wurde natürlich hier kein wirklicher Feuerwehrschaum verwendet, man behalf sich mittels eines handelsüblichen Fichtennadelschaumbades, und der Feuerwehrmann, der sein Auto für den Übungszweck zur Verfügung gestellt hatte, bekam dieses dann auch fachmännisch abgespritzt. Anschließend ging es zur Besprechung in die Wache zurück und zum Aufräumen, denn die Fahrzeuge müssen stets einsatzbereit sein. Und da es zum Feuerwehralltag mit dazugehört, gab es auch einen Fehlalarm, aber auch eine Personenrettung, wo jemand im Wald vermisst wurde und auch ein Wohnungsbrand wurde simuliert, wo jemand unter einer Obstkiste eingeklemmt war, in der Apfelstadt Meckenheim sicherlich kein unrealistisches Szenario. Da in der Ausbildung bei der Jugendwehr generell das Thema „Erste Hilfe“ einen hohen Stellenwert einnimmt und mit zu den wichtigsten Lerninhalten gehört, konnte hier der Nachwuchs sehr schnell das Gelernte in die Praxis umsetzen und die Betreuer konnten erkennen, wo an der einen oder anderen Stelle noch nachgearbeitet werden muss.
Mitmachtag der Jugendfeuerwehr
Das Leben bei der Jugendfeuerwehr soll aber auch Spaß machen, schließlich rekrutieren die Wehren hieraus ihren Nachwuchs. So ist die Jugendwehr für alle zwischen zehn und 17 Jahren geeignet, und neben der Ausbildung gibt es auch andere Aktivitäten wie Fahrten ins Phantasialand, Kinobesuche oder Zeltlager. Das nächste Großereignis steht ebenfalls vor der Tür. Am Sonntag, 7. Juni, zwischen 11 und 18 Uhr gibt es den traditionellen Mitmachtag der Jugendfeuerwehr Merl, wozu alle Interessierten ins Gerätehaus eingeladen sind. Und diese Einladung gilt ausdrücklich auch für die Mädchen in Merl, denn Frauen sind bei der Feuerwehr längst selbstverständlicher Alltag. Nähere Infos gibt es unter www.jugend.ffmeckenheim.de
Mit der Schaumpistole zu üben macht richtig Spaß.
Erste Hilfe und Bergen gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Wehr.
