Allgemeine Berichte | 30.09.2021

Staatssekretär Dr. Hendrik Schulte ließ sich in Heimerzheim informieren

Brücke über den Swistbach soll in Rekordtempo wiederhergestellt werden

Zum Jahresende soll die Landstraße 182 bei Heimerzheim wieder befahrbar sein - Schon jetzt werden die benötigten Betonfertigteile hergestellt

Staatssekretär Dr. Hendrik Schulte (Siebter von links) ließ sich an der Baustelle der Swistbachbrücke bei Heimerzheim über den Stand der Dinge informieren.Foto: JOST

Staatssekretär Dr. Hendrik Schulte (Siebter von links) ließ sich an der Baustelle der Swistbachbrücke bei Heimerzheim über den Stand der Dinge informieren.Foto: JOST

Heimerzheim. In der Nacht zum 15. Juli wurde die Brücke über den Swistbach an der Landesstraße 182 bei Heimerzheim durch die Starkregenfluten unterspült und stürzte zwei Tage später komplett ein. Vor Kurzem begannen die Arbeiten für den Neubau des Swisttalbrücke, Ende des Jahres soll das Bauwerk fertig sein. Das versprach Diplom-Ingenieur Jörg Kranz, geschäftsführender Gesellschafter der mit dem Neubau beauftragten Heitkamp Unternehmensgruppe (Herne), Staatssekretär Dr. Hendrik Schulte vom nordrhein-westfälischen Verkehrsministerium bei einem Baustellenbesuch.

In nur fünf Monaten solle die 25 Meter lange und 16 Meter breite Brücke fertiggestellt werden, was in „normalen Zeiten“ mindestens zweieinhalb Jahre dauern würde, freute sich Schulte. „Wir haben alle Möglichkeiten ausgereizt und an jedem Rad gedreht, um dies zu erreichen“, machte er auf das „Infrastrukturpaket II“ aufmerksam, das der Landtag beschlossen habe, um mehr Tempo bei Planung und Bau der beim Starkregenereignis beschädigten oder zerstörten Infrastrukturprojekte zu machen.

Kein Planbewertungsverfahren nötig

Aufgrund dieser Neuregelung bräuchten Ersatzneubauten kein Planfeststellungsverfahren mehr, wenn die Änderungen an den Straßen und Brücken rein konstruktive Anpassungen an aktuelle Regelwerke beträfen, die besonders die heutigen Sicherheit- und Verkehrsbedürfnisse berücksichtigten. Damit könne sehr viel Zeit bei der Planung und Umsetzung dringend benötigter Verkehrsinfrastruktur eingespart werden. In den von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten werde dies schon jetzt angewandt - derzeit noch als Ausnahme, um schnell zu helfen. Künftig werde sie jedoch gesetzliche Regel, sagte Schulte.

Zudem könnten Baustellen schneller begonnen werden, weil vorbereitende Maßnahmen schon während des Planfeststellungsverfahrens erlaubt seien. Einzige Voraussetzung: die Maßnahme muss im Zweifelsfall zurückgebaut werden können. „Das heißt, es geht künftig mit dem Bau von Straßen und Brücken schon los, obwohl formal noch kein Baurecht vorliegt“, erläuterte der Staatssekretär. Nicht zuletzt habe das Land dafür gesorgt, dass Ersatzneubauten ohne weitere Genehmigungsverfahren und Umweltverträglichkeitsprüfung errichtet werden könnten, selbst wenn Anpassungen an aktuelle Standards erforderlich seien. Bis zu einem Volumen von 5,3 Millionen Euro könnten Aufträge nach einer Wirtschaftlichkeitsprüfung ohne Ausschreibungsverfahren direkt vergeben werden. Und die Brücke werde aller Voraussicht nach weniger als fünf Millionen Euro kosten, so die bisherigen Kostenschätzungen.

Mobilität schnellstmöglich wiederherstellen

Erfreut zeigte sich auch Straßen.NRW-Direktorin Dr. Petra Beckefeld: „Wir wollen die Mobilität der Menschen schnellstmöglich wiederherstellen. Das beschleunigte Genehmigungsverfahren ist uns dabei eine große Hilfe. Das Ergebnis dieses Zusammenspiels sehen wir auch am Fortschritt dieser Baumaßnahme.“ Wenn das Land die Infrastruktur nicht ans Laufen bringe, hätten es die Kommunen außerordentlich schwer, ihre Schäden zu beseitigen.

Wenn auch die Bauarbeiten an der Brücke selbst erst am 20. September begonnen hätten, werde von der Bevölkerung unbemerkt schon viel länger an dem Projekt gearbeitet, berichtete Schulte. Denn die benötigten Betonfertigteile für die Brücke würden bereits produziert, sodass sie nur noch eingehoben werden müssten, wenn die Widerlager aus kunststoffbewehrter Erde fertiggestellt seien. Und die Erfahrung habe gezeigt: „Wenn die Straße wieder in Ordnung ist, kommen auch die Menschen zurück.“ JOST

Staatssekretär Dr. Hendrik Schulte (Siebter von links) ließ sich an der Baustelle der Swistbachbrücke bei Heimerzheim über den Stand der Dinge informieren.Foto: JOST

Staatssekretär Dr. Hendrik Schulte (Siebter von links) ließ sich an der Baustelle der Swistbachbrücke bei Heimerzheim über den Stand der Dinge informieren.Foto: JOST

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 1

  • Rüdiger Knieps: Kesseling im Kreis Ahrweiler
  • Michael Kroeger: Bestätigung Wahlergebnis am 13.4.2026. Mark Geimer wird Stadtbürgermeister. Unterschrift Nutzungsvertrag Windkraft am 17.4.2026 durch den 1. Beigeordneten Werner Lahme. Die Vereidigung Mark Geimer als...
Dauerauftrag 2026
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Kleinanzeigen
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Kirmes Polch 2026
Suchen Auslieferungsfahrer
Kirmes Polch
Floristik Meyer
Kirmes Löhndorf
Titelanzeige
Empfohlene Artikel
Ein Blütenfest ohne den Kuchenstand der Landfrauen? Unvorstellbar! Fotos: DU
16

Meckenheim. Standesgemäß mit Blütenkönigin Antonia Augenstein, Bürgermeister Sven Schnieber und jede Menge Publikum ging am vergangenen Sonntag die 16. Auflage des Meckenheimer Blütenfest an den Start. Der Topos „an den Start“ passt und passte perfekt zum Blütenfest, denn dieser besondere Event ist immer auch ein Highlight für Radfahrerinnen- und Radfahrer, die heuer auf einer 14,5 Kilometer langen...

Weiterlesen

Weitere Artikel
5

Abgabe bis 15. Mai online über das Programm LEA

Jetzt Anträge zur Agrarförderung einreichen

Region. Bis zum 15. Mai können Landwirtinnen und Landwirte Anträge auf „Agrarförderung 2026“ stellen. Bezuschusst werden Direktzahlungen, Ökoregelungen, gekoppelte Tierprämien, die Ausgleichszulage sowie die Weitergewährung für Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen und des Ökologischen Landbaus. Die Förderung der landwirtschaftlichen Betriebe erfolgt nach den Regelungen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag Imageanzeige
Holz Loth-Entsorgung
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Rund ums Haus "Baustellen / Wertstoffhöfe"
Kirmes Polch
neue Heizung?
Werksverkauf Anhausen
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Kirmes Polch
Handwerkerhaus
Löhndorfer Kirmes
Kirmes Löhndorf
Anzeige KW 16
Titelanzeige
Ausverkauf
Maibaumstellen Heimersheim
Maibaumstellen Heimersheim