Allgemeine Berichte | 07.10.2014

Heimatverein Meckenheim besuchte das Haus der Seidenkultur in Krefeld

Das Spiel der tausend Fäden

Mit vielen neu gewonnen Eindrücken kehrten die Mitglieder des Heimatvereins Meckenheim aus Krefeld zurück. privat

Meckenheim/Krefeld.Im Rahmen der Reihe „Heimische Industriegeschichte“ besuchte der Heimatverein Meckenheim das Haus der Seidenkultur in Krefeld. 25 Mitglieder des Vereins erreichten nach einer längeren, aber urgemütlichen Zugfahrt Krefeld und wurden dort im Haus der Seidenkultur vom Geschäftsführer des Fördervereins herzlich begrüßt. Das Industriedenkmal in der Luisenstraße ist eine ehemalige Seidenweberei, die Ende der 90er-Jahre ihre Pforten endgültig schließen sollte. Der Initiative der Frau des letzten Inhabers war es zu verdanken, dass der Betrieb in ein Industriemuseum umgewandelt wurde und so die alte Kunst der Paramenten- und Seidenweberei nachfolgenden Generationen weiterhin vorgeführt werden konnte. Seit 1908 fertigte die Paramentenweberei von Hubert Gotze Stoffe für liturgische Gewänder und war zeitweise sogar weltbekannt.

Nach einem sehr informativen Film wurde die Gruppe von einem der letzten, noch lebenden Mitarbeiter der Firma durch das Haus geführt. Das damals vornehme, sogenannte „Vier Fenster Haus“ besaß zwei getrennte Eingangstüren, eine für vornehme Kundschaft, die andere für Personal und Lieferanten. Der Heimatverein wurde durch die erste Tür hereingebeten. In dem historischen Websaal befanden sich in der ersten Etage acht hölzerne Handwebstühle mit Jaquardaufsatz, auf denen sowohl einfache Leinenstoffe, als auch kostbare Brokatgewebe hergestellt werden konnten. Die Erklärung der Techniken des Webens und Vorführung der Webstühle vermittelte in beeindruckender Weise dieses alte Handwerk. Man verfolgte gebannt den Tanz der tausend Fäden, das Spiel der Schiffchen mit Gold und Seidenfäden. Diese Vorführung erklärte aber auch, weshalb in heutiger Zeit die Manufakturen keine Überlebenschance hätten.

Zum Abschluss wurde den Gästen eine niederrheinische Kaffeetafel serviert, die ihrer Namensschwester aus dem Bergischen Land in keiner Weise nachstand. Beladen mit vielen, schönen Eindrücken wurde die Rückfahrt mit dem Zug angetreten.

Mit vielen neu gewonnen Eindrücken kehrten die Mitglieder des Heimatvereins Meckenheim aus Krefeld zurück. Foto: privat

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