Förderverein „Pro Obere Mühle Meckenheim“ e.V.
Ein Festtag für den Mühlenverein
Meckenheim. Kürzlich erschien unter Führung der Vorsitzenden Sibylle Freifrau von Nordeck eine Delegation des Fördervereins „Pro Obere Mühle Meckenheim e.V.“ in der vereinseigenen „Müllerkleidung“ im Rathaus zu Meckenheim. Die Delegation wurde von Bürgermeister Bert Spilles und dem Ersten Beigeordneten, Holger Jung, empfangen. Einziger Zweck dieser etwas ausgefallenen und sehr fröhlichen Begegnung war die Unterzeichnung des zwischen Stadt und Verein ausgehandelten Nutzungsvertrages für die Obere Mühle. Mit diesem Nutzungsvertrag, um den sich der Verein zwölf Jahre lang bemüht hat, erhält der Verein das Recht und die Möglichkeit, die Maschinen- und Antriebstechnik der Oberen Mühle instand setzen zu lassen.
In einer kurzen Ansprache betonte der Bürgermeister den auch durch den Rat gestützten Willen, die Mühle als frühindustrielles Denkmal zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Aus Sicht der Stadt sei es hilfreich, dies gemeinsam mit dem über viel Erfahrung und fachliche Kontakte verfügenden Förderverein angehen zu können. Der jetzt geschlossene Kooperationsvertrag biete dazu eine tragfähige Grundlage. Der Erste Beigeordnete wies darauf hin, dass mit der Unterzeichnung des Nutzungsvertrages der Auftrag des Rates vom 10. Dezember 2014 abgearbeitet worden sei, dass aber weiterhin noch planungsrechtliche Fragen zu klären seien, und dass leider auf absehbare Zeit keine Haushaltsmittel bereitgestellt werden können.
Die Vereinsvorsitzende sprach noch einmal von der langen Wartezeit und dem zwölfjährigen intensiven Verhandlungen mit einer Reihe von Beigeordneten bis zum Zustandekommen der jetzt vorliegenden Verträge. Zum Schluss sei es auf einmal ganz schnell, nämlich in nur einer Sitzung, möglich gewesen, das Vertragswerk zur Unterschriftsreife vorzubereiten. Sie sprach den Beteiligten von Stadt und Verein hierfür ihren besonderen Dank aus. Der Verein übernehme jetzt ein gutes Teil Verantwortung für den Erhalt des Mühlenensembles und werde sorgfältig mit den nun übernommenen Verpflichtungen umgehen. Sie kündigte für den 10. April, dem 12. Geburtstag des Vereins, ein Arbeitstreffen mit einem fachkundigen Mühlenrestaurator von der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung und Vertretern der Stadt (Gebäudemanagement und Untere Denkmalbehörde), dem LVR - Amt für Denkmalpflege, der NRW-Stiftung sowie dem Verein an. Bei diesem Treffen sollen die notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen für die Restaurierung von Maschinen- und Antriebstechnik vorgestellt und mit den Denkmalverantwortlichen abgestimmt werden.
Am gleichen Abend wurde im Rahmen eines außerordentlichen Mühlentreffs, bei dem die Vorsitzende über den Vertragsabschluss berichtete und einen Ausblick über die anstehenden Arbeiten gab, Gerhard Harald Rühl zum ersten Ehrenmitglied des Fördervereins ernannt. In der Urkunde werden die Verdienste von G. H. Rühl für den Erhalt der Oberen Mühle, wegen seiner langjährigen Tätigkeit im Vorstand und wegen seiner fachkundigen Arbeit als Mühlenführer gewürdigt. Der Geehrte zeigte sich sichtlich überrascht und erfreut. Er räumte ein, dass es ihm bei seinem Umzug nach Bonn schwergefallen sei, die Obere Mühle Meckenheim und die ihm verbundenen Mitglieder des Mühlenvereins hinter sich zu lassen. Anfragen zur Reaktivierung als Reservist habe er immer positiv beantwortet und zuletzt als Mühlenführer gerne ausgeholfen. Er bedankte sich für die Ehrung und versprach, auch künftig auszuhelfen, wenn man ihn rufe.
Besprechung und Geburts- tagsempfang am 10. April
Die fachliche Besprechung zur Vorbereitung der anstehenden Instandsetzungsmaßnahmen findet am Freitag, 10. April, in der Oberen Mühle statt. Um 12 Uhr sind Mitglieder des Vereins und die Vorsitzenden der Ratsfraktionen sowie die Teilnehmer an der Besprechung zu einem Geburtstagsempfang in die Obere Mühle eingeladen. Während des Empfanges soll ein schmackhafter Eintopf gereicht werden.
