Stadt will Grundstück verkaufen, auf dem die Wohnungsgesellschaft die Unterkunft baut
Ein Haus für die Verfolgten
Meckenheim reagiert auf hohe Flüchtlingszahlen
Meckenheim. Zur Zeit sind gut 200 neue Flüchtlinge in Meckenheim untergebracht. Diese Zahl nannten Bürgermeister Bert Spilles und der Erste Beigeordnete Holger Jung am Mittwochabend im Meckenheimer Stadtrat. Da die beiden Spitzen der Verwaltung davon ausgehen, dass die Zahlen in naher Zukunft deutlich steigen werden, will die Stadt reagieren und eine feste Unterbringung für die Flüchtlinge errichten lassen. „Wir haben drei Möglichkeiten, um kurzfristig die zu uns Kommenden aufzunehmen. Wir lassen kostenintensiv Container aufstellen, mieten sie und geben sie zurück. Oder wir kaufen Container, die nach einigen Jahren nicht mehr nutzbar sind. Oder wir errichten ein festes Gebäude, das wir später auch anderweitig verwenden können“, informierte der Bürgermeister. Nun habe die Verwaltung überlegt, am Siebengebirgsring neben den Häuschen für Asylbewerber dieses neue Gebäude von der Meckenheimer Wohnungsgesellschaft bauen zu lassen. Die Stadt besitzt dort ein Grundstück für das Vorhaben, das die Gesellschaft kaufen und bebauen könnte. Um dieses Vorhaben umsetzen zu können, müsse der Stadtrat erst einmal dem Vorhaben zustimmen, dann sei die Gesellschaft noch gefragt. Die Kommunalpolitiker segneten den Verwaltungsvorschlag ab - viele und menschenwürdige Alternativen existierten ja kaum. Bisher hatte Meckenheim die Neubürger in einzelnen städtischen und privaten Gebäuden untergebracht, berichtete Spilles. Das sei auch dezentral geschehen, um den Flüchtlingen ein möglichst schnelles und reibungsloses Einleben zu ermöglichen. Die Meckenheimer Bevölkerung habe die Fremden herzlich aufgenommen, betonten Jung und Spilles. „Wir haben hier ein großes Engagement und eine tolle Hilfsbereitschaft erlebt“, sagte die Verwaltungsspitze. Im sozialen Umfeld seien die Flüchtlinge mit offenen Armen aufgenommen worden. „Wir wollen die Bürger bei der gesamten Problematik mitnehmen und sie stets darüber informieren, was wir vorhaben und wie es weitergeht“, meinte der Bürgermeister. Die Unterbringung der Flüchtlinge sei anfangs Aufgabe der größeren kreisfreien Städte gewesen, inzwischen aber sei der Flüchtlingsstrom auch in den kleineren Kommunen wie Meckenheim angekommen. Daher brauche die Verwaltung das Votum der Politik, um den Bau des Hauses am Siebengebirgsring schnell umsetzen zu können. Zur Zeit könne man die Flüchtlinge noch in anderen Liegenschaften unterbringen, doch diese Kapazitäten seien schon bald erschöpft. Das Grundstück am Siebengebirgsring sei bestens für einen solchen Bau geeignet. So lägen Einkaufszentrum, Kindergärten, Schulen und andere Infrastrukturen in der Nähe, die Anbindung sei gut. „Wir müssen uns der sozialen Situation stellen“, erklärte Bert Spilles deutlich und fand Zustimmung bei den Kommunalpolitikern aller Couleur.
Viel Platz ist auf dem städtischen Grundstück neben den Häuschen, die Wohnungsgesellschaft soll die Fläche kaufen und entwickeln.
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