Allgemeine Berichte | 15.12.2014

Meckenheimer Stadtmuseum und Kulturforum e.V.

Eine tolle Zeitreise zu den Ur-Meckenheimern

Ein Bericht von Schülerinnen der Klasse 6 des KAG

Dr. Köpke vom Stadtmuseum erklärt den Schülern das Modell eines Langhauses, in dem neolithische Bauern gelebt haben. privat

Meckenheim. Herr Dr. Köpke und Frau Simm vom Meckenheimer Stadtmuseum waren in den Geschichtsunterricht der Klassen 6a und 6b des KAG gekommen. Geschichtslehrerin Frau Härtel hat den Kontakt hergestellt und den Besuch organisiert.

Zuerst wurde überlegt, weshalb sich die Menschen in der Jungsteinzeit in der Meckenheimer Gegend niedergelassen haben. Das milde Klima, der fruchtbare Boden und die Swist waren mögliche Gründe. Es ist nützlich, zu wiederholen, was unter der Neolithischen Revolution zu verstehen ist: Nämlich der Übergang vom Nomadenleben mit Jagen und Sammeln zur Sesshaftigkeit mit Ackerbau und Viehzucht. Herr Köpke berichtete über die Langhäuser in der Jungsteinzeit. Zur besseren Anschaulichkeit hatte er ein Hausmodell mitgebracht. In einem solchen Haus lebten drei Generationen (Großeltern, Eltern und ihre Kinder). Für den Bau eines Langhauses hat man etwa 50 Baumstämme benötigt. Um diese zu fällen, benötigten auch schon die Steinzeitmenschen eine Axt. Diese bestand aus einem Holzgriff, an dem mit Birkenpech und Sehnen ein scharfer Feuerstein festgemacht wurde. In den Häusern lebten meistens 12 bis 15 Personen, die Tiere blieben immer draußen.

Frau Simm hatte zwei Brotarten (aus Dinkel und Emmer) mitgebracht, die die Steinzeitmenschen vermutlich gegessen haben. Das Brot durfte jeder Schüler probieren. Damit sie überhaupt Brot backen konnten, brauchten sie erst einmal Mehl. Das Mehl wurde aus den Getreidekörnern auf einem Sandstein gemahlen. Da sie noch keinen Mülleimer hatten, warfen sie ihre Abfälle in eine Grube. Damit Mäuse nicht an das Essen kommen konnten, hängten sie es in Tongefäßen an die Dachlatten in den Häusern auf. Bei den Informationen über die Ur-Meckenheimer war für jeden Schüler etwas Interessantes dabei. Jeder durfte auch einmal selbst Mehl mahlen. Dabei konnten sie feststellen, dass es ganz schön lange dauerte, bis man genügend Mehl für ein Brot gemahlen hatte.Die Schüler applaudierten Frau Simm und Herrn Köpke für die tolle Geschichtsstunde und die Bücher zur Meckenheimer Stadtgeschichte. Möglicherweise können sie mit einem Ausflug nach Altendorf in das Meckenheimer Stadtmuseum ihre Kenntnisse schon bald vertiefen.

Dr. Köpke vom Stadtmuseum erklärt den Schülern das Modell eines Langhauses, in dem neolithische Bauern gelebt haben. Foto: privat

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